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Brandenburg/Havel Landtagspräsident kehrt an alte Arbeitsstätte zurück
Lokales Brandenburg/Havel Landtagspräsident kehrt an alte Arbeitsstätte zurück
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00:47 14.08.2014
In der Perspektivfabrik probiert sich Landtagspräsident Gunter Fritsch beim Bogenschießen aus. Quelle: F. Bürstenbinder
Mötzow

Die Limo wird mit Nuggets bezahlt, die Bar heißt Saloon, gesungen wird von der wilden Lilly und Cowboy Jim und Fremde werden mit dem Indianergruß „Howgh“ willkommen geheißen. Für zwei Wochen ist alles anders in der Perspektivfabrik in Mötzow. Benachteiligte Kinder aus ganz Deutschland machen sich nach dem Vorbild von Karl May auf die Suche nach dem Schatz im Beetzsee.
In der Regel können sich die Familien der Mädchen und Jungen keinen Urlaub leisten. Deshalb springt die Henry-Maske-Stiftung mit dem CVJM-Ostwerk ein. In der gemeinsam getragenen Perspektivfabrik erholen sich derzeit 140 Kinder vom Alltag. „Die meisten von ihnen kommen über Sozialeinrichtungen, Vereine, den Kinderschutzbund und die Deutsche Fernsehlotterie nach Mötzow“, berichtet Perspektivfabrik-Geschäftsführer Andreas Erhard, der seine Zivilkleidung gegen ein Häuptlingskostüm getauscht hat. Große Firmen unterstützen als Sponsoren die Ferienfreizeiten.

Am Montag besuchte Landtagspräsident Gunter Fritsch (72) den CVJM und das traditionsreiche Freizeitareal am Beetzseeufer. Dieser hat nämlich die Schirmherrschaft über ein neues gemeinnütziges Projekt übernommen. Es heißt „Freizeitpate 2014“. Im Kern geht es darum mit einer einmaligen Spende von 50 Euro noch mehr Kindern zu einer Auszeit während der Ferien zu verhelfen. „Ich habe gerne die Schirmherrschaft übernommen, weil mich das Gelände an meine eigenen Aufenthalte erinnert. Das war Ende der 60er- Jahre. Damals habe ich als Student am Aufbau des Hauses am See unter der Regie von Georg Jagdhuhn mitgeholfen“, erinnert sich Fritsch.

Vom Ziegeleihof zur Perspektivfabrik

Gunter Fritsch ist Schirmherr der Aktion „Freizeitpate 2014“. Wer sich für eine Spende über 50 Euro entschließt, bekommt Urlaubspost von dem Kind, dem die Ferienfreizeit ermöglicht wurde. Details über die Spendenmöglichkeiten im Internet unter www.cvjm-ostwerk.de
Das CVJM-Ostwerk gehört zum Christlichen Verein Junger Männer, dem mit 2200 Vereinen größten ökumenischen Jugendverband in Deutschland. Im Landesverband Berlin-Brandenburg gibt es 23 Ortsvereine.
Das „Haus am See“ war ab 1950 aus der Domstiftsziegelei entstanden. Junge Christen machten unter Leitung von Georg Jagdhuhn aus dem alten Ziegeleihof eine Begegnungsstätte, in der das Evangelische Jungmännerwerk eine wichtige Arbeit für Kinder, Jugendliche und Familien leistete. 1994 übernahm das CVJM-Ostwerk die Trägerschaft.

Der Landtagspräsident brachte einen weiteren Zeitzeugen mit: Dietmar Löwendorf (71). Er war schon Jahre zuvor mit der Jungen Gemeinde Babelsberg auf dem Gelände der einstigen Domstiftsziegelei dabei, um eine kirchliche Freizeitstätte zu errichten. „Wir waren dem sozialistischen Staat ein Dorn im Auge. Aber wir haben immer weitergemacht“, berichtet der in Berlin lebende Löwendorf.
Gemeinsam informierten sich Fritsch und Löwendorf über die Entwicklung in der Perspektivfabrik, die in der DDR als Haus am See mit seinen Rüstzeiten bekannt war. Bis auf zwei Bungalows, für die die Bodenplatten gegossen sind, haben die Bautätigkeiten ein Ende gefunden. Das neue Mehrzweckgebäude mit der Turnhalle erfreut sich großer Beliebtheit. „Auch private Familien können sich bei uns einmieten. Wir richten sogar Hochzeitsfeiern aus“, informierte Claus Hassing, Leiter des CVJM-Ostwerkes Berlin-Brandenburg.
Dank der Modernisierung und Erweiterung kann die Perspektivfabrik ganzjährig Gäste aufnehmen. Derzeit sind es etwa 20 000 Übernachtungen im Jahr.

Von Frank Bürstenbinder

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