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Brandenburg/Havel Jubel in Deetz: Gesundheitshaus wird gefördert
Lokales Brandenburg/Havel Jubel in Deetz: Gesundheitshaus wird gefördert
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06:15 19.05.2016
Die Container kommen weg: Vereinspräsident Dennie Rufflett (l.) und Bürgermeister Reth Kalsow vor dem Deetzer Sporthaus. Quelle: Claudia Nack
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Deetz

Große und kleine Sportler, Fans und Kommunalpolitiker sind glücklich: Der Zuwendungsbescheid für das Deetzer Gesundheitshaus ist da. Der rund 407 000 Euro teure Ersatzneubau am Parkstadion wird auf Empfehlung der Lokalen Aktionsgruppe „Fläming-Havel“ über das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung mit 305 000 Euro aus dem Leader-EU-Topf gefördert.

Den Eigenanteil übernimmt die Gemeinde Groß Kreutz (Havel) mit Hilfe des Strukturfonds, den der Betreiber der nahen Bauschuttdeponie jährlich an die beiden betroffenen Kommunen auszahlt. Der Verein bringt sich mit Eigenleistungen ein. „Der jahrelange Kampf hat sich gelohnt“, sagt Dennie Rufflett, der von Anfang an Präsident des 1998 gegründeten und rund 230 Mitglieder zählenden FC Deetz ist. Vor allem der nimmermüde Chris Rappaport vom Vorstand hatte sich um Fördermittel bemüht. Rückendeckung gab auch der Ortsbeirat.

„Mit dem Neubau verbessern sich nicht nur die Bedingungen für den FC Deetz, sondern auch andere Sportgruppen, Kita und Vereine aus dem Ort erhalten die Möglichkeit, sich zu betätigen und das Dorfleben wird aktiviert“, betont Bürgermeister Reth Kalsow. Der etwa 260 Quadratmeter große Massivbau schließt sich an den 2005 errichteten Erweiterungsbau an und wird 5,60 Meter länger als der jetzige marode Containertrakt. Vorgesehen sind ein großer Vereinsraum von knapp 82 Quadratmeter, drei Umkleiden mit zwei Sanitärbereichen, Lager, Trockenraum und eine kleine Küche. Die Vorplanung stammt von der Wusterwitzer Planerin Monika Siemer.

Rund 230 Mitglieder

Der FC Deetz hat derzeit rund 230 Mitglieder zwischen 5 und 70 Jahren. Sie kommen aus Deetz, umliegenden Dörfern und sogar aus den Städten Werder und Brandenburg/Havel.

Stärkste Abteilung ist der Fußball von den Alten Herren bis zu den Bambini mit insgesamt elf Team. Davon sind 100 Nachwuchs-Kicker. Außerdem werden Gymnastik, Volleyball, Dart, Tischtennis und Skat angeboten. Seit September vorigen Jahres gibt es Kita-Tanzen, um wieder eine Cheerleadergruppe aufzubauen.

Seit 2012 besteht eine Kooperation mit der „Lebenhilfe für Menschen mit geistiger Behinderung“, die alle zwei Wochen zum Fußball-Training kommen und einmal im Jahr ein großes Turnier durchführen. Das nächste am 25. Juni.

Auf einem früheren Acker an der Schmergower Straße ist seit 1998 eine wunderschön gepflegte Anlage mit zwei Großspielfeldern, einem Kleinspielfeld und einer Streetsoccer-Anlage entstanden.

Die vor 15 Jahren vom Entsorger Meab günstig erworbenen gebrauchten Raumzellen, die damals schon zwei Jahrzehnte auf dem Buckel hatten, kommen weg. „Die Decke ist marode, teilweise regnet es durch, in der Dusche lösen sich Fliesen, aber vor allem reicht der Platz nicht aus“, beschreibt Rufflett die jetzige Situation. Eine Umkleide muss derzeit als Lager herhalten. Daher entsteht noch in diesem Jahr im rückwertigen Bereich ein Nebengebäude für Equipment und Geräte, das Sportler und helfende Eltern in Eigenleistung errichten wollen. „Wir haben etliche Handwerker in den eigenen Reihen“, erklärt Rufflett, der selbst gelernter Tiefbauer ist.

Um keine Winterbaustelle zu haben, soll laut Kalsow mit dem Hauptgebäude erst im Frühjahr 2017 begonnen werden. Er rechnet Ende dieses Jahres mit der Ausschreibung. Förderbedingung sei zuvor ein Architektenwettbewerb für die Ausführungsplanung. Für Baugenehmigung, die seit Herbst 2014 vorliegt, und Statik war die Gemeinde mit 30 500 Euro in Vorleistung gegangen. Der Verein hat über Fans, Freunde und Sponsoren mehr als 21 000 Euro für das Sporthaus zusammenbekommen, die in Außenanlage, Anbau und Einrichtung fließen sollen. „Toll, dass so viele Leute hinter unserem Verein stehen“, sagt Rufflett. Allein Heinz Henschel, der bis 1952 in Deetz Fußball spielte und seitdem in Bremen lebt, hat 15 000 Euro für dieses Projekt gespendet. Er sei und bleibe nun einmal Deetzer.

Von Claudia Nack

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