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Brandenburg/Havel Jugendverkehrsschule sucht neuen Leiter
Lokales Brandenburg/Havel Jugendverkehrsschule sucht neuen Leiter
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07:10 03.03.2017
Der Parcours der Verkehrsschule hilft Kindern und Jugendlichen, mit dem Fahrrad im Straßenverkehr zurechtzukommen. Quelle: Uwe Klemens
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Brandenburg/H

Voraussichtlich endet in diesem Jahr eine Ära in Brandenburg/Havel. Gerhard Milbradt (75), die Seele der Jugendverkehrserziehung, möchte sich im Herbst aus Altersgründen aus seinem jahrzehntelangen ehrenamtlichen Engagement zurückziehen. Ein Nachfolger ist nicht in Sicht.

Wer in Brandenburg/Havel aufgewachsen ist, kennt sehr wahrscheinlichen den freundlichen Verkehrerzieher, der sich seit mehr als vier Jahrzehnten mit Geschick und ohne erhobenen Zeigefinger um Kinder, Jugendliche und deren Sicherheit im Straßenverkehr kümmert. Ungezählten Brandenburgern hat er allwöchentlich beigebracht, sich mit dem Fahrrad auf den Straßen zurechtzufinden. Seit 25 Jahren in der Regie des ADAC.

„Diese Saison machen wir noch“, sagt Bernhard Thiele vom ADAC Ortsclub Brandenburg. Danach müsse der ADAC seine Arbeit in der Jugendverkehrsschulewohl einstellen. „Ich befinde mich im 76. Lebensjahr, bis September mache ich noch weiter, aber dann höre ich auf“, kündigt Gerhard Milbradt an. Solange wird er noch einige Dutzend Jungen und Mädchen im Alter von acht bis 15 Jahren auf dem Platz vor der Wilhelm-Busch-Grundschule auf dem Görden trainieren.

Am 26. April will der gelernte Schiffbauer gemeinsam mit der Verkehrspolizei die Fahrradprüfung der vierten Klassen auf dem ADAC-Parcours abnehmen und seine wohl letzte Generation von Kindern auf den Berlin-Brandenburg-Ausscheid vorbereiten.

Denn Gerhard Milbradt hat mit seiner Arbeit in all den Jahren Hunderte Medaillengewinner hervorgebracht, die auf den Parcours der Landes-, Bundes- und sogar Europameisterschaften erfolgreich starteten. ADAC-Finanzchef Thiele spricht allein bei Bundesausscheiden von 21 Gold und 14 Silbermedaillengewinnern aus der Milbradt-Schule. 14 Teilnehmer qualifizierte er für diverse Europameisterschaften. Den Wert der Verkehrserziehung erkennt auch die Brandenburger Polizeiinspektion an. Freya Lindauer-Schulze aus der Prävention spricht von einer „großen Hilfe“. Sie würde das Ende der Jugendverkehrsschule bedauern.

„Immer weniger Kinder können doch mit dem Fahrrad umgehen, selbst wenn sie eins besitzen“, berichtet die Polizeibeamtin. Auf dem Geschicklichkeitsparcours des ADAC ließen sich Defizite abbauen.

Gerhard Milbradt und Bernhard Thiele waren zwar schon zum Gespräch bei Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann. Doch der Fortbestand der Verkehrschule steht und fällt letztlich mit ehrenamtlichem Engagement.

Milbradts pädagogische Karriere hatte 1974 begonnen, als der damalige Verkehrspolizist Verkehrserzieher wurde. Fast ohne Unterbrechung ist der Leiter der Verkehrsschule seither aktiv.

Gerhard Milbradt wartet derzeit auf das erbetene Gespräch mit der Deutschen Verkehrswacht in Potsdam. Deren Geschäftsführerin schätzt seine Arbeit sehr und bezeichnet das Problem als ernst.

Doch eine „einfache“ Übernahme der Arbeit und des Angebotes durch ihre Ehrenamtsorganisation sei natürlich nicht möglich, sagt Irina Günther. „Da bedarf es vieler Absprachen, Regelungen und natürlich der Menschen, die es tun.“

Von Jürgen Lauterbach

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