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Jugendfeuerwehr feiert runden Geburtstag

Brandenburg-Göttin Jugendfeuerwehr feiert runden Geburtstag

Ein bunter Zug durch die Gemeinde hat sich durch Göttin (Brandenburg an der Havel) geschlängelt. Das Dorf feierte mit Umzug und großem Fest das 25-jährige Bestehen seiner Jugendfeuerwehr. Für manchen Besucher gab es dabei berührende Momente.

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Posen vor der Technik: Göttins Jugendfeuerwehr macht es sich für das Foto gemütlich.

Quelle: Jürgen Krumnow

Göttin. „Nimmst du mich mit?“, fragte eine am Straßenrand stehende Frau in der Bluse der Feuerwehr einen Autofahrer. „Ich kann schlecht laufen, aber ich will zum Festplatz.“ Kaum war Erika Karge eingestiegen, zog die Göttiner Jugendfeuerwehr mit fünf Jugendwehren aus fünf Ortsteilen hinter dem Spielmannszug her zum Festplatz. Das war der Mittelpunkt des kleinen Festes aus Anlass des 25-jährigen Bestehens der Göttiner Jugendfeuerwehr am Samstag.

Dort sah die 78-Jährige Erika Karge mit der Ehrennadel für 50-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr an der Bluse wieder einmal alle versammelt, mit denen sie sich schon immer verbunden fühlt. Zu ihnen gehörte der 15-jährige Lorenz Bungerz, der schon seit fünf Jahren der Jugendfeuerwehr angehört und bald den großen Schritt in den Kreis der Aktiven gehen wird. Durch Freunde zur Göttiner Feuerwehr gekommen zählt der Neuntklässler zum Kreis der derzeit 19 Jugendlichen der Göttiner Jugendwehr, der die sechs kindlichen Löschzwerge noch längst nicht gehören.

Der Zug führte durch den Ort

Der Zug führte durch den Ort.

Quelle: Jürgen Krumnow

Für Lorenz ist die Perspektive klar. „Wenn es sich mit meiner Ausbildung vereinbaren lässt, werde ich bei der Feuerwehr bleiben. Das macht richtig Spaß. Ich habe hier mit einer anspruchsvollen Technik zu tun, und wenn ich mir vorstelle, dass Menschen auf uns angewiesen sind und wir helfen können, ist das ein gutes Gefühl.“

Das hört Jugendwart Michael Steinke gern, der wie Lorenz als Zehnjähriger zur Göttiner Jugendwehr gekommen ist. „Wir brauchen motivierte Jugendliche und bemühen uns um eine interessante Freizeitgestaltung. Begonnen wird mit 70 Prozent Spaß und 30 Prozent Ausbildung. Später verändert sich das Verhältnis“, sagte er. „Dann hört der Spaß auf, und der Ernst kommt“, erklärt Wehrführer Bernd Karge. Die Formulierung „Spaß beenden, der Ernst kommt“ geht auf den Kameraden Hofreiter mit dem Vornamen Ernst zurück, bei dessen Erscheinen im Gerätehaus unter den Kameraden so geflachst wurde.

Mit Musike vorneweg marschiert es sich einfach besser

Mit Musike vorneweg marschiert es sich einfach besser.

Quelle: Jürgen Krumnow

Der 55-jährige Bernd Karge war der erste Jugendwart der Jugendfeuerwehr, die in Göttin auf Initiative des damaligen Wehrführers gegründet worden war. Für den jungen Bernd Karge, der inzwischen selbst über 40 Jahre zur Feuerwehr gehört, war ein Leben ohne Feuerwehr wohl nicht vorstellbar. Jedenfalls nicht bei den Eltern, die nach der Arbeit die Feuerwehr immer auf den ersten Platz setzten.

„Noch in den neunziger Jahren bin ich bei Alarm aus dem Haus gerannt und habe schon mal das Tor aufgemacht“, erzählte Erika Karge am Abend, als sie sich beim Fest in der Dorfmitte um den Vertrieb der Getränkebillets kümmerte.

Zuvor hatte sie bei den Wettkämpfen der sechs Jugendwehren ihren Mädchen und Jungen mit Erfolg die Daumen gedrückt. Denn beide beim Löschangriff gestarteten Göttiner Mannschaften errangen erste Plätze.

Von Jürgen Krumnow

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