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Keine Sanierung: Wusterau bleibt menschenleer

Fehlende Förderung Keine Sanierung: Wusterau bleibt menschenleer

Kein Geld und keine Förderperspektive: Die schadstoffverseuchte Halbinsel Wusterau in Kirchmöser bleibt auf unbestimmte Zeit unsaniert und für die Öffentlichkeit gesperrt. Der Masterplan sieht eine Bearbeitung zwar vor. Doch ist Papier bekanntlich geduldig.

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Kein schöner Ort: Der verseuchte Verbrennungsplatz auf der Wusterau

Quelle: Heike Schulze

Kirchmöser . Kein Geld und keine Förderperspektive. Die schadstoffverseuchte Halbinsel Wusterau bleibt auf unbestimmte Zeit unsaniert und für die Öffentlichkeit gesperrt, wie die Verwaltung einräumt. Der Masterplan sieht eine Bearbeitung zwar vor. Doch ist Papier bekanntlich geduldig.

„Die Bemühungen der Stadtverwaltung zur Fördermittelakquise für die Sanierung von weiteren Altlasten verliefen bisher aufgrund fehlender Förderprogramme ergebnislos“, erklärt die Fachgruppe Umwelt und Naturschutz . Auch das Land Brandenburg habe keine Fördermöglichkeiten für die Altlast in Aussicht gestellt, heißt es.

Bemühen bisher ergebnislos

Bekanntlich ist die ehemals beliebte Ausflugs- und Badeinsel Wusterau seit mehr als 15 Jahren für die Öffentlichkeit gesperrt. In der Regel darf nur ein Bauer zur Mahd die Halbinsel betreten. Denn dort wurden bei der Altlastenuntersuchung im Jahr 2001 sehr hohe Belastungen mit giftigem Quecksilber und Kupfer festgestellt.

Ursache der Bodenverseuchung ist die Nutzung der Halbinsel als Verbrennungs- und Sprengplatz der Munitionsfabrik im Ersten Weltkrieg. Die höchsten Belastungen befinden sich im Bereich des so genannten Verbrennungsplatzes, dem verödeten Gebiet um das Denkmal für die auf der Halbinsel verscharrten Zwangsarbeiter.

Die Stadtverordneten hatten zuletzt 2009 eine Machbarkeitsstudie zur Öffnung oder Teilöffnung der Halbinsel Wusterau erarbeiten lassen. Die folgende Studie kam aufgrund der naturschutzrechtlichen Belange und der nicht vorhandenen Finanzmittel für eine Altlastensanierung zu dem Ergebnis, dass eine Öffnung der Halbinsel für einen umfangreichen Besucherverkehr nicht möglich ist, auch wenn in analysierten Grasproben keine auffälligen Gehalte an Quecksilber ermittelt wurden.

2009 gab es eine Machbarkeitsstudie

Die im überarbeiteten Masterplan angestrebte Sanierung des Bodens am Verbrennungsplatz habe nicht realisiert werden können, berichten die städtischen Umweltschützer. Wörtlich heißt es: „Die Haushaltssituation erlaubt nur die Realisierung dringenderer Altlastenmaßnahmen zur Abwehr von Gefahren für die menschliche Gesundheit.“

Der Zustand des verwitterten Obelisken mit den abgefallenen Namenstafeln, die an die Kriegstoten erinnern, konnte laut Verwaltung ebenfalls „leider nicht verbessert werden“. Auch die Ornamenttafeln wurden aus finanziellen Gründen noch immer nicht aufgearbeitet. In der Reihenfolge sollen erst die Altlasten saniert und dann das Denkmal bearbeitet werden.

Von Jürgen Lauterbach

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