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Brandenburg/Havel Jugendfeiern für Generationen
Lokales Brandenburg/Havel Jugendfeiern für Generationen
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00:17 11.05.2017
Hunderte Jugendliche und ihre Gäste versammelten sich am Samstag im Audimax der Technischen Hochschule zu Jugendfeiern. Quelle: Foto: Volkmar Maloszyk
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Brandenburg/H

FEIER wird beim Humanistischen Regionalverband Brandenburg /Belzig groß geschrieben. Etwa 360 Schülerinnen und Schüler der achten Klassen nahmen im April und am Samstag an den festlichen „JugendFEIERN“ teil.

Bereits vor dem Audimax der Technischen Hochschule herrschte große Aufregung. Eltern, Großeltern, viele mit Blumen in den Händen, warten auf den Einlass. Und dann kommen sie in Zweierreihen, laufen durch den Saal, etwas braver als sonst im Alltag. Allen Achtklässlern ist anzumerken, dass dies ein besonderer Tag in ihrem Leben bleiben wird. Und ein aufregender dazu. Die Jungen im Anzug, sogar mit Schlips und Kragen, die Mädchen mit hohen Absätzen, ein wenig unsicher, damit nicht zu stolpern, kunstvoll hochgesteckte Locken, Kleider mit Spitze. Fotoapparate blitzten.

Ein Fest und ein fröhlicher Tag

Axel Krause, Leiter des Humanistischen Regionalverbandes, ist nach den drei Jugendfeiern am Sonnabend etwas erschöpft, aber stolz: „Wir freuen uns, dass wir diese Tradition der Jugendweihe erhalten haben. Diesen wichtigen Schritt der 14-jährigen vom Kind ins Erwachsenenalter. Und wir finden es wichtig, auch eine Festrede in die Feier zu integrieren.“ Aber Axel Krause betonte auch, dass es vor allem eine Party wäre, ein fröhlicher Tag.

Da kommen bei dem 90-minütigen Programm alle Generationen auf ihre Kosten. Die Großeltern freuen sich über die Sketche der DDR-Fernsehkomiker Herricht und Preil (Theatergruppe Lucas & Tobi), die Eltern wippen mit bei Dirty-Dancing-Klängen (die Showtanztruppe Les Copains de Danse begeisterte besonders zum Abschluss der Feier), Jung und Alt bewundern den Rock’n’Roll der Gruppe „The Schimmler“.

Festlich: Die Jugendfeier im Audimax. Quelle: Volkmar Maloszyk

Immer wieder dominiert im Gespräch das Wort Tradition. Schließich erinnern sich viele Eltern noch an ihre Jugendweihe. Aber das Politische damals in der DDR? Und das als Tradition fortsetzen? Mit der Beantwortung dieser Frage haben die meisten keine Schwierigkeiten. „Das Wichtigste ist doch, damals wie heute, diesen Tag als einen würdigen zu feiern. Egal ob Jugendfeier oder Konfirmation“, sagt Angelika Büchner, Großmutter von Alyssa Mehno, Schülerin der Oberschule Nord. „Es ist einfach ein schönes Ereignis im Leben unserer Enkelin und damit für unsere Familie.“

Für die Familie ein Großereignis

Die Bedeutung der Familie als Mittelpunkt im Leben der Jugendlichen betont auch Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) in ihrer Festrede. Gerade in dieser Zeit, wo die Jungen und Mädchen mehr Verantwortung für ihr Leben übernehmen, die Orientierung für den späteren Beruf, die Suche nach Werten, sei die Familie wichtig. „Denn es wird nicht nur Spaß im Leben geben, sondern vieles abverlangt werden“, so Tiemann.

Axel Krause weiß, dass die Zahl der Teilnehmer für die Jugendfeiern stetig wächst. „Es ist ein Ritual geblieben.“ Familientradition sei wieder gefragt. Den Feiern gehen Veranstaltungen voraus, in denen die jungen Menschen mit Geschichte und Alltag konfrontiert werden. Der Spaß am Leben kommt auch da nicht zu kurz, was eine liebevoll gestaltete Fotopräsentation im Festsaal beweist. „Jugend ist etwas Besonderes. Genießt die schöne Zeit“, rät die Bürgermeisterin.

Von Brigitte Einbrodt

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