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Brandenburg/Havel Jugendtheater bietet heftigen Stoff
Lokales Brandenburg/Havel Jugendtheater bietet heftigen Stoff
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13:14 12.03.2018
Steffan Drotleff, Leiter des Jugendtheaters, moderierte das Theaterfrühstück im Foyer des Großen Hauses. Quelle: Rüdiger Böhme
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Brandenburg/H

Ist ein Theaterstück, das vor 40 Jahren geschrieben wurde und sich um die Probleme von Jugendlichen dreht, heutzutage noch aktuell? Diese Frage beantwortet das Schauspiel „Klassen Feind“ des Brandenburger Jugendtheaters ab April.

Am Sonntag wurde beim nunmehr 34. Theaterfrühstück im Foyer des Theaters Stück vorgestellt. Vor etwa 40 Gästen moderierten Steffan Drotleff, Leiter des Jugendtheaters, und Theatersprecherin Monika Martincevic das morgendliche Treffen. „Der Titel der Aufführung hat nichts mit Marx oder Engels zu tun“, sagt Drotleff.

Anna Büge (links), Vorsitzende des Fördervereins Freunde des Brandenburger Theaters, eröffnete im Beisein der Nachwuchsschauspieler das Theaterfrühstück mit der Vorstellung des jungen Chefs des Jugendtheaters Steffan Drotleff. Quelle: Rüdiger Böhme

„Er soll den Feind einer Schulklasse verdeutlichen“. Im Stück ist dieser der Lehrer. Das Schauspiel wurde ursprünglich unter dem Titel „Class Enemy“ vom englischen Schriftsteller Nigel Williams 1978 veröffentlicht und feierte 1981 deutschlandweit Premiere in Berlin.

Es handelt im Original von sechs als unerziehbar geltende Jugendliche. Diese warten in ihrem Klassenzimmer auf die Ankunft eines neuen Lehrers. Als der Lehrer nicht auftaucht, entsteht ein aggressives Verhalten unter den jungen Menschen.

Premiere ist am 4. April

Wer sich von der Qualität des Stückes „Klassen Feind“ und seiner Darsteller überzeugen möchte, kann das ab dem 4. April in der Studiobühne des Brandenburger Theaters.

Die Vorstellung beginnt um 19 Uhr.

Karten gibt es in der MAZ-Ticketeria in der St. Annen-Galerie in Brandenburg an der Havel. Infos unter 03381/796600.

„Ich habe das Theaterstück vor etwa 13 Jahren das erste Mal gesehen“, sagt Drotleff. „Die Darstellung der Perspektivlosigkeit der Jugendlichen ist mir sofort im Gedächtnis geblieben“.

„Klassen Feind“ ist die erste Inszenierung Drotleffs. Er habe beim Erstellen des Stückes eng mit seinen jungen Darstellern zusammen gearbeitet. Auftreten werden alte und neue Mitglieder des Jugendtheaters. „Wir hatten ein Casting im September“, sagt der junge Regisseur. „Glücklicherweise hatten wir keinerlei Probleme Nachwuchs zu finden“.

Teilweise drastische Sprache

Ihr Können stellten die Darsteller gleich beim Theaterfrühstück unter Beweis. In einem kleinen Auszug des Stückes verdeutlichten die ebenfalls anwesenden Schauspieler die teilweise drastische Sprache der Aufführung.

So viel habe sich in der Jugendsprache der letzten 40 Jahre nicht geändert. „Allerdings sind die Jugendlichen heutzutage nicht schlimmer als frühere Generationen“, betont Martincevic. „Der Umgang untereinander mag mit seinen Ausdrücken und Obszönitäten teilweise erschrecken, ist aber nicht immer böse gemeint“.

Von Tobias Wagner

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