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KCH und BKC feiern rauschende Party

Gemeinsamer Rosenmontag KCH und BKC feiern rauschende Party

Das gab es seit über fünf Jahrzehnten nicht: Der BKC und der KCH, die beiden Brandenburger Karnevalsvereine, feierten Rosenmontag im Stahlpalast gemeinsam. Über Gäste wollten dabei sein und erlebten eine zauberhafte Party zum Ende der fünften Jahreszeit. Alle waren sich einig: Das muss 2017 fortgesetzt werden.

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Ein Fest für die Augen: Die Showtanzgruppe des BKC.

Quelle: Malo

Brandenburg/H. Gemeinhin hat der Brandenburger Karnevalist sein Feindbild. Je nach Wohnlage, Sozialisierung und/oder Haustier galt bisher als Inbegriff des Abseitigen jeweils der andere Karnevalsverein. Die Havelnarren des KCH schielten abschätzig auf die vermeintlich minderbemittelten Karnevalisten des BKC – und umgekehrt. So ging das 50 Jahre. Seit Rosenmontag ist alles anders. Genau genommen herrscht bereits seit Beginn der fünften Jahreszeit im November Tauwetter, seit man hinter den Kulissen beschloss, künftig als Experiment – gemeinsame Sache zu machen. Was undenkbar war, ist seit Montag Realität. Fast 600 Menschen – Fans beider Vereine – feierten im Stahlpalast eine ausgelassene Rosenmontagsparty. Sicher, noch immer wurde gelästert und manches wurde kritisch beäugt: Doch die Veranstaltung mit dem mehr als vierstündigen Programm war ein Erfolg, ein Anfang, der Hoffnung macht.

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Das gab es seit über fünf Jahrzehnten nicht: Der BKC und der KCH, die beiden Brandenburger Karnevalsvereine, feierten Rosenmontag im Stahlpalast gemeinsam. Über Gäste wollten dabei sein und erlebten eine zauberhafte Party zum Ende der fünften Jahreszeit.

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Zumal man in diesem Jahr auch ein gemeinsames Feindbild hatte: die beiden SPD-Damen Lieselotte Martius und Marianne Rehda. Die waren sich, wohl von Profilierungssucht getrieben, im Vorjahr nicht zu schade, ihr Mütchen am weithin beliebten Kölner Jecken und SPD-Mann Werner Jumpertz kühlen zu wollen. Der Herzblut-Karnevalist war von den beiden Damen auf dem SPD-Parteitag übel für sein Karnevalsengagement lächerlich gemacht worden. Da rücken die Narren zusammen! Und so reichte es die Saison über aus, bei Sitzungen des KCH und des BKC nur die Namen „Martius“ oder „Rehda“ in die Runde zu werfen, um ein anständiges Pfeifkonzert oder höhnisches Gelächter zu initiieren. So auch Montag, als man die beiden Damen vergeblich ausrief. Sie konnten allerdings gar nicht da sein: Die SPD machte Rosenmontag Fraktionssitzung.

Voll besetzter Stahlpalast am Rosenmontag

Voll besetzter Stahlpalast am Rosenmontag.

Quelle: V. Maloszyk

Aufgrund der unerwartet großen Nachfrage war die Sitzung vom Theater in den Stahlpalast verlegt worden, wo seit einigen Jahren die Prunksitzungen des KCH durchgeführt werden. Die Präsidenten Jacqueline Damus (BKC) und Hans-Günter Koch (KCH) hatten einen „außergewöhnlichen Abend unter dem Motto Altstadt küsst Neustadt versprochen.“ Sie hielten Wort! Die beiden Vereine präsentierten das Beste der jeweiligen aktuellen Bühnenprogramme. Das war, um es kurz zu machen, in der Mehrzahl „großes Kino“. Die Show- und Schautanzgruppen und die Garden beider Vereine zeigten, warum sie sich wechselseitig immer wieder um die Landesmeistertitel balgen. Die Band und die Sänger des KCH wussten dabei ebenso zu überzeugen und den Neid der Gegenseite zu wecken wie die Handwerker des BKC oder deren hinreißenden Showtanzdamen. Und natürlich gab es auch ganz grauenvolle Nummern. Über die sei, da sie sich gleichmäßig über beide Vereine verteilen, der Mantel des Schweigens gebreitet. Gleichwohl müsste es den Programmverantwortlichen auffallen, dass der eine oder andere Beitrag die ganze Saison über eher peinliches Schweigen statt schenkelklopfender Lacher erzeugte.

Wie dem auch sei: Das Gute und Schöne, das Spannende und Gute-Laune-Machende überwog und als sich bei den Gänsehaut-Abschlussliedern die Jecken von KCH und BKC schunkelnd in den Armen lagen herrschte Gewissheit: Das war nicht der letzte gemeinsame Abend!

Von Benno Rougk

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