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Brandenburg/Havel Jugendhilfe-Chefin sauer auf Beigeordneten
Lokales Brandenburg/Havel Jugendhilfe-Chefin sauer auf Beigeordneten
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15:49 12.09.2018
Ute Taege, des Vorsitzende Brandenburger Jugendhilfeausschusses. Quelle: Rüdiger Böhme
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Brandenburg/H.

Ute Taege, die Chefin des Jugendhilfeausschusses und CDU-Stadtverordnete ist sauer. „Es ist befremdlich, dass die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses (JHA) diesen Vorgang über die Medien erfahren mussten.“ schimpft sie. Bei diesem Vorgang handelt es sich um den von der MAZ bekannt gemachten Missstand, dass im Hort der Curie-Schule das Jugendamt den Träger „Zukunft für Kinder“ nötigte, ältere Kinder zu „entlassen“, um Erstklässlern Platz zu machen.

Ausschusschefin kritisiert Erlebach scharf

Betroffene Eltern kritisieren das Vorgehen: Rücksicht auf soziale Bindungen und die bisherige pädagogische Arbeit wurde nicht genommen. Doch der Jugendhilfeausschuss wusste von all dem nichts. Am Mittwoch vergangener Woche tagte der JHA regulär im Rathaus. Die Tagesordnung zu dieser Sitzung wurde fristgemäß bereits Ende August mit dem Beigeordneten Wolfgang Erlebach (Linke) beraten. Doch zu keinem dieser Termine „wurden die Mitglieder informiert, dass rechtskräftig bestehende Betreuungsverträge für die Hortbetreuung für Kinder der Curie-Schule offenbar einseitig gekündigt wurden zu Lasten der Eltern und deren Kinder“, so Taege.

„Ignoranz, Arroganz oder Missachtung?“

Dass eine Lösung gefunden werden müsse, sei angesichts der großen Nachfrage nach Hortplätzen „sicher unstrittig“. Doch dass „das zuständige Fachgremium außen vorgelassen und noch nicht einmal informiert wurde zeuge entweder von „Ignoranz, Arroganz oder Missachtung?“ Sie könne nicht erkennen, was Erlebach unter kooperativer Zusammenarbeit verstehe. Taege: „Das Jugendamt besteht nun mal aus der Fachverwaltung und dem JHA!“

Tatsächlich ist die Situation im Curie-Hort in der Kurstraße ein heikles Thema. Der zuständige Jugend- und Sozialbeigeordnete Wolfgang Erlebach (Linke) hatte gegenüber der MAZ erklärt, warum das Jugendamt diesen Weg gewählt habe: In der Kitabedarfsplanung 2018 wurde ein Bedarf von 176 Hortplätzen im Soll für die Curie-Grundschule ermittelt. Gedeckt werden sollte dieser Bedarf durch die Einrichtungen Haus Sonnenwinkel (27 Plätze), Hort Curie (120 Plätze) und die Kita Schmerzke (30 Plätze).

Unerwartetes Anwahlverhalten der Eltern

Die Eltern hätten in diesem Schuljahr aber den Hort in Schmerzke kaum gewählt. Der Bedarf konzentrierte sich hauptsächlich auf den Hort Curie und Haus Sonnenwinkel. Weil beide Einrichtungen ausgelastet waren, zeichnete sich Erlebach zufolge bereits im Juli 2018 ab, dass ungefähr 15 Schüler der Curie-Grundschule, davon 10 Erstklässler, anderweitig in der Innenstadt versorgt werden müssen.

Der Verein „Zukunft für Kinder“, der Träger des Curie-Hortes, erkannte den Angaben zufolge keinen Handlungsbedarf. Was mit den überzähligen Kindern passiert, darum solle sich die Stadt Brandenburg kümmern, die den Rechtsanspruch auf Kindertagesbetreuung sicherstellen muss.

Die Jugendhilfe forderte den Trägerverein im Folgenden auf, vorrangig die Betreuung von Erstklässlern abzusichern. Das Jugendamt informierte Erlebach zufolge die betroffenen Eltern und erläuterte ihnen die Hintergründe der Entscheidung ausführlich.

Von Benno Rougk

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