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Brandenburg/Havel Kaffeekränzchen und Konzert: Schloss Gollwitz als Treffpunkt
Lokales Brandenburg/Havel Kaffeekränzchen und Konzert: Schloss Gollwitz als Treffpunkt
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15:35 19.02.2018
Die Sopranistin Ute Beckert und Maxim Shagaev am Bajan bei ihrem Auftritt im  Gollwitzer Schloss. Quelle: Christine Lummert
Gollwitz

Im Gollwitzer Schloss ging es am Sonntagnachmittag auf einer musikalischen Zeitreise zurück in die Vergangenheit. Ortvorsteherin Nicole Näther und der Stiftungsvorstand der Begegnungsstätte Schloss Gollwitz, Jan van Lessen, präsentierten zugleich Pläne für die Zukunft.

Nicole Näther hatte Gollwitzer aller Generationen ins Schloss eingeladen, um einen neuen Anfang für regelmäßige gemeinsame Treffen, vor allem unter den Senioren anzuschieben. „Fast ein Fünftel der Dorfbewohner sind über 65 Jahre alt und seitdem sich die Ortsgruppe der Volkssolidarität aufgelöst hat, gibt es keinen festen Anlaufpunkt mehr für Menschen im Rentenalter“, erklärte Näther.

Das Ziel ist mehr Gemeinsamkeit in Gollwitz

Die einen treffen sich jetzt privat zum Kaffeekränzchen, andere sind noch regelmäßig außerhalb des Dorfes unterwegs und verbringen die Freizeit beim Sport im Fitnessstudio oder bei verschiedenen kulturellen Veranstaltungen. „Wir wollen jetzt wieder ein Angebot für mehr Gemeinsamkeit in einem größeren Kreis direkt in unserem Dorf etablieren“, sagte Näther.

Der erste Versuchsballon ist am Sonntag erfolgreich gestartet. Schon während des Konzertes von Sopranistin Ute Beckert und Maxim Shagaev am Bajan gab es nur positive Rückmeldungen an die rührige Ortsvorsteherin. „Wir freuen uns, dass die Stadt Brandenburg unsere Idee zum Konzert mit 400 Euro unterstützt hat, und das Team aus dem Schloss ist wie immer ein fantastischer Gastgeber“, dankte Nähter.

Bekannte Melodien von Dietrich bis Knef

Beckert und Shagaev zauberten mit ihrem charmanten und mitreißenden Auftritt jedem der etwa 50 Zuhörer ein Lächeln ins Gesicht. Ein bisschen Operette, ein bisschen Schlager und Klassiker von Marlene Dietrich und Hildegard Knef, zu denen schon frühere Genrationen mit Herzschmerz im Kino saßen oder sich vergnügt in Ballsälen drehten, sorgten für einen gelungenen Nachmittag.

Maxim Shagaev sorgte für Staunen mit seiner virtuosen Fingerfertigkeit, mit der er seinem Bajan, einer russischen Variante des Akkordeons, selbst ein Stück aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ entlockte.

Seminare in der Begegnungsstätte sind fast ausgebucht

Jan van Lessen überraschte die Gollwitzer zudem mit Neuigkeiten über die weiteren Pläne zur Begegnungsstätte im Schloss. „Zuerst einmal sind wir für dieses Jahr so gut wie ausgebucht und für Seminare mit einer vollen Wochendauer müssen wir schon den Kalender von 2019 aufschlagen“, vermeldete der Stiftungsvorstand.

Da das Angebot im Gollwitzer Schloss so gut angenommen wird, muss unbedingt eine Erweiterung her. „Diese Möglichkeit hat sich jetzt mit dem Leerzug des Gollwitzer Pfarrhauses ergeben.“

Das alte Pfarrhaus wird abgerissen

Die zuständigen Stellen seien schon angefragt worden und es habe positive Rückmeldungen gegeben. Ein Fördermittelantrag kann gestellt werden und dann soll das alte Pfarrhaus abgerissen und an gleicher Stelle in ähnlicher Form ein neues Haus entstehen. „Dadurch würden wir 16 neue Räume für die Arbeit in der Begegnungsstätte gewinnen“, sagte van Lessen.

Es sollen neue Seminarräume, zusätzliche Büroräume und zwei Zimmer für Mitarbeiter entstehen, die ihren Europäischen Freiwilligendienst in der Begegnungsstätte leisten wollen.

Von Christine Lummert

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