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Brandenburg/Havel Jahrtausendbrücke bald für Autoverkehr offen?
Lokales Brandenburg/Havel Jahrtausendbrücke bald für Autoverkehr offen?
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18:45 29.09.2016
Vielleicht fahren hier neben Bahnen und Fahrrädern bald auch wieder Autos über die Jahrtausendbrücke. Quelle: Heiko Hesse
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Brandenburg/H

Nachdem, wie am Donnerstag berichtet, die Mehrheit der SVV dem Ansinnen der SPD nicht gefolgt war, den geplanten Verkauf des Packhofgeländes und die Einleitung eines Bauleitplanverfahrens für vier Wochen auszusetzen, um eine Reihe anstehender Fragen zu beantworten, fand sich am Mittwochabend wie erwartet eine Mehrheit, die den Beschlussvorschlag der Stadtspitze unterstützte. Allerdings wurde das Papier durch eine Reihe von Ergänzungen erweitert, die die CDU erarbeitet hatte und die von AfD und BüfüBü unterstützt werden.

So heißt es dort etwas schwammig, es solle „mit dem Investor über die Möglichkeit zur Durchführung eines Architektenwettbewerbs beraten werden“, außerdem solle der Wellnessbereich so dimensioniert werden, dass neben den Hotelgästen auch ein zusätzliches Angebot für Tagesgäste geschaffen werde.

Einig waren sich die Stadtverordneten, dass grundlegende Fragen, also, wie der zusätzliche Verkehr im Quartier geführt werden soll und wie der ruhende Verkehr organisiert wird, noch unbeantwortet sind. Herbert Nowotny, der als einziger noch in der SVV verbliebene FDP-Vertreter bei der Investoren-Vorauswahl das gleiche Stimmrecht hatte wie beispielsweise die CDU oder SPD, gab in dem Zusammenhang zu bedenken, dass das von ihm nachdrücklich unterstütze Projekt noch scheitern könne, wenn das Verkehrsproblem nicht gelöst werde.

Offensichtlich ist man in der Stadtspitze durchaus bereit, auch bisher ausgeschlossene Lösungen zu prüfen, um für eine verkehrliche Entlastung auf dem Packhof zu sorgen. Verwaltungssprecher Jan Penkawa erklärte am Rande der SVV, man wolle die Möglichkeit der Öffnung der Jahrtausendbrücke prüfen, um den Auto-Verkehr vom oder zum Packhof über die Altstadt zu ermöglichen. Tatsächlich fuhren früher in der Ritterstraße Autos.

Im Ergänzungsantrag nennt sich das „Anpassung der Verkehrsuntersuchung für das Packhofquartier.“ In dem Zusammenhang soll aber auch geprüft werden, wie die Verkehrssituation für Radfahrer und Fußgänger verbessert werden kann und was die Einrichtung eines regelmäßigen Linienschiffsverkehrs bringt.

Bürgermeister Steffen Scheller (CDU) versicherte wiederholt, dass die Verwaltung wisse, dass das Verkehrsproblem gelöst werden müsse. Im Beschluss steht auch der Passus, dass die Stadt mit dem Investor auch über Alternativen zum Standort des geplanten Parkhauses „beraten“ will.

Von Benno Rougk

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