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Jedes Jahr sinkt Arbeitslosigkeit um 1 Prozent

Brandenburg an der Havel Jedes Jahr sinkt Arbeitslosigkeit um 1 Prozent

Die Entwicklung der amtlich registrierten Arbeitslosigkeit im Monat Dezember in Brandenburg/Havel und der Umgebung folgt dem allgemeinen Trend in ganz Deutschland. Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist auch in der heimischen Region zum Jahresende leicht gestiegen.

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Quelle: Patrick Seeger

Brandenburg/H. Die Entwicklung der amtlich registrierten Arbeitslosigkeit im Monat Dezember in Brandenburg/Havel und der Umgebung folgt dem allgemeinen Trend in ganz Deutschland. Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist auch in der heimischen Region zum Jahresende leicht gestiegen.

In der Stadt Brandenburg und den umliegenden Gemeinden waren 4586 Bürger arbeitslos registriert, 135 mehr als im November. Das entspricht einer aktuellen Quote von 7,8 Prozent, was 0,2 Prozent mehr ist als im Monat zuvor. Innerhalb der Stadtgrenzen von Brandenburg/Havel ist das Bild ähnlich und zeigt ebenfalls einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit, wie in den Dezembermonaten früherer Jahre.

In der Stadt sind 2643 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 31 mehr als im November. Die Quote ist daher um 0,1 Prozent auf 9,1 Prozent gestiegen, wie Jobcenter-Geschäftsführer Michael Glaser am Mittwoch berichtete. „Der Zugang an Arbeitslosen ist nicht dramatisch, die Entwicklung bleibt stabil“, versicherte Glaser. Im Dezember sei die Nachfrage von Arbeitgebern saisonbedingt nicht so stark gewesen.

Die aktuellen Werte ändern wenig am Gesamtbild, das sich bei der Betrachtung der vergangenen Jahren ergibt. Seit 2014 sinkt die Arbeitslosenquote in Brandenburg/Havel und auch in der näheren Umgebung jedes Jahr um etwa ein Prozent.

Im Dezember 2014 wurde in Brandenburg/Havel ein Anteil von 12,5 Prozent Arbeitslosigkeit registriert, der über die Jahre auf 9,1 Prozent gesunken ist.

Drei Gründe macht der Brandenburger Jobcenter-Chef aus. An erster Stelle nennt er die „hervorragende Arbeitsmarktlage“ und die demografische Entwicklung, also den Umstand, dass die Bevölkerungszahl sinkt. Eine Rolle spiele zudem, dass das Jobcenter Organisationsabläufe effizienter gestalte und auf manchen Gebieten eigene Wege gehe. Das gilt insbesondere für die Vermittlung langzeitarbeitsloser Bürger der Stadt. Deren Zahl sei in den vergangenen drei Jahren seit Dezember 2014 um etwa 600 auf rund 1400 gesunken.

Allerdings wird es Glasers Angaben zufolge inzwischen immer schwieriger, Menschen in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln, die schon lange ohne Job sind.

Im Verlaufe des Jahres 2015 war es dem Jobcenter der Stadt den Angaben zufolge gelungen, 387 Frauen und Männer in reguläre Arbeit zu vermitteln. In gerade abgelaufenen Jahr schafften 315 Stadtbürger den Sprung aus der Langzeitarbeitslosigkeit in reguläre Beschäftigung. Früchte tragen die Bemühungen, auch Menschen wieder in Arbeit zu bringen, die älter als 50 oder sogar 55 Jahre sind. Die Vermittlungserfolge liegen laut Jobcenter mit knapp 15 Prozent höher als andernorts.

Weniger erfolgreich ist die prozentuale Senkung der Jugendarbeitslosigkeit. 212 Bürger unter 25 sind in Brandenburg/Havel ohne Job.

Die Zahl der Hartz-IV-Haushalte (Bedarfsgemeinschaften) ist im vergangenen Jahr in Brandenburg/Havel um 200 auf rund 5600 gesunken. Der Staat bringt für sie in jedem Monat etwa 4,8 Millionen Euro auf, also knapp 60 Millionen Euro im Jahr.

Von Jürgen Lauterbach

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