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Brandenburg/Havel Jugendhäuser arbeiten am Ferienprogramm
Lokales Brandenburg/Havel Jugendhäuser arbeiten am Ferienprogramm
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02:15 01.07.2017
Spaß und gute Laune bei den Ferienaktionen des Clubs am Trauerberg, wie hier im Sommer 2016. Quelle: privat
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Brandenburg/H

In 20 Tagen beginnen die großen Ferien. Für die freien Träger der Jugendhilfe, aber auch die städtische Fouqué-Bibliothek und das Naturschutzzentrum Krugpark und viele Vereine und weitere Einrichtungen laufen seit Wochen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Sie müssen ein Mammut-Ferienprogramm stemmen.

Allein 3238 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren gehen in Brandenburg an der Havel in die Sommerferien und nicht alle werden in den sechs schulfreien Wochen verreisen. Hinzu kommen tausende Jugendliche. Damit sie nicht zuhause trübsinnig Daumen drehen, etwa, weil ihre Eltern noch keinen Urlaub haben, gilt es für fast jeden Ferientag Spaß, Unterhaltung und Betreuung für die jungen Leute zu organisieren.

Für die gesamten Ferien und damit erstmals ohne Schließzeit hält der Club am Trauerberg der Caritas in der Bauhofstraße Angebote parat. Nach Angaben von Cécile Templin, der Leiterin der Kinder- und Jugendbegegnungsstätte, ist das durch eine ausreichend hohe Personaldecke möglich. Zehn pädagogische Mitarbeiter kümmern sich um die Vorbereitung und Durchführung des Programms. 15 ehrenamtliche Helfer stehen ihnen zur Seite.

Der Club am Trauerberg freut sich auf Ansturm

„Wir hoffen täglich etwa 30 Jugendliche zu erreichen“ und damit so viele wie im vorigen Jahr, sagt Templin.Vorbereitet sind die Aktivitäten für die Altersgruppe zwischen acht und 27 Jahren. Schon das zeigt, wie vielfältig die Aktionen sein müssen. Sie reichen vom Ausflug zur Malge für Kinder ab zehn Jahren, bis zum Tischtennisturnier oder einer Fahrt zum Bauernhof. Höhepunkte sind die „Kleine Ostseefreizeit“ vom 24. bis 28. Juli für Kinder zwischen zehn und 15 Jahren und die einwöchige Reise dorthin für die 16- bis 27-Jährigen vom 20. bis 27. August.

Drei Mitarbeiter des Jugendhauses des Evangelischen Kirchenkreises Mittelmark-Brandenburg, Café Contact auf der Dominsel, haben derzeit ebenfalls mit dem Ferienprogramm gut zu tun. Sie möchten Kindern ab elf Jahren die Sommerferien versüßen. Bei Ausflügen machen nach Angaben von Christian Kumlehn meist zehn Kinder mit, bei Aktivitäten im Haus sind es durchschnittlich zwölf Jungen und Mädchen, die sich dazu einfinden.

Barcelona kennenlernen mit dem Café Contact

Eine achttägige Barcelona-Fahrt gleich zu Beginn der Ferien ist dort der Höhepunkt; es ist die erste Flugreise in der Geschichte des Cafés Contact, so Kumlehn. Anders als in den Vorjahren gibt es kein eigenes Fahrzeug, so dass viele Ausflüge in die Region erstmals mit öffentlichen Verkehrsmitteln realisiert werden.

So unterstützt die Stadt den Ferienspaß

Die Kinder- und Jugendtreffs erhalten über den Jugendförderplan städtische Zuschüsse. Diese betrugen im vorigen Jahr 1,2 Millionen Euro für Personal- und Sachkosten. Von diesen Zuschüssen bestreiten die Einrichtungen auch das Ferienprogramm.

Zusätzlich werden Anträge zur finanziellen Unterstützung einzelner Ferienfreizeiten an die Stadt Brandenburg gestellt. Der städtische Zuschuss, den auch Vereine erhalten können, liegt dabei bei 3,58 Euro pro Tag und Teilnehmer.

Das waren im vorigen Jahr nach Angaben des Sozialbeigeordneten Wolfgang Erlebach (Linke) knapp 8000 Euro. Diese Summe komme vor allem jenen Kindern zugute, die in den Ferien nicht verreisen können, etwa, weil ihren Familien dafür das Geld fehlt.

Mit einer „Hallo-Ferien-Party“, einem mittlerweile „echtem Knaller“, wie die Einrichtung sagt, starten die Mitarbeiter des Kinder- und Jugendtreffs Kiju des Humanistischen Regionalverbandes in Hohenstücken mit ihren jungen Gästen am 19. Juli in die sechs Ferienspaß-Wochen. Ab 13 Uhr lautet das Motto „Wasserspiele“. Vom 20. Juli bis zum 1. September bietet das Kiju von montags bis freitags Aktionen an. In absoluter Zahl: 30 Tage mit Unternehmungen und Angeboten im Kinder- und Jugendclub. Es ist ein wochenlanger Kraftakt, dem die Kinder und Jugendlichen die Arbeit daran nicht anmerken sollen.

Ganze Hortgruppen sind schon angemeldet

Damit das funktioniert, stehen dafür drei festangestellte Kiju-Mitarbeiter, ein Absolvent des Freiwilligen Sozialen Jahres, ein Praktikant und ein ehrenamtlicher Helfer zur Stelle. „Es besuchen uns hauptsächlich Kinder und Jugendliche aus den Stadtteilen Hohenstücken und Görden, aber auch aus der Innenstadt und dem Umland“, freut sich Axel Krause, Leiter des Humanistischen Regionalverbandes Brandenburg/ Belzig. Mehrere Hortgruppen sind bereits angemeldet.

„In den vergangenen Jahren haben an den Sommerferienangeboten rund 700 Kinder teilgenommen“, so Krause. Fahrradtouren mit Übernachtung, Stadtrallye, Fotowoche, Fahrten nach Genthin und zum Belantis-Freizeitpark in Leipzig stehen an. Geöffnet hat der Kinderclub schon ab 12 Uhr. Für die Jugendlichen ab zwölf Jahren ist der Club von 14.30 Uhr bis 20 Uhr geöffnet.

150 bis 180 Ferienkinder erwartet die Fouqué-Bibliothek

Auch die städtische Fouqué-Bibliothek ist am Schuften für die schönste Zeit im Jahr. Je zwei Mitarbeiterinnen haben dafür viele Aktionen, darunter zwei Sommerfeste und Rallyes mit Geschichten, Rätseln und Spielen geplant. Bibliotheks-Direktorin Cornelia Stabrodt erwartet 150 bis 180 Jungen und Mädchen von Kindergärten und Horten in den Ferien. Auch Ehrenamtler steuern Hilfe bei, damit die Aktionen gut begleitet werden.

Von Marion von Imhoff

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