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Brandenburg/Havel Junger Zimmermann mit Leidenschaft
Lokales Brandenburg/Havel Junger Zimmermann mit Leidenschaft
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20:35 29.12.2015
Beim Richtfest in Jeserig: Junggeselle Christian Krankemann (l.) mit den jungen Bauherren Andrea und Christian Nimpsch.                          : Quelle: Foto
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Wenzlow

Den Richtspruch, den er von seinem Chef bekommen hat, kennt Christian Krankemann inzwischen auswendig. „Manchmal ist noch ein kleiner Hänger drin“, sagt der Glienecker schmunzelnd.

Beim Richtfest für ein Einfamilienhaus vor Weihnachten in der Jeseriger Schulstraße hat er die fünf Strophen zum achten Mal aufgesagt. Natürlich fehlten ein Prosit auf Bauherren, Gäste und Handwerk, das traditionelle Zerschmettern des Glases und die Hammerschläge nicht. Dafür brauchten die jungen Bauherren allerdings etwas länger. Nebenbei erfahren sie, dass Christian Krankemann beim jährlichen Leistungsvergleich der drei Handwerkskammer-Bezirke der Landessieger bei den Zimmerer-Junggesellen geworden ist.

„Das macht schon stolz, denn man muss eine ordentliche Leistung bringen und erst mal bis dahin kommen“, sagt der 21-Jährige, der von der Zimmerei Menz in Wenzlow ausgebildet wurde und übernommen wurde. „Bei dem Wettbewerb zählt der Abschluss der Gesellenprüfung, der nicht schlechter als Durchschnitt 1,9 sein darf“, erklärt er. In der Praxis habe er eine glatte Eins, in der Theorie eine „Zweikommanochwas“. „Mein Gesellenstück war ein Teil einer Dachkonstruktion mit Grat und Strahlenschifter“, versucht er dem Laien zu erklären.

„Bereits in der Grundschule stand für mich fest, dass ich später einmal etwas mit Holz machen will“, sagt Christian Krankemann, der aus einer kinderreichen Familie stammt. Als Junge habe er häufig mit Holz gespielt und mit seinen Geschwistern ein Baumhaus gebaut. „Es riecht gut, fühlt sich gut an und man kann viel damit anfangen“, erklärt er die Faszination. Sein Schülerpraktikum hatte er 2011 bei der Zimmerei Menz in Wenzlow absolviert und den Betrieb kennengelernt. „Das Praktikum hat mich in meinem Berufswunsch bestärkt“, sagt er.

Ein Jahr später fing er mit der dreijährigen Lehre an und wurde im August 2014 von der Handwerkskammer Potsdam als „Azubi des Monats“ gekürt. Seit vier Monaten ist er Junggeselle. „Man hat ständig mit Menschen zu tun und kann täglich mit dem Baustoff Holz arbeiten“, beschreibt er den Reiz seines Berufes. Am kniffligsten sei das Ausrichten eines Dachstuhls.

Christian Krankemann, der sich in seiner Freizeit ehrenamtlich bei der Feuerwehr in Bücknitz engagiert, hat seinen Traumberuf gefunden und will „irgendwann“ einmal seinen Meisterbrief erwerben, aber angestellt bleiben. Sein Rezept? „Leidenschaft. Man muss für eine Sache brennen, die man machen möchte“, sagt er. „Landesmeister der Zimmerer-Junggesellen ist schon was“, bestätigt Ausbilder Wilfried Menz, der einen 12-Mann-Betrieb führt und bisher fünf Lehrlinge ausgebildet und übernommen hat. „Er ist ein ruhiger Patron, sachlich und fleißig“, sagt der Meister. Bis man ein richtiger Zimmermann sei, dauere es allerdings einige Jahre.

Das weiß auch Christian Krankemann, der Erfahrungen sammeln und langjährigen Gesellen noch ein bisschen auf die Finger schauen will. Die hat der 21-Jährige auf den Baustellen wie kürzlich in Jeserig zur Seite. Mit drei Kollegen ist die Satteldach-Konstruktion aus Fichte an einem Arbeitstag fertig. „Der Dachstuhl sieht gut aus und es ging super schnell“, bedanken sich Andrea und Christian Nimpsch aus Brandenburg, die mit Töchterchen Lea Marie (13 Monate) um Pfingsten herum in ihr Jeseriger Eigenheim einziehen wollen.

Von Claudia Nack

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