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Kasper ist da: Verstärkung für die Wasserbüffel

Nachwuchs in Reckahn Kasper ist da: Verstärkung für die Wasserbüffel

Nach Titus folgt Kasper: Die Wasserbüffel in der Reckahner Teichanlage haben Verstärkung bekommen. Bullenkalb Kasper ist das zweite in Reckahn geborene Zotteltier. Auch zwischen den Jahren schaut Wolfgang Dietz täglich nach der Herde. Die Wasserbüffel werden zur Landschaftspflege eingesetzt.

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Keine Angst vor großen Tieren: Wolfgang Dietz besucht täglich die Wasserbüffel-Herde, zu der jetzt auch Bullenkalb Kasper gehört.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Reckahn. Die Reckahner Wasserbüffel haben Verstärkung bekommen. Nach Titus, der im März zur Welt kam, erfreut nun Kaspar das Herz von Wolfgang Dietz. Der Geschäftsführer der Reckahner Teiche GmbH schaut auch zwischen den Jahren täglich nach der Herde und ihrem Nachwuchs. Wie seine imposanten Artgenossen ist Kaspar ein zutrauliches Exemplar.

Das Bullenkalb mit den gelben Ohrmarken hat sich ganz offensichtlich an den Mann in der grünen Arbeitskluft und dem Lederhut auf dem Kopf gewöhnt. Mit ein paar Pfiffen und einigen Rufen lassen sich die Wasserbüffel schnell anlocken. Und wenn Dietz Möhren und Äpfel als Leckerlis verteilt, umringen ihn die massigen Tiere wie einen alten Bekannten.

Urform aus Asien

Der aus Asien stammende Wasserbüffel gehört zu den Rindern. Er ist in vielen Teilen der Welt zum Haustier geworden. In Europa wird die Rasse auf problematischen Standorten immer öfter zur Landschaftspflege eingesetzt. Neben der Reckahner Teichanlage gibt es eine Herde Wasserbüffel auf den Salzwiesen am Rietzer See.

Die Wildform der Wasserbüffel ist heute selten geworden. Aber es gibt weltweit rund 150 Millionen domestizierte Tiere, die dem Menschen Fleisch, Leder und Milch liefern. Auch als Arbeitstiere werden sie eingesetzt. Der Lebensraum der Wasserbüffel bei Reckahn kann bei geführten Wanderungen erkundet werden.

Mit derzeit neun Tieren hat die Herde so langsam die gewünschte Größenordnung erreicht. Auf maximal zehn bis elf Exemplare will Jacquelin Bredt die Population anwachsen lassen. Die Reckahnerin und Lebensgefährtin von Wolfgang Dietz ist die Besitzerin der Wasserbüffel, die in der Plane-Niederung exotisch anmuten. Doch die robusten Rinder, die man in Deutschland meist nur aus Tierfilmen kennt, fühlen sich in der Teichlandschaft zwischen Reckahn und Meßdunk wohl. Das hat sich besonders im zurückliegenden Sommer gezeigt, als sich Leitkuh Bella und ihre Artgenossen am schlammigen Teichufer und in knietiefen Wassergräben vor der Hitze in Sicherheit brachten.

Einsatz als Landschaftspfleger

Aufgabe der bis auf Titus und Kasper zugekauften Paarhufer ist die Landschaftspflege. Denn die Reckahner Teiche werden längst nicht mehr so intensiv genutzt wie zu DDR-Zeiten. Damit das rund 100 Hektar große Feuchtgebiet nicht vollends von Büschen, Röhricht und Segge erobert wird, lässt Dietz die Zotteltiere Dämme und Freiflächen beweiden. „Immer in eingezäunten Bereichen. Denn auf der Autobahn möchte ich die Wasserbüffel eines Tages nicht wiederfinden“, berichtet der Betreiber der Teichanlage, die für ihre Karpfenzucht bekannt ist (MAZ berichtete).

Lebensraum für viele Vögel

Das Offenhalten der Teichanlage ist wichtig, weil sich das Biotop längst als Lebensraum für viele Watvögel wie Schnepfen, Regenpfeifer oder Stelzenläufer etabliert hat. Auch Entenvögel und andere Arten werden von Ornithologen immer wieder gern beobachtet. Das Zuhause von Kaspar und seiner Wasserbüffelfamilie trägt zwar keinen eigenen Schutzstatus. Doch die Teichanlage grenzt unmittelbar an das Naturschutzgebiet Krahner Busch. Maschinell wäre eine Unterdrückung des Aufwuchses in dem Feuchtgebiet so gut wie nicht machbar. Doch ihre weit auseinandergespreizten Hufe geben den Wasserbüffeln im sumpfigen Untergrund den nötigen Halt. Auch der kleine Kaspar hält mit den Großen schon gut mit. Schon im Frühjahr könnte es den nächsten Nachwuchs geben.

Von Frank Bürstenbinder

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