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Brandenburg/Havel Innerlich ein Zwang: Sängerin Katharina Burges erklärt, wie sie zur Musik kam
Lokales Brandenburg/Havel Innerlich ein Zwang: Sängerin Katharina Burges erklärt, wie sie zur Musik kam
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16:39 15.03.2019
Katharina Burges bei ihrem Auftritt in der Theaterklause. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Es waren ihre zu kleinen Hände, die Katharina Burges zum Singen brachten, denn das Geigespielen ging damit nicht so recht und ihre Leidenschaft war es eh nicht, wie sie sagt. Mit sieben Jahren begann sie ihre ersten musikalischen Erfahrungen mit der Geige zu machen. Aber Katharina Burges und die Geige wurden nie wirkliche Freunde und weil Katharina Burges unbedingt mit Musik weitermachen wollte, kam sie zum Gesang.

„Es war innerlich ein Zwang, weil ich mit Musik all das sagen kann, was mit Worten nicht geht“, so die Sängerin. Erzählt hat sie das und vieles mehr aus ihrem ganz privaten Leben jetzt in der Theaterklause in Brandenburg an der Havel, wo sie in der Reihe „Hinter den Kulissen“ zu Gast war. Gemeinsam mit Moderator Urban Luig und Pianist Claudius Bruns gewährte sie Einblicke in ihren künstlerischen Werdegang, aber auch ganz freimütig in ihr privates Leben.

Verkracht mit einem Lehrer

Sie berichtete von ihrer Studienzeit in Bayern, wo sie einen Hort der Wildheit erwartete und sich am Ende mit einem der Lehrer verkrachte. Aber als ihr alles zu eng war, ging sie nach einem Jahr klassischer Gesangsausbildung weg und dachte, wild will ich sein. Diese Wildheit suchte sie im Jazz und Rock und machte sich auf nach Dresden, um dort zu studieren. Doch schnell stellte sie fest, auch das ist nicht so wild, wie erhofft war und sie wechselte wieder ins klassische Fach.

Katharina Burges greift in die Tasten Quelle: Rüdiger Böhme

Wenn Katharina Burges den Gästen der Veranstaltung das erzählt, spüren die, das die Sängerin eigentlich nicht festzulegen ist. Und spätestens bei ihrer ersten musikalischen Einlage bekommen die Zuhörer ein Gespür für die Hingabe und Leidenschaft, mit der die heute in Brandenburg lebende Künstlerin sich mit der Musik auseinander setzt. Es ist faszinierend, ihr zuhören zu dürfen, dieser Urgewalt der Stimme, die gleichzeitig donnert und dann wieder ganz sanft sein kann.

Katharina Burges plaudert aus ihrem Leben

Kraftvoll und leidenschaftlich, aber auch offen, spricht sie über die ein oder andere Episode aus ihrem Leben. Da sind Eindrücke aus ihrer Arbeit als Gesangslehrerin an der städtischen Musikschule „Vico von Bülow“ in Brandenburg an der Havel, oder wie sie falsch für eine Veranstaltung gebucht war und nach 15 Minuten ihren Auftritt abgebrochen hat, ohne dass es jemand bemerkte.

Katharina Burges im Gespräch mit Moderator Urban Luig. Quelle: Rüdiger Böhme

Mit Schmunzeln kam dann die improvisierte Szene durch Urban Luig und Claudius Bruns, die deren Vorstellung davon zeigen sollte, wie sie sich den vierten Heiratsantrag des Lebensgefährten von Katharina Burges vorstellten. Das alles nicht ohne viele Lacher vom Publikum und der Sängerin.

Leidenschaft für den Gospel

Eine besondere Leidenschaft von ihr ist der Gospel. „Gospel ist die pure Hingabe, da gibt man alles, was man spürt. Das Gefühl, das man da reinlegt, ist etwas Höheres,“ sagt sie. Gospel könne wohl nur von den Schwarzen wirklich gut gesungen werden. „Die haben etwas, das kann kein anderer so einbringen in die Musik.“

Wie Katharina Burges selbst das macht, kann man übrigens am 23. August in der Brandenburger Katharinenkirche bei einem Konzert miterleben. Vielleicht versteht man dann auch, wenn sie von sich sagt, dass sie bei ihren Konzerten immer einen Teil ihrer Seele verschenke. Dazu kann man sie auch gemeinsam mit Göran Schade und Torsten Gränzer mit ihrem Programm „Jenseits schillernder Welten“ in der Kirche Wust erleben.

In der Reihe „Hinter den Kulissen“ in der Theaterklause können die Zuhörer Künstler aus einer ganz anderen Perspektive erleben.

Von Rüdiger Böhme

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