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Junge Künstler: Zeichenschule eröffnet Schau

Brandenburg an der Havel Junge Künstler: Zeichenschule eröffnet Schau

Bilder, Skulpturen und Designer-Stücke: Die Jahresausstellung der Wredowschen Zeichenschule in Brandenburg an der Havel zeigt wieder eine Fülle von Werken ihrer Schüler. Die waren zahlreich zur Eröffnung der Schau gekommen. Für Spannung sorgte die Frage, wer wohl den Julius-Preis in diesem Jahr erhält.

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Stolzer Künstler: Lukas Plentz zeigt auf sein Bild.

Quelle: Christine Lummert

Brandenburg/H. Als stolzer Künstler führt man seine Familie zur Vernissage gerne durch die Ausstellung, in der zum ersten Mal auch die eigenen Werke zu sehen sind. Lukas Plentz ist da keine Ausnahme. Der Sechsjährige absolviert den Rundgang durch die Jahresausstellung der Wredowschen Zeichenschule in Brandenburg an der Havel allerdings im Schnelldurchgang und fokussiert sich aufs Wesentliche. „Das ist von mir und das da und das auch“, erklärt er seiner Mutter Michaela und den beiden kleinen Brüdern.

Tobias Öchsle überreichte den Julius-Preis an Karoline Jüttner

Tobias Öchsle überreichte den Julius-Preis an Karoline Jüttner.

Quelle: Christine Lummert

Lukas besucht die Vorschulgruppe der Kita Arche Domlinden und diese ist jede Woche in der Zeichenschule zu Gast. „Es ist toll, dass die Kinder sich mit unterschiedlichen Materialien und Techniken ausprobieren können“, findet Michaela Plentz und schaut auf die Tonfiguren und verschiedenen Bilder, die Lukas und seine Kindergartenfreunde gefertigt haben.

Tobias Öchsle, der künstlerische Leiter der Wredowschen Zeichenschule, begrüßte zur traditionellen Jahresausstellung ein breit gefächertes Publikum. „In der Abteilung für bildende Kunst sind zurzeit 140 Schüler eingeschrieben und dazu sind wir noch regelmäßig Gastgeber für weitere Gruppen wie die Kita-Kinder oder eine Inklusionsgruppe von Menschen mit Behinderungen“, sagte Öchsle.

Ausstellungsstück „Mammutjagd“

Ausstellungsstück „Mammutjagd“.

Quelle: Christine Lummert

Alle sind in der Ausstellung, die noch bis zum Oktober zu sehen sein wird, vertreten. „Der Dank geht wie immer vor allem auch an die 15 Dozenten der Kunstschule, die in der Ausstellungsvorbereitung mindestens ein Werk von jedem unserer Schüler ausgewählt haben“, lobte Öchsle.

Zur Ausstellungseröffnung gehört in jedem die Verleihung des Julius-Preises für außerordentliche Leistungen in der Abteilung für bildende und angewandte Kunst der Wredowschen Zeichenschule. „Die Dozenten

Besucher in der Ausstellung

Besucher in der Ausstellung.

Quelle: Christine Lummert

schlagen verschiedene Kandidaten vor und in diesem Jahr haben wir uns auf Karoline Jüttner als würdige Preisträgerin geeinigt“, erklärte Öchsle. Die 19-Jährige durfte sich über eine kleine Vogelskulptur freuen, die in jedem Jahr neu gestaltet wird. „Es ist immer ein Vogel, weil der Preisträger weiterhin künstlerisch fliegen lernen soll“, umschreibt Öchsle das gute Stück ganz poetisch, dessen Bezeichnung sich vom Mittelnamen des Schulgründers August Julius Wredow ableitet. Karoline Jüttner wird der Zeichenschule auch im nächsten Semester treu bleiben, nicht zuletzt weil mit dem Julius-Preis ein Leistungsstipendium verbunden ist.

Zum ersten Mal vergab die Wredowsche Zeichenschule auch in der Theaterabteilung einen Julius-Preis, über den sich die Fünftklässlerin Leeanne Wagner freuen konnte.

Von Christine Lummert

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