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Joe Carpenter ist ein Sänger mit vielen Träumen

Mit Joe Carpenter in den Sommer Joe Carpenter ist ein Sänger mit vielen Träumen

Joe Carpenter lacht gern, hat jetzt eine Facebook-Seite und würde gerne eine eigene Radio-Station für das Havelland betreiben. Gerade feilt der sympathische Sänger aus Rathenow an seinem nächsten Sommerhit. In einem Interview hat Carpenter der Märkischen Allgemeinen noch viel mehr verraten.

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Joe Carpenter

Quelle: Privat

Brandenburg. Er singt von Freiheit, Träumen, Leidenschaft – und manchmal von der Südsee. Der gebürtige Rathenower Joe Carpenter gehört zu den bekanntesten Sängern in der Region. Mit seinen Songs wie „Alles andere findet sich“ und „Verlier’ Dein Lachen nicht“ mischt er die Hitparaden im Radio auf. Im MAZ-Interview spricht Joe Capenter erstmals über seine aktuellen Musikpläne, Lust und Last der neuen Medien und seinen Traum von einem eigenen Sender für das Havelland.

Joe, der legendäre Sommerhit „Südsee“, die Ode an Stahl, Acapulco-Strand und Fritze Bollmann, liegt elf Jahre zurück. Wann können sich Ihre Fans wieder auf einen sommerlichen Ohrwurm freuen?

Joe Carpenter : Ich feile gerade im Studio an Text und Musik. In wenigen Tagen wird der Song perfekt sein. „Endlich wieder Sommer“ soll gute Laune und Lust auf die warme Jahreszeit machen. Wenn wir schon bei neuen Projekten sind: Ich denke bereits an den Winter mit einer Single zur Weihnachtszeit.

Wo verbringen Sie im Sommer Ihren Urlaub? Ihr Lied „Ans Meer“ lässt nicht auf eine Klettertour schließen.

Carpenter: Dieses Lied spiegelt meine Seele wieder. Ich liebe die Ostsee. Jedes Jahr geht es auf die Insel Poel, wo ich fast jeden Strauch kenne. Ich hätte gerne ein Wohnmobil vor der Tür stehen, um schnell mal an den Strand zu fahren. Aber mal ehrlich, auch unser Havelland ist ein schönes Fleckchen Erde, wo man das Leben genießen kann.

Was bedeutet für Sie persönliche Freiheit?

Carpenter: Ich verbreite in meinen Liedern keine politischen Botschaften. Mein Publikum will ich dazu ermuntern, sich Lebensträume zu bewahren, die Zeit zu genießen und sich auch durch Verluste nicht unterkriegen zu lassen. Das ist meine Art von Freiheit, mit der ich mich durch das Leben schlage.

Sie sind ein bodenständiger Musiker und Sänger geblieben. Sie geben zweistündige Konzerte, treten aber auch im Autohaus oder in einer Gartensparte auf. Auf Ihrer Homepage ist sogar die private Handy-Nummer angegeben.

Carpenter: So lange es geht, möchte ich selbst erreichbar sein. Es gibt keinen Manager. Den Erfolg organisiere ich mir selbst. Das ist manchmal eine schmale Gratwanderung, doch der direkte Kontakt zu meinen Fans ist mir wichtig.

Das kann auch via Facebook sein. Zunächst waren Sie von dem sozialen Netzwerk nicht begeistert. . .

Carpenter: Ich mache seit über 30 Jahren Musik. Das geht auch ohne Facebook weiter, hatte ich geglaubt. Doch Freunde belehrten mich eines besseren. Nirgends erreicht man so schnell so viele Leute wie im Netz. Also habe ich mir eine Facebook-Seite anlegen lassen. Heute bin ich froh darüber. Mit privaten Stellungnahmen zu allen möglichen Themen halte ich mich allerdings zurück. Die Freude über musikalische Erfolge teile ich dagegen gern.

Twittern Sie auch?

Carpenter: I wo. Ich bin froh, dass ich meine E-Mails verwalten kann. Im übrigen bin ich auch kein Smartphone-Junkie. Ich behaupte, neue Medien können auch krank machen. Ich möchte meinen Kopf lieber frei halten.

Aber Sie sind Radio-Freak. Wie wichtig sind Ihnen die Platzierungen in Ihren Leib- und Magen-Sendern?

Carpenter: Die sind mir natürlich nicht egal. Alles andere wäre gelogen. Ich bin schon stolz darauf, wenn sich die eigenen Lieder über Wochen auf den vorderen Plätzen in den Hitparaden von Antenne Brandenburg oder beim MDR Sachsen-Anhalt halten. Erst recht freue ich mich, wenn Musikredakteure von der Küste oder aus Süddeutschland Songs von einem Rathenower auflegen.

Wann reicht die Karriere bis zum Sprung in die Liga der Profis, die von ihrer Musik leben können?

Carpenter: So weit ist es noch nicht. Ich bin gelernter Verwaltungsfachangestellter und gehe meiner Arbeit in der Kreisverwaltung in Rathenow nach. Es bleibt mein großer Traum mich eines Tages selbstständig zu machen.

Warum ist noch niemand auf die Idee gekommen einen lokalen Radiosender zu betreiben?

Carpenter: Falsch. Die Idee habe ich lange. Sogar der Name steht: Havel-Radio, ein Sender für Rathenow, Brandenburg und Nauen. Auch so ein Traum, der mir nicht aus den Kopf gehen will. Mal sehen, was die Zukunft noch bringt.

Sie sind schon lange im Musikgeschäft, sollen aber immer noch unter Lampenfieber leiden.

Carpenter: Vor jedem Auftritt habe ich eiskalte Hände . Und das ist gut so. Ohne Lampenfieber erreicht man als Künstler schnell die Stufe der Abgebrühtheit und Arroganz. Am besten man denkt nicht viel darüber nach. Ran ans Mikro, durchatmen, Titel ab – der Rest kommt von selbst.

Als es bei einem Aprilscherz der MAZ um die angebliche Versteigerung der Beetzsee-Insel Acapulco ging, habe Sie sich ohne zu zögern zitieren lassen. Woher nehmen Sie Ihren Humor?

Carpenter: Ich bin ein humorvoller Mensch und lache gern mit anderen Leuten. Gemeinsam lachen zu können, gehört zur Freiheit wie ich sie mag.

Von Frank Bürstenbinder

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