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Brandenburg/Havel Innovatives Hotel: Angler träumen in der Röhre
Lokales Brandenburg/Havel Innovatives Hotel: Angler träumen in der Röhre
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00:19 19.10.2017
Susanne Engels vom Forellenhof Rottstock freut sich über die Ansiedlung der Hoteltürme. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Rottstock

Zimmer ohne Ecken, Betten wie Mondsicheln, die Sonne scheint durch Bullaugen. Es gibt Fernseher, Duschen und Aussichtsplattformen, die über Treppen zu erreichen sind. In sechs Türmen steckt alles, was acht Angler zum Übernachten weit ab von der nächsten Stadt brauchen. So könnte auch eine menschliche Kolonie auf dem Mars aussehen. Die futuristische Architektur kommt an. Autofahrer wenden auf der B 107, um die wie aus dem Boden geschossenen blauen Röhren zu bestaunen.

Weitere Hoteltürme geplant

Neben Rottstock gibt es zwei bislang zwei weitere Hotelturmanlagen in Berlin und Coswig, wo die Betonelemente produziert werden. Die Veloform GmbH plant weitere Hoteltürme in Wittenberg, Wiesenburg, Ziesar und Werder.

Zu sehen war ein Hoteltower in der Ausstellung des Landkreises Potsdam-Mittelmark auf der Bundesgartenschau 2015 auf dem Packhofgelände. Die Übernachtung im großen Turm kostet 74 Euro plus zehn Euro je Aufbettung. Im kleinen Turm gibt es die Übernachtung für 30 Euro plus zehn Euro für die Aufbettung.

Hinter der Bezeichnung bboxx verbirgt sich eine ganze Produktpalette mobiler Türme und flexibler Räume für Automaten, Info-Stände, Kioske und Übernachtungsmöglichkeiten. Die Anlage am Forellenhof in Rottstock wurde mit EU- und Landesmitteln zur ländlichen Entwicklung gefördert.

Das Ausflugsziel Forellenhof Rottstock hat mit dem „bboxx Hoteltower“ eine innovative Übernachtungsmöglichkeit bekommen. Entwickler und Lieferant ist die Veloform Media GmbH. „Gemeinsam mit unterschiedlichen Partnern aus der Tourismusbranche bauen wir ein Netzwerk mehrerer Anlagen auf. Dabei werden wir es Gästen ermöglichen, die Hoteltürme per Smartphone zu buchen, zu bezahlen und zu öffnen“, so Veloform-Geschäftsführer und Hotelturmerfinder Anselm Franz.

Senkrecht aufgestellte Röhren – fertig sind die Ferienzimmer.. Quelle: JACQUELINE STEINER

Die Türme, für die Betonröhren aus der Wasserwirtschaft Paten standen, sind hochwertig ausgestattet, winterfest isoliert und haben wahlweise integrierte Duschen und WC’s. So wie das Flaggschiff des Ensembles, eine 6,80 Meter hohe Röhre, die sich zwei Erwachsene und zwei Kinder auf mehreren Ebenen teilen. Das Bad befindet sich praktischerweise im Erdgeschoss. Während sich Waschbecken samt Kosmetikspiegel neben dem Treppenaufgang befinden, ist ein abgeschlossener Halbkreis der Dusche und dem WC vorbehalten.

Treppenhaus mit Schlaflager im mehrstöckigen Turm. Quelle: JACQUELINE STEINER

Von der Schlafstätte im 1. Stock führt eine Außentreppe auf die Dachterrasse mit zwei halbrunden Teakholzbänken zum Verweilen bei Frühstück oder Feierabendbier. Den Rundumblick über den Forellenhof gibt es gratis dazu. Leuchtturmatmosphäre im Fläming.

Zuerst kommt das Bad: Blick in den Eingang zum 6,80 Meter hohen Hoteltower. Quelle: JACQUELINE STEINER

Zwei weitere Rundlinge mit 2,80 Meter Außendurchmesser sind reinen Doppelzimmern vorbehalten. Die Gäste nutzen den separaten Sanitärturm. Das Wort Zimmer sollte lieber nicht wörtlich genommen werden. Wer die Eingangstür öffnet, fällt schon ins Bett. „Doch viel mehr braucht das aus Anglern, Wanderern und Radfahrern bestehende Klientel auch nicht“, weiß Forellenhof-Betreiberin Susanne Engels. Sie hat mit ihrem Mann Matthias die Fläche für die Lifestyle-Unterkünfte zur Verfügung gestellt, die von der Wiesenburger Unternehmerin Ilka Poethke betrieben werden. Damit die Geselligkeit an einem Angelwochenende bei schlechtem Wetter nicht zu kurz kommt, haben die Investoren einen Turm als Wohnzimmer eingerichtet – natürlich sitzen alle Gäste auf einer Rundbank.

Die gute Stube für alle – natürlich rund. Quelle: JACQUELINE STEINER

Mit der Erweiterung wächst das gesamte touristische Paket rund um den Forellenhof zum „Resort 25 Teiche“. Mit dem neuen Namen will Familie Engels vor allem unter der großstädtischen Kundschaft für einen höheren Bekanntheitsgrad sorgen. „Es passiert immer noch, dass die Leute Rottstock mit Rostock verwechseln“, berichtet Susanne Engels. Für zusätzlich Verwirrung sorgen nicht nur die seit Jahren anhaltenden Straßensperrrungen, sondern auch die Tatsache, dass es im Fläming ein zweites gleichnamiges Dorf bei Brück gibt. Ein nächstes Erweiterungsprojekt für das Resort gibt es schon. Ein Kletterpark soll den Forellenhof bald ergänzen.

Von Frank Bürstenbinder

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