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Brandenburg/Havel KCH feiert opulente erste Prunksitzung
Lokales Brandenburg/Havel KCH feiert opulente erste Prunksitzung
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10:20 13.02.2017
Die Schautanzgruppe „Cube“ des KCH. Mit ihrem Tanz bewiesen sie eindrucksvoll, dass sie zu Recht den Titel gewannen, den sie schon zum dritten Mal holten. Quelle: Ruediger Boehme
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Brandenburg/H

Lange mussten die Gäste der ersten Prunksitzung in der 48.Saison des Brandenburger Karnevalsvereins „Havelnarren“ (KCH) warten, bis 56 meisterliche Beine die Bühne betraten und sie mit der Schautanzgruppe „Cube“ den amtierenden Landesmeister und das Highlight schlechthin erlebten. Doch das Warten sollte sich lohnen. Die Zeit bis dahin verkürzte ein temporeiches, unterhaltsames Programm.

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Der KCH, einer der beiden Karnevalsclubs in Brandenburg an der Havel, setzte am Samstag mit Büttenprofis, Bauchrednern und jeder Mange Tanzdarbietungen jede Menge Glanzlichter bei der ersten Prunksitzung im Stahlpalast.

Auch wenn diese Tanzgruppe mit ihrer Darbietung am späten Abend wirklich jeden vom Hocker riss, so gab es beim KCH auch viele andere Schmuckstücke im Programm. Unter dem diesjährigen Motto „Der KCH für Klein und Groß – der Zirkus geht schon wieder los“ standen die Zeichen auf ein bunt und abwechslungsreich.

Ganz neu dabei sind die drei Nachwuchsmoderatoren Isa, Jost und Felix, die durch den ersten Teil der Show führen und ihre Sache toll machten. Mit Wortwitz und einer Brise Charme führten sie schwungvoll durch die Nummern.

Wortwitz und eine Prise Charme

Allen voran entführten die Kleinsten, die „Fünkchen“, mit bunten Kostümen in die Welt des Zirkus. Ganz andere Sorgen hat dagegen der zwölfjährige Justus Pichelbauer. Denn wie man’s macht, ist es immer verkehrt. So erklärte der junge Buttenredner den Erwachsenen überzeugend, welche Probleme ein heranwachsender Teenie hat.

Vor gut sechs Jahren war Justus vom Gardetanz in die Bütt gewechselt, ein offenkundig richtiger Schritt, auch wenn die Fußabdrücke seiner Altvorderen, Großvater und Büttlegende Bernd und Vater Matthias Pichelbauer, ziemlich groß sind.

Vater Matthias ist an diesem Abend der KCH-Politreporter, der sein Publikum mit der Ankündigung eines Jubiläums erstaunte: Ja, immerhin jähre es sich bald zum fünften Mal, dass der „Fluchhafen BER“ eröffnet werden sollte. Aber eigentlich sei es ja egal, wann er fertig wird. Pichelbauer: Es wird sich eh keiner mehr daran erinnern, wenn es soweit und ist und eine kleine Meldung in der Zeitung steht: „Der BER ist eröffnet“.

Familie Pichelbauer glänzt auf der Bühne

Mit Sprachwitz und enormer Körperbeherrschung beeindruckte „Dr. W. Walter“ alias Ronny Walter die 300 Gäste. Johannes Krause und sein Kumpel „Werner“ standen ihm darin nicht nach. Was der junge Bauchredner mit seiner Ratte auf der Bühne leistete, war im positivsten Sinn der Gipfel. Hut ab, die Gäste hatten vom ersten bis zum letzten Wort irren Spaß.

Ganz klassisch philosophierte danach die „Oma“ in der Bütt. Seit Bärbel Koch ihr erstes Enkelchen hat, muss sie über Themen für die Bütt nicht lange überlegen. Frei von der Leber weg erläuterte sie, was zu besorgen ist, um die lieben Kleinen sicher beim Start ins Leben zu begleiten. Sie riet zur Lagerhalle für die notwendigen Utensilien, ehe es zu Platzproblemen kommt.

Keinerlei Platzproblem hatten die Tanzgruppen des KCH. Die Gruppe „Mister Sister“ erzählte eine ganz neue Brandenburger Geschichte vom Erwachen der Holzpuppe „Pinocchio“ unter der Leitung von Sabrina Koch. Die „Flotten Sprotten“ entführten mit ihrem „Hex-Hex“ auf den Hexentanzplatz.

Tanzgruppe begeistert mit ihrem Auftritt

Aufs Wasser wagte sich das Männerballett. Um endlich nicht mehr das Deck schrubben zu müssen, jagten die Tänzer ihren Kapitän zwischen Havel und Spree über die Planken, ehe die erwähnte Schautanzgruppe „Cube“ ihr hohes Können präsentierte.

Aber es gäbe noch eine Menge zu berichten, so „Matta und Liesbett“, Monika Naumann und Bärbel Koch, die unter dem Motto „Turne bis zur Urne“ nach Alternativen suchten. Kostprobe: Wer morgens dreimal lacht, ist fünf Jahre später gestorben. Gelacht wurde insgesamt viel, so auch etwa bei den Darbietungen der „Comedian Buam“ oder des Duos Katri und Mathias.

Von Rüdiger Böhme

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