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Kanu-Schleppe ist wieder am Start

Bootswagen am Mühlendamm Kanu-Schleppe ist wieder am Start

„Petra Karin“ ist zurück. Die Bootsschleppe am Mühlendamm in Brandenburg an der Havel, nach einer Initiative von Hans-Jürgen Arndt vor neuen Jahren erstmals in die eigens angefertigten Schienen eingesetzt, steht ab sofort wieder für Wasserwanderer zur Verfügung. Mit dem Wagen werden Kanus und Kajaks von der Näthewinde über die Straße in die Oberhavel gebracht.

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Fleißige Hände haben die Schleppe saisontauglich gemacht.

Quelle: Philip Rißling

Brandenburg/H. „Petra Karin“ ist zurück. Die Bootsschleppe am Mühlendamm, nach einer Initiative von Hans-Jürgen Arndt vor neun Jahren erstmals in die eigens angefertigten Schienen eingesetzt, steht ab sofort wieder für Wasserwanderer zur Verfügung. Nach einer Idee der Gattin brachte Arndt das Projekt 2007 ins Rollen und benannte den Bootswagen, mit dem Kanus und Kajaks von der Näthewinde über die Straße in die Oberhavel gebracht werden können, nach seiner Frau.

Bisher war die Schleppe noch nicht im Einsatz, verharrte vielmehr angekettet in aller Ruhe mit Blick auf die Näthewinde. „Wir mussten jetzt aktiv werden“, sagte Arndt am Montagabend, während er und sieben andere Mitstreiter – allesamt Unternehmer aus der Stadt – kräftig anpackten.

Demnach hatten die ersten Wasserwanderer bereits am letzten Wochenende bei Kathrin Geisler-Uhrlandt, Geschäftsführerin eines Bootsverleihs am Mühlendamm, nachgefragt – und mussten ihr Kanu schließlich per Manneskraft über die Straße wuchten. Nichts Dramatisches sicherlich. „Aber wenn die Schleppe schon da ist, dann darf sie ruhig auch benutzt werden“, sagte Arndt. Der Vorteil liegt auf der Hand: Das Ein- und Ausladen, das beim Übersetzen eines voll beladenen Bootes normalerweise unumgänglich ist, entfällt beim Schienengespann.

Dazu waren am und um den Bootswagen am Montag jedoch zunächst noch einige Arbeiten zu erledigen. So mussten die Schienen vom Dreck befreit, die Pflastersteine von Unkraut bereinigt und der Wagen fit für den Transport gemacht werden.

Schöner Nebeneffekt: Für die in Warnwesten gewandete Truppe um Arndt, den Gastronomen Marco Oriwol und TV-Geräte-Händler Marco Lindau hat sich der „Frühjahrsputz“ am Mühlendamm zu einer lustigen Aktion gemausert, für die sie sich nach getaner Arbeit bei Bier und Abendessen belohnten.

Wichtig ist den Männern, die sich Jahr für Jahr um Bootswagen und Schleppe kümmern, dass die Menschen bei der Benutzung sorgsam mit dem einst von Metallbau Gartensleben hergestellten Gerät umgehen. So hat es in der Vergangenheit die eine oder andere Sorge – und Reparaturmaßnahme – gegeben, weil Räder und Gestell verbogen waren.

Von Philip Rißling

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