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Jugendnotdienst entgeht knapp der Katastrophe

Brand in Einrichtung Jugendnotdienst entgeht knapp der Katastrophe

Feuer beim Kinder- und Jugendnotdienst der Stadt Brandenburg: Bei dem Brand sind zwei Jugendliche verletzt worden, sie erlitten Rauchvergiftungen. Nur dank des beherzten Eingreifens einer Betreuerin und eines jungen Bewohners konnte eine Katastrophe abgewendet werden.

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Quelle: dpa

Brandenburg an der Havel. Das Gebäude des Kinder- und Jugendnotdienstes der Stadt Brandenburg in der Neuendorfer Straße ist in der Nacht zum Freitag nur knapp einer Katastrophe entgangen. In einem Mädchenzimmer war gegen 24 Uhr ein Feuer ausgebrochen. Die beiden 15 und 16 Jahre alten Bewohnerin mussten mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Klinikum gebracht werden, teilte die Polizeidirektion West mit. Dank der schnellen Reaktion der diensthabenden sozialpädagogischen Betreuerin konnte schlimmeres verhindert werden. Was war passiert?

Feuerwehr brauchte nicht mehr eingreifen

Als ein Rauchmelder den Hausfeueralarm in Gang setzte, alarmierte die Betreuerin die Feuerwehr, weckte alle Bewohner und organisierte die sofortige Evakuierung der Unterkunft. Dabei öffnete sie auch ein Vierbettzimmer im Obergeschoss des Hauses, das von den beiden Jugendlichen bewohnt wurde. Dort brannte bereits die Matratze eines ungenutzten Etagenbettes lichterloh. Mit Unterstützung eines beherzt herbeieilenden Jugendlichen konnten die Flammen mit einem Feuerlöscher aus eigener Kraft gelöscht werden. Die beiden Bewohnerinnen brachten sich in Sicherheit. Die eintreffende Berufsfeuerwehr brauchte nicht mehr eingreifen. Alle Kinder und Jugendliche sind wohlauf.

Ermittler vermuten Brandstiftung

Wie Polizeisprecher Oliver Bergholz der MAZ mitteilte, wurde das Zimmer durch den Brand unbewohnbar. Es muss neu ausgestattet werden. Der weitere Betrieb der Jugendhilfeeinrichtung ist allerdings nicht gefährdet. Kriminaltechniker trafen ein, um die Ursachen für das Feuer zu ermitteln. Nach derzeitigem Erkenntnisstand gehen die Ermittler von einer Brandstiftung aus. Der nächtliche Zutritt einer hausfremden Person kann dagegen ausgeschlossen werden. Wie am Freitag mitgeteilt wurde, gehen die polizeilichen Untersuchungen zum genauen Hergang des besorgniserregenden Vorfalls weiter.

Betrieben wird der Kinder- und Jugendnotdienst der Stadt Brandenburg von der Brandenburger Niederlassung des in Magdeburg ansässigen VHS-Bildungswerkes. Die Einrichtung nimmt Minderjährige zeitlich befristet in Notsituationen auf. Dabei geht es in der Regel um Abwehr von Gefahren für das Kindeswohl. Der Zugang zum Kinder- und Jugendnotdienst erfolgt durch die Kinder oder Jugendlichen selbst, durch das Jugendamt, durch die Polizei, durch die Sorgeberechtigten oder durch Dritte.

Von Frank Bürstenbinder

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