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Kandidat lässt Amtsdirektorenwahl platzen

Nervenkrieg in Potsdam-Mittelmark Kandidat lässt Amtsdirektorenwahl platzen

Hängepartie in Potsdam-Mittelmark – in Wusterwitz verhindern zwei Klagen die Wahl eines neuen Amtsdirektors. Ein Kandidat, der sich die besten Voraussetzungen zuschreibt, klagt, weil er nicht zum Vorstellungsgespräch eingeladen wurde. Er ist nicht der einzige, der Klage eingereicht hat.

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Karl-Heinz Erler

Quelle: Frank Bürstenbinder

Wusterwitz. Riesenenttäuschung am Dienstagabend in der Kulturscheune. Die Wahl eines neuen Verwaltungschefs für das Amt Wusterwitz ist ausgefallen. Grund: zwei Bewerber haben vor dem Potsdamer Verwaltungsgericht Klage erhoben, weil sie vom Amtsausschuss nicht in die engere Wahl gezogen und zum Vorstellungsgespräch eingeladen worden waren. „So lange diese Eilanträge anhängig sind, gibt es keine Neuwahl“, teilte Amtsausschussvorsitzender Ronald Melchert dem Publikum mit. Damit zieht sich die Hängepartie um die Nachfolge von Gudrun Liebener, die nach 16 Jahren als Amtsdirektorin am 30. September ihren letzten Arbeitstag hat, weiter in die Länge. Die Bewerbungsfrist war bekanntlich verlängert worden.

Zum Nervenkrieg wird die ins stockende gekommene Stellenbesetzung insbesondere für die drei Bewerber, die sich am 5. September dem Amtsausschuss vorstellen durften. Von ihnen waren am Dienstag Stefan Dossow aus Wusterwitz und Jens Borngräber aus Bensdorf erschienen. Der dritte zugelassene Kandidat im Bund, der in Dresden lebende Unternehmer Stefan Kudoke, war nicht angereist. Einzelheiten zu den beim Verwaltungsgericht anhängigen Eilverfahren nannte Amtsausschussvorsitzender Melchert nicht.

Nach MAZ-Informationen handelt es sich bei einem der Kläger um Karl-Heinz Erler aus Viesen, der sich für einen Kandidaten mit den „besten Voraussetzungen“ hält. Dass er es nicht in die engere Wahl schaffte, bezeichnete Erler gegenüber der MAZ als „Riesenfehler“. Offenbar sei der Amtsausschuss beim Auswahlverfahren nicht gut beraten worden. Anders als andere Bewerber habe er langjährige Erfahrungen im kommunalen Dienst, was eines der Ausschreibungskriterien gewesen sei, so Erler. Der Viesener war einmal zweithöchster Bauverwalter in der Stadt Brandenburg, bis ihn 2010 seine Stasi-Vergangenheit einholte. Dennoch stieg er nach vier Jahren in der Beschaffung Anfang 2014 zum Stabschef bei Bürgermeister Steffen Scheller auf.

Erler hatte seine Stasi-Akte vorsorglich kopiert, um sie an alle Amtsausschussmitglieder im Vorstellungsgespräch zu verteilen. „Dann hätte sich jeder selbst ein Bild machen können“, so Erler. Doch bis heute hat der Bewerber nicht einmal ein abschlägigen Bescheid bekommen. Dass er nicht in die Vorauswahl kommt, erfuhr er aus der Zeitung. So soll es auch Heiderose Gummert ergangen sein. Die im gehobenen öffentlichen Dienst tätige Warchauerin hat die zweite Klage beim Verwaltungsgericht gegen das Prozedere eingereicht. Gummert gehörte einst zu den Mitbegründern der kritischen Wählerinitiative WIR in Rosenau.

Von Frank Bürstenbinder

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