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Kanuten im Trommelwirbel

Brandenburg/h. feiert die WM Kanuten im Trommelwirbel

31, Nationen, 348 Sportler – bis zum Sonntag laufen die Weltmeisterschaften im Kanumarathon auf dem Brandenburger Beetzsee. Erstmals gab es im Stadtzentrum eine stimmungsvolle Eröffnung. Höhepunkt war der Auftritt der Drum-Performer „Stamping Feet“.

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Sportler aus 31 Nationen sind am Start.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Brandenburg/H. Das Experiment hat geklappt: Erstmals wurde die Eröffnungszeremonie für einen internationalen Wettkampf nicht direkt auf der Regattastrecke am Beetzsee, sondern mitten in der Stadt auf dem Neustädtischen Markt zelebriert. Die Brandenburger sollten direkt einbezogen werden – und mehrere Hundert Schaulustige kamen, um knapp 350 Sportler aus 31 Nationen zu den Weltmeisterschaften im Kanumarathon zu begrüßen, die in den kommenden drei Tagen Strecken von bis zu 30 Kilometern Länge auf dem Wasser zurücklegen werden.

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Mit einer feierlichen Zeremonie und einer mitreißenden Trommelperformance sind am Donnerstagabend die Weltmeisterschaften im Kanumarathon eröffnet worden. Erstmals nicht an der Regattastrecke, sondern auf dem Neustädtischen Markt – das Experiment ist gelungen.

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Bürgermeister Steffen Scheller bedankte sich bei der International Canoe Federation für das Vertrauen in die Stadt, im olympischen Jahr diese Meisterschaften ausrichten zu können. „Behalten sie uns gut in Erinnerung und kommen sie wieder“, rief er den Sportlern zu. Zuvor hatten diese den Fahneneinmarsch zelebriert – im Publikum saßen Sportler und Zuschauer einträchtig nebeneinander, es war von den Veranstaltern des Regattateams Brandenburg um Michael Kenzler genauso gedacht – ein Fest mit der Möglichkeit des Begegnens und des Austauschens. Und des Sammelns von Erfahrungen: Klaus Schönhoff, Präsident des Ruderclubs Havel Brandenburg kommt eigentlich aus der Rückwärtsfahrerfraktion. Doch auch er war gespannt, ob es Funktionieren würde mit dem Eröffnen eines sportlichen Großereignisses mitten im Zentrum der Stadt. „Das klappt doch toll. Und die Brandenburger interessieren sich wirklich dafür.“ Dann erzählt er, dass sich der RCHB über Stadt und Ruderverband für das Seniorenmasters im Rudern bewerben wird – bei dem Mammutwettkampf starteten in diesem Jahr in Stockholm mehr als 3000 Sportler. Da wäre es eine Option, dieses Ereignis 2020 auch in der Innenstadt zu feiern.

Beetzsee wird zeitweise gesperrt

Bei einer Beratung mit Vertretern des Internationalen Kanu-Verbandes und den Organisatoren der Kanu-Marathon-WM wurde festgelegt, dass sich während der drei WM-Wettkampftage auf dem Beetzsee im Bereich der Regattastrecke zeitweise Durchfahrtverbote für motorisierte Wasserfahrzeuge erforderlich machen.

Folgende Sperrzeiten wurden angeordnet: Freitag, 16.09.2016 09:00 - 11:00 Uhr, 11:30 - 13:30 Uhr und 14:45 - 17:00 Uhr, Samstag, 17.09.2016 09:00 - 11:00 Uhr, 11:30 - 14:00 Uhr und 14:45 - 17:00 Uhr, Sonntag, 18.09.2016 09:00 - 11:00 Uhr, 11:30 - 13:30 Uhr und 14:30 - 16:30 Uhr.

Auf die Sog- und Wellenschlagvermeidung und die angeordneten Durchfahrtverbote wird durch eine entsprechende Beschilderung hingewiesen. Die Einhaltung wird kontrolliert.

„In der Vergangenheit mussten wir immer wieder feststellen, dass es einigen Freizeitkapitänen leider nicht gelingt, beim Vorbeifahren an der Regattastrecke Sogwirkung und Wellenschlag zu vermeiden, wie es bei großen Sportveranstaltungen generell vorgeschrieben ist“ begründet Chef-Organisator Michael Kenzler die zeitweise Sperrung.

Doch an diesem Donnerstagabend feierten erst einmal die Kanuten und die Brandenburger. Die sachsen-anhaltinische Coverband „Atemlos“ bemühte sich schon seit dem Nachmittag, war allerdings nicht immer melodie- und sangessicher. Nach dem offiziellen Akt folgte allerdings der Höhepunkt: Deutschlands erfolgreichste Drum-Performance „Stamping Feet“ aus Berlin rockte den Platz. Dabei war die Anreise länger als gedacht: Sie kamen nämlich geradewegs aus Chicago, wo sie in einem der angesagtesten Clubs ein umjubeltes Konzert gegeben haben und gar nicht zwischendurch schlafen konnten. Mit ihrer Mischung aus Trommelkunst, Elektrosounds und Breakdance begeisterten sie das Publikum, untrer anderem auch mit dem „Eisbären“-Song in ihrer ganz eigenen Version. Bei einem Song holten sie sogar Kinder auf die Bühne, die kräftig mittrommeln durften.

Schade, dass so wenig Brandenburger Jugendliche den Weg auf den Markt gefunden haben, eine solche Band in der Stadt und auch noch kostenlos zu sehen – diese Chance dürfte so schnell nicht wiederkommen.

 

Von André Wirsing

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