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Intelligentes Fahrradschloss wird produziert

Erfindung aus Brandenburg Intelligentes Fahrradschloss wird produziert

Ihren Ursprung hat die Idee an der Technischen Hochschule Brandenburg (THB), nun kann die Produktion starten: Das intelligente Fahrradschloss „I Lock It“ hat seit einigen Tagen die Marktreife erlangt und wird in wenigen Monaten serienmäßig erhältlich sein. Beeindruckend: Bei einer Crowdfunding-Kampagne im Netz kamen bisher mehr als 160.000 Euro zusammen.

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Christian Anuth (links) und Markus Weintraut sind die Köpfe der Brandenburger Firma Haveltec.

Quelle: privat

Brandenburg/H. Ihren Ursprung hat die Idee an der Technischen Hochschule Brandenburg (THB), nun kann die Produktion starten: Das intelligente Fahrradschloss „I Lock It“ hat seit einigen Tagen die Marktreife erlangt und wird in wenigen Monaten serienmäßig erhältlich sein.

Die beiden Brandenburger Jungunternehmer Christian Anuth und Markus Weintraut stecken hinter der Idee eines sich automatisch verschließenden und öffnenden Fahrradschlosses. 2013 gewannen sie, damals noch Studenten, bereits den Innovationspreis. Das weckte die Motivation, aus einer Tüftelei eine echte Unternehmung zu zaubern, die die beiden und einige Mitstreiter schon seit geraumer Zeit in einer Vollzeit-Aufgabe fordert.

2013 den Innovationspreis gewonnen

Dieses Ansinnen ist spätestens seit dieser Woche gelungen: Mehr als 160 000 Euro sind in den vergangenen 29 Tagen im Rahmen einer Crowdfunding-Kampagne auf der Website kickstarter.com zusammen gekommen. Beim Crowdfunding handelt es sich um eine noch recht neue Finanzierungsmethode, bei der Anuth und Weintraut sich und ihr Projekt auf einem Web-Portal vorstellten und um Investoren warben.

Stylisch und sicher

Stylisch und sicher: So sieht ein „I lock it“-Schloss am Gefährt aus.

Quelle: privat

Das haben die beiden offenbar gut hinbekommen, denn bis Mittwoch fanden sich rund 1200 Menschen weltweit, die an ihr Produkt – von dem bis heute nur einige wenige Prototypen existieren – glauben.

HIER GEHT’S ZUR KICKSTARTER-KAMPAGNE

Das Prinzip ist einfach: Jeder Unterstützer verpflichtet sich mit seiner Zusage, einen aus mehreren Möglichkeiten gewählten Betrag zu zahlen, so das Projekt tatsächlich zustande kommt. Im Gegenzug erhält er als einer der ersten eines der intelligenten Schlösser. Wird eine bestimmte Summe nicht erreicht, zahlt er nichts – das Risiko der Investoren liegt also bei Null.

Unterstützer haben kein Risiko

Bei „I Lock It“ lag diese magische Grenze bei exakt 100.000 Euro. Diese benötigen die Start-up-Chefs, um in die Serienproduktion gehen zu können. „Ein sportliches Ziel“, gab Christian Anuth noch vor wenigen Wochen zu – das nun aber bereits fünf Tage vor Ablauf der Frist locker geschafft wurde. „Wir sind überwältigt von dem Interesse und der Unterstützung und freuen uns darauf, dass ’I Lock It’ Realität wird“, jubeln die Macher über den Erfolg ihrer Kampagne.

Auslieferung 2017

Den ersten Prototypen haben die Macher bereits Anfang 2015 hergestellt. Bis Dezember wurde dieser für die Serienproduktion optimiert.

Anfang Mai startete die Crowdfunding-Kampagne auf dem Portal „Kickstarter“. Rund 1200 Menschen weltweit fanden das Projekt unterstützenswert und haben sich bis Mittwoch ihr automatisches Schloss bereits gesichert.

Zusammen investierten diese Unterstützer mehr als 160 000 Euro in das in Brandenburg ansässige Unternehmen „Haveltec“, noch bis Freitag läuft die Kampagne.

Bis September soll die Entwicklung von „I lock it“ abgeschlossen sein, im November die Serienproduktion starten.

Die ersten Unterstützer bekommen ihr innovatives Fahrradschloss dann planmäßig im Januar 2017 geliefert.

Die Arbeit geht trotz dieses Meilensteins nun aber erst los: Noch in diesem Jahr soll die serienmäßige Produktion der Schlösser, die sich wahlweise per Smartphone-App steuern lassen oder nach Verbindung mit dem Mobiltelefon selbst zu- oder aufschließen, beginnen. Die ersten Investoren sollen ihr persönliches Exemplar dann Anfang 2017 ans Rad montieren können.

Genug Menschen, die an die Idee der beiden Jungunternehmer glauben, haben sich gefunden. Nun sind Anuth und Weintraut an der Reihe, das wissen sie. „Wir werden alles geben, damit unsere Unterstützer ihr Schloss pünktlich zur neuen Fahrradsaison in den Händen halten.“

Mehr zu den intelligenten Fahrradschlössern findet man hier: www.ilockit.bike

Von Philip Rißling

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