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Brandenburg/Havel Investitionen in Gerätehäuser wackeln
Lokales Brandenburg/Havel Investitionen in Gerätehäuser wackeln
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00:17 30.04.2017
Die Freiwillige Feuerwehr Kirchmöser übernimmt wichtige Aufgaben des Brandenburgs im Westen der Stadt. Doch ihr Gerätehaus ist marode. Quelle: Christian Griebel
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Brandenburg/H

Sieht das Brandenburger Rathaus keine Zukunft mehr für eine eigenständige Feuerwehr im Ortsteil Wust? Eine entsprechende Frage der MAZ nach der SVV-Sitzung am Mittwoch beantwortet Bürgermeister Steffen Scheller (CDU) ausweichend. Klar ist in der Sitzung jedenfalls geworden, dass auf absehbare Zeit kein Ersatz-Neubau vorgesehen ist für das marode Feuerwehrgerätehaus in Wust.

Die SPD-Fraktion hat am Mittwoch in der Stadtverordnetenversammlung (SVV) die CDU und mit ihr die Freien Wähler/„Büfübü“ ein Stück weit mit dem Feuerwehrthema aus der Reserve gelockt. Die SPD beantragte nämlich, dass Investitionen für die Freiwilligen Feuerwehren in Kirchmöser und Wust in den Wirtschaftsplan des städtischen Liegenschaftsmanagements für 2017 aufgenommen werden.

Hintergrund ist die Verständigung zwischen den Freiwilligen Feuerwehren und dem Rathaus, die Gerätehäuser in den Ortsteilen nach und nach auf einen vernünftigen Stand zu bringen. Mit zwei Ausnahmen ist das inzwischen gelungen. Die Freiwilligen Wehren in Kirchmöser und Wust hatten den Gollwitzern und Schmerzkern den Vortritt gelassen und haben dafür nun das Nachsehen.

An die Übereinkunft erinnerte in der SVV-Sitzung der langjährige Brandschutzbeigeordnete Michael Brandt (CDU). Er sieht das Rathaus im Wort bei ihren Ortsteilfeuerwehren. Beim Richtfest im vergangenen August für das Gerätehaus in Schmerzke sei die Dringlichkeit in Kirchmöser und Wust noch einmal mit ihm und dem seinerzeit noch amtierenden Feuerwehrchef Detlef Wolf bestätigt worden, zumal die Stadt dort auch in einer arbeitsrechtlichen Verpflichtung stehe.

Inzwischen ist Wolf im Ruhestand und Brandt nur noch teilzuständig für die Feuerwehr. Die Töne, die der nun zuständige Bürgermeister Steffen Scheller (CDU) am Mittwoch anschlägt, klingen ganz anders. Als Kämmerer wolle er dem Ansinnen der SPD nicht folgen, denn Entscheidungen über Planungen zu den Feuerwehrhäuser in Kirchmöser und Wust wären nach seinen Worten verfrüht, die Stadt würde sich für die nächsten 50 Jahre binden. Es gelte, erst einmal ein Raumprogramm mit den Kameraden zu besprechen und die Brandschutzzielplanung flächendeckend zu betrachten.

Große Hitze in der Hauptfeuerwehrwache

Die SVV-Mehrheit sprach sich auch dagegen aus, den sommerlichen Wärmeschutz der Hauptfeuerwehrwache in der Fontanestraße für 70 000 Euro zu ertüchtigen.

Die CDU vermisst beim Antragsteller SPD ein Gespräch dazu mit dem Chef der Feuerwehr.

Die Oberbürgermeisterin bestätigt zwar die zu manchen Zeiten unzumutbare Hitze, zweifelt aber am Effekt der gewünschten Jalousie.

Zugleich verwies Scheller auf Jeserig, wo die dortige Ortsfeuerwehr ein großes Nachwuchsproblem hat. Die MAZ fragte ihn daher, ob er eine Zusammenlegung der Wehren von Gollwitz und Wust mit einem gemeinsamen Gerätehaus in Gollwitz für denkbar und mittelfristig wünschenswert halte, auch weil dann Investitionskosten für einen Neubau in Wust entbehrlich würden.

Diese Fragen beantwortet der Bürgermeister nicht konkret. „Die Einsatzstärke der Freiwilligen Feuerwehren schwankt meines Erachtens überall im Land und mittel- und langfristig wird das auch bei den Wehren der Stadt der Fall sein“, teilt er mit. Ob das aber tatsächlich so ist und welche Folgerungen daraus entstehen, müsse die Leitung der Feuerwehr beurteilen. Bis Ende 2017 soll dazu eine fortgeschriebene Konzeption vorliegen.

Für die Gerätehäuser in Kirchmöser und Wust hätten weder der alte noch der neue Chef der Feuerwehr bei der Haushaltsplanung um Geld gebeten. Daher wären die von der SPD geforderten Investitionen aus seiner Sicht nicht geeignet.

Die Sozialdemokraten hatten in der SVV keinen Erfolg mit ihren Feuerwehr-Anträgen, sie fanden nur die Unterstützung aus den Reihgen der Bündnisgrünen, Linken, Grünen und AFD. In der Abstimmung musste jeder Stadtverordnete namentlich bekannt geben, ob er für oder gegen die Investitionen in die beiden Freiwilligen Feuerwehren sei. Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann empfahl der SPD, sich lieber um die Nachwuchsgewinnung in der Feuerwehren verdient zu machen. Die Dringlichkeit von Arbeiten in Kirchmöser sei ihr so nicht bekannt.

Das Gerätehaus in der Bahnhofstraße ist ganz schön marode, wie Oliver Tröger sagt, der viele Jahre an der Spitze der Feuerwehr auf der Halbinsel stand. Regenwasser dringe ins Gebäude, das 30 Jahre alte Dach sei von Schimmel befallen, Balken bereits durchgebrochen, die Bohlen für den Schornsteinfeger hielten nicht. Einige Schäden haben die Feuerwehrleute in Eigenregie behoben.

In Bezug auf Wust hatte Lothar Schmidt, selbst aktiver Feuerwehrmann, vor wenigen Monaten den unbefriedigenden Zustand bestätigt, als er sagte: „Das Haus entspricht nicht den gesetzlichen Vorgaben und Standards.“

Bürgermeister Scheller weist auf die Investitionen in Schulen und Kitas hin, auf die er stolz sei.

Von Jürgen Lauterbach

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