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Brandenburg/Havel Jeder hat eine Stimme zum Packhof
Lokales Brandenburg/Havel Jeder hat eine Stimme zum Packhof
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10:46 22.07.2017
Kinder, Jugendliche, Familien und auch Senioren nutzen derzeit den Packhof zu unterschiedlichen Zeiten jeweils auf ihre Weise. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Brandenburg/H

Wie soll die wichtigste verbliebene innerstädtische Entwicklungsfläche – der Packhof – künftig aussehen, wie kann sie genutzt werden, wie kann man sie erreichen?

Ja oder Nein ist zu wenig

Alle diese Fragen werden bei der offiziellen Einwohnerbefragung, welche die Stadtverordneten mehrheitlich beschlossen haben, weder gestellt noch beantwortet. Offiziell gefragt wird nur: „Sind sie dafür, dass auf dem Packhofgelände neue Wohnungen, ein 4-Sterne-Hotel mit öffentlich zugänglichem Wellnessbereich sowie ein Parkhaus für das Quartier errichtet werden soll?“ Die Brandenburger dürfen nur mit „Ja“ oder „Nein“ zum Vorhaben eines Projektentwicklers antworten. Alternativen sind nicht zugelassen.

Fallstricke der offiziellen Einwohnerbefragung

Zudem enthält die Fragestellung immer noch Fallstricke: Sollte beispielsweise eine Mehrheit die Frage bejahen, könnte es passieren, dass das Parkhaus noch viel größer wird als angenommen. „Parkhaus für das Quartier“ – heißt nämlich nicht nur für die möglicherweise entstehenden Neubauten, sondern auch für alle Anlieger der Packhof-, Eichamt- oder Hammerstraße. Dort wird kein Parken auf den Straßen mehr möglich sein, wenn ungleich mehr Verkehr durchgeschleust werden muss. Möglicherweise nimmt das Parkhaus auch die potenzielle Kundschaft für die Hauptstraße auf, wenn diese irgendwann belebt wird.

Eigentum oder Miete

Bis vor zwei Jahren galt noch das so genannte moderierte Strukturkonzept, das im Wesentlichen ein abschnittsweises Bebauen von Baufeldern vorsah, welche am Ende ein stimmiges Ganzes ergeben. Es hätte Fördermöglichkeiten im Sanierungsgebiet gegeben, sogar ein Konzept des Versorgens aus erneuerbaren Energien wäre eine Option gewesen. Der damals zuständige Baubeigeordnete Michael Brandt (CDU) hatte das Konzept auf eine einfache Formel gebracht: „Bauen wir Wohnungen für die Chefärzte von heute oder für die Oberärzte von morgen?“ Dahinter steckte die Frage, was die Stadt noch braucht, woran es mangelt. Also hochwertiger Wohnraum, als Eigentum oder zur Miete. Idealerweise von Brandenburgern und von Zuziehenden, die sich Berliner und Potsdamer Preise nicht mehr leisten wollen, aber durchaus 600 bis 1200 Euro Miete ausgeben. Die Außenflächen des Packhofes sollten offen und grün bleiben sowie weitgehend öffentlich zugänglich.

MAZ-Umfrage mit vier Fragekomplexen

Es gibt also vielfältige Möglichkeiten, das vier Hektar große Grundstück zu entwickeln. Wir wollen es deshalb nicht bei einer Ja/Nein-Frage belassen, sondern haben vier Fragenkomplexe mit verschiedenen Antwortmöglichkeiten online gestellt. Was wir wollen, ist ein differenzierteres Meinungsbild, das idealerweise Grundlage einer neu einsetzenden öffentlichen Diskussion sein kann. Die Umfrageergebnisse werden in Verbindung mit einer möglichst hohen Beteiligung immer repräsentativer. Deshalb bitten wir Sie, liebe Leser, um eine rege Teilnahme an unserer
Online-Umfrage
. Weil wir Ihnen eine Stimme geben wollen.

Von André Wirsing

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