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Brandenburg/Havel JVA: Dritter Selbstmord in sieben Wochen
Lokales Brandenburg/Havel JVA: Dritter Selbstmord in sieben Wochen
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02:15 24.09.2015
In einem der Hafträume der JVA Brandenburg erhängte sich ein 41 Jahre alter verurteilter Betrüger Quelle: Kerstin Jasinszczak
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Brandenburg an der Havel

In einem Zeitraum von rund sieben Wochen haben sich nun drei Gefangene der Justizvollzugsanstalt Brandenburg an der Havel das Leben genommen. Allein in dieser JVA haben sich in diesem Jahr vier Gefangene erhängt.

Alexander Kitterer, Sprecher im Justizministerium, bestätigte am Montag, dass am vergangenen Donnerstag, den 17. September, erneut ein Strafgefangener in der JVA Brandenburg an der Havel Suizid verübt habe, und zwar mutmaßlich in der Nacht. Denn beim Einschluss am Vorabend sei der Häftling lebend gesehen worden. Auch wenn die Brandenburger Justiz ein Fremdverschulden nach dem bisherigem Ermittlungsstand ausschließt, ermittelt von amts wegen, wie in solchen Fällen üblich, die zuständige Staatsanwaltschaft.

Der Selbstmord von Donnerstag ist bereits der vierte in diesem Jahr in der JVA Brandenburg. Genau eine Woche vor dem letzten Selbstmord hatte sich ein ebenfalls 41 Jahre alter Strafgefangener in seiner Zelle das Leben genommen. Am 30. Juli erhängte sich in seiner Gefängniszelle der 32 Jahre alte Rumäne, der am 5. Juni seine Ex-Partnerin und Mutter seiner beiden Kinder auf dem belebten Vorplatz des Edeka-Marktes in Nord erstochen hatte, an der Kordel seiner Jogginghose. Am 25. März hatte sich der 59 Jahre alte Potsdamer Autohändler Rüdiger W. in der Nacht nach seinem Urteilsspruch ebenfalls in seiner Einzelzelle erhängt.

Seit zweieinhalb Jahren im Gefängnis

Das jüngste Selbstmordopfer in der JVA ist der 41 Jahre alte Dirk E. Das Brandenburger Schöffengerichtes hatte den Maler und Innenausbauer im Juni wegen Betruges und zweier Unterschlagungen zu einer Strafe von einem Jahr und zwei Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt. Allerdings waren noch weitere 20 Strafverfahren anhängig gegen den Mann, der seit April 2013 im Gefängnis sitzt. Zur Frage, ob der Mann einen Abschiedsbrief hinterlassen hat, verweist das Ministerium an die Ermittler.

Entgegen anderslautenden Informationen der MAZ stellt das Brandenburger Justizministerium keine Häufung der Beschwerden von in Brandenburg inhaftierter Männer bezogen auf den Strafvollzug oder die Haftbedingungen in der JVA Brandenburg fest. In diesem Jahr liegen dem Landtag aus der JVA Brandenburg demnach sieben Petitionen vor, landesweit sind es laut Kitterer 50. Somit sei die Zahl der Petitionen nicht auffällig erhöht. Auch die Zahl der Beschwerden sei nicht auffällig, daraus ließen sich keine Rückschlüsse auf eine mögliche Verschlechterung der Bedingungen ziehen.

Von Jürgen Lauterbach

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