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Investoren krempeln alte Ferienanlage um

Saisonstart am Netzener See Investoren krempeln alte Ferienanlage um

Schöner als je zuvor wird die Ferienanlage am Netzener See in Trechwitz-Siedlung. Zwei Investoren aus Leipzig haben den Altbestand aus DDR-Zeiten komplett saniert. Auf der Grundlage eines Bebauungsplans ist der Aufbau von fünf weiteren Bungalows geplant. Auch die Klause am See wurde grundhaft modernisiert. Die Gastronomie hat ein Pächterpaar aus Lehnin übernommen.

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Denny Kniesch und Ilona Jung sind die Pächter der Klause am See auf dem Gelände der Ferienanlage.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Trechwitz. Wald, Wasser, frische Luft. Wo sich schon zu DDR-Zeiten Kinder von Hallenser Metallaufbereitern erholten, krempeln zwei Investoren die in die Jahre gekommene Freizeitanlage am Netzener See komplett um. Schon im vergangenen Jahr haben Wolfgang Ungibauer und Frank Suchanek damit begonnen, den Altbestand der Unterkunftsgebäude einschließlich der weithin bekannten Klause am See komplett zu sanieren. Die beiden Leipziger kommen vom Fach und lieben die märkische Landschaft.

Mitinvestor Wolfgang Ungibauer in einer der sanierten Ferienwohnungen

Mitinvestor Wolfgang Ungibauer in einer der sanierten Ferienwohnungen.

Quelle: Frank Bürstenbinder

„Wir haben ein Grundstück am Wasser gesucht, dass wir entwickeln können. In Trechwitz sind wir fündig geworden. Der Nutzungszweck bleibt auch in Zukunft erhalten. Hier sollen sich kleine und große Gäste, Einzelpersonen und Familien erholen können“, sagte Ungibauer der MAZ. Die umfassende Modernisierung der Aufbauten aus DDR-Zeiten ist inzwischen so gut wie abgeschlossen. Handwerker haben Fassaden gedämmt, moderne Sanitäranlagen eingebaut, Dächer und Elektroleitungen erneuert. Das unter Kiefern gelegene Freizeitareal hat eine neue Wasserversorgung bekommen. Zwei Steganlagen für Urlauber, Kurzzeitgäste und Dauermieter sind entstanden.

Bebauungsplan als Grundlage

Bereits im Dezember 2014 wurde das Verfahren zur Aufstellung eines Bebauungsplans für die Ferienanlage an der Straße „Zum Trechwitzer Berg 68“ eingeleitet. Dem Entwurf stimmten die Gemeindevertreter Ende 2015 zu.

Bei der Offenlegung des Planentwurfs gab es von zwei Parteien Einwände. Vor dem endgültigen Satzungsbeschluss soll mit dem Vorhabenträger ein städtebaulicher Vertrag abgeschlossen werden, der unter anderem Kompensationsmaßnahmen regelt.

Insgesamt stehen im Pensionsbereich der Ferienanlage zwölf Zimmer mit zwei bis drei Betten in einem barrierefreien Massivbau zur Verfügung. Dazu kommen vier Ferienwohnungen mit drei bis vier Betten in einem separaten Ferienhaus, dass sich insbesondere für Bed-and-Bike-Gäste eignet. Bestandteil des von der Gemeinde Kloster Lehnin begleiteten Bebauungsplans ist die Errichtung von fünf zusätzlichen Ferienbungalows für je vier Personen. „Sobald wir Baurecht haben, beginnt der Aufbau“, kündigte Mitinvestor Ungibauer an. Die Ferienanlage am Netzener See, die über den Emster Kanal Zugang zur Havel hat, will sich für die „Gelbe Welle“ empfehlen, dem einheitlichen Informationssystem für wassertouristische Angebote.

In der Freizeitanlage ist noch Platz für fünf neue Bungalows

In der Freizeitanlage ist noch Platz für fünf neue Bungalows.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Um das vom privaten Voreigentümer gekaufte Gesamtobjekt attraktiver zu machen, haben die neuen Besitzer auch die als Klause am See bekannte Gaststätte vom Dach bis zum Fußboden auf Vordermann gebracht. Ein Frühstücksraum und weitere Zimmer wurden in dem Gebäude eingerichtet. Die Gastronomie betreiben die Investoren nicht selbst. Ihre erste Saison als selbstständige Pächter bestreiten in diesem Jahr Ilona Jung und Denny Kniesch. Ein zusätzlicher Koch soll das aus Lehnin stammende Paar bald verstärken. Tochter Jamine ist dagegen für die Rezeption in der Ferienanlage zuständig. Auch der Trechwitzer Lutz Manzke gehört zum Team der Ferienanlage. Der Natur- und Landschaftsführer betreut auf Wunsch thematische Aufenthalte mit Wander- und Radtouren. Gäste können sich Ruderboote ausleihen.

Eine von zwei neuen Steganlagen

Eine von zwei neuen Steganlagen.

Quelle: Frank Bürstenbinder

In der öffentlichen Klause bei Ilona Jung und Denny Kniesch finden bis zu 40 Personen im Innenbereich Platz. Dazu kommt neuerdings ein überdachter Außenbereich. „Wir haben uns auf gut bürgerliche Küche mit Produkten aus der Region eingestellt. Urlauber können wir mit Vollpension anbieten“, berichtet Kniesch. Die Pächter sind auch auf Familienfeiern, Vereinstreffen und sonstige Feierlichkeiten eingestellt. In dieser Woche haben sich die Kloster Lehniner Gemeindevertreter für den Abschluss eines öffentlich-rechtlichen Vertrages ausgesprochen, der unter anderem die Errichtung von Stellplätzen außerhalb des Plangebietes als Längsparkplätze zwischen Grundstücksgrenze und Fahrbahn regeln soll. Außerdem ist es Wunsch der Kommune, dass das Gelände in Trechwitz-Siedlung im Rahmen der allgemeinen Öffnungszeiten für die Öffentlichkeit zugänglich bleibt.

Von Frank Bürstenbinder

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