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Brandenburg/Havel Interessent für Krauses Millionenaktien
Lokales Brandenburg/Havel Interessent für Krauses Millionenaktien
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18:01 29.07.2016
Günther Krause bei seinem bisher letzten Sommerfest im August 2014. Quelle: Jürgen Lauterbach
Brandenburg/H

Im laufenden Insolvenzverfahren des Unternehmens von Ex-Bundesminister Günther Krause (62) in Kirchmöser können die Gläubiger der Firma womöglich Hoffnung schöpfen. Denn nach Auskunft des Berliner Insolventverwalterbüros Sponagel liegt ein Kaufangebot für das Aktienpaket der Gesellschaft IBP vor, dessen Wert mit bis zu 1,1 Millionen Euro gehandelt wird.

Der Berliner Insolvenzverwalter Moritz Sponagel setzt weiter darauf, die Gläubiger möglichst erfolgreich zu befriedigen, ließ dessen Büro an diesem Freitag wissen. Sponagel spricht von „neuen Entwicklungen im Fall der „Information–Beratung–Projektentwicklung GmbH“ (IBP) von Ex-Minister Günther Krause, die sich im Insolvenzverfahren befindet. Ein Investor habe das Angebot zum Rückkauf von Aktien gemacht.

Neu sei, dass die Neutrino-Deutschland-GmbH sich grundsätzlich bereit zeige, die aktuell im Eigentum der IBP befindlichen Neutrino-Aktien zurückzukaufen. Soweit der MAZ bekannt, sind sie es allerdings auf Günther Krause und nicht auf die IBP ausgestellt.

Der Wert der Aktien wird laut Sponagel von der Neutrino mit bis zu 1,1 Millionen Euro gehandelt. Das Unternehmen entwickele unter anderem alternative Energietechnologien in den USA, heißt es. Das Angebot des Neutrino-Geschäftsführers, Holger Schubart, liegt Sponagel schriftlich vor.

Der mit Krause befreundete Schubart war im Gespräch mit der MAZ vor einigen Wochen sogar noch einen Schritt weiter gegangen und hatte angeboten, Krauses Aktienanteil an der Neutrino Inc Montana/USA auf nominal 5 Millionen US-Dollar zu erhöhen, um damit die mögliche Insolvenz des Unternehmens abzuwenden.

„Wir kämpfen mit aller Kraft dafür, die Gläubiger zufriedenzustellen und so das Bestmögliche für sie zu tun“, fasst der Berliner Insolvenzverwalter Moritz Sponagel die aktuelle Situation um die in Schieflage geratene IBP-GmbH zusammen. Nach seinen Worten gibt es auch mehrere Interessenten für das Grundstück der IBP in der Brandenburger Allee in Kirchmöser. Sponagel: „Wer es letztendlich erwerben wird, ist derzeit noch nicht abzusehen.“

Günther Krause, der seinerzeit den deutschen Einigungsvertrag mit unterzeichnet hatte und erster Bundesverkehrsminister der Nachwendezeit wurde, hat stets versichert, dass seine Firma in Kirchmöser deutlich werthaltiger sei als deren Verbindlichkeiten. Er hatte zugesichert, alles dafür zu tun, dass alle berechtigten Gläubigeransprüche zeitnah befriedigt würden.

Zu den Gläubigern der IBP gehören nicht nur Institutionen wie das Finanzamt und Krankenkassen, sondern auch ehemalige Beschäftigte der IBP, die offene Gehaltszahlungen geltend machen, und der Gastronomiebetrieb auf dem Görden, der vor zwei Jahren das Catering beim IBP-Sommerfest in Kirchmöser mit rund 150 Gästen übernommen hatte und auf seiner Rechnung sitzen geblieben war.

„Wir sind zusammen mit Günther Krause einvernehmlich dabei, im Sinne der Gläubiger eine gute Lösung zu finden“, äußerte sich Sponagel am Freitag zuversichtlich. Seine Kanzlei in Berlin und andernorts ist mit 40 Mitarbeitern auf Insolvenzrecht spezialisiert.

Von Jürgen Lauterbach

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