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Brandenburg/Havel Katharinenkirche: Schuke macht die Orgeln flott
Lokales Brandenburg/Havel Katharinenkirche: Schuke macht die Orgeln flott
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18:42 07.11.2018
Startschuss der Sanierung: Pfarrer Jonas Börsel (links) unterzeichnet den gemeinsamen Vertrag mit den Potsdamer Orgelbauern Michael, Johannes und Matthias Schuke (v.l.n.r.). Quelle: Tobias Wagner
Brandenburg/H

„Altes bewahren, Neues schaffen“ – Unter diesem Motto steht das Orgelprojekt des Freundeskreises der Wagner-Orgel in der Sankt Katharinenkirche in Brandenburg an der Havel. Der gemeinsame Traum von der Sanierung und Erweiterung der Orgel durch das Projekt wird nun wahr: am Dienstag unterschrieben die Orgelbaufirma Alexander Schuke mit Sitz in Potsdam sowie Gemeindepfarrer Jonas Börsel den gemeinsamen Vertrag zum Sanierungsbeginn. „Die Vertragsunterzeichnung gilt gleichzeitig als Startschuss für den Beginn der Bautätigkeiten“, zeigt sich Börsel erleichtert. „Somit kann das Orgelprojekt endlich losgehen.“

Potsdamer Orgelbautradition seit 1894

Der Orgelbetrieb Schuke konnte mit seinem Konzept sowie einer langjährigen Erfahrung in den vielfältigen Bereichen des Orgelbaus im Ausschreibungsverfahren überzeugen.

Die Chefs der Orgelbaufirma Alexander Schuke sowie Gemeindepfarrer Jonas Börsel schlossen den gemeinsamen Vertrag zum Sanierungsbeginn. „Die Vertragsunterzeichnung gilt gleichzeitig als Startschuss für den Beginn der Bautätigkeiten“, zeigt sich Börsel erleichtert. „Somit kann das Orgelprojekt endlich losgehen.“

Das Familienunternehmen startete 1894 seinen Betrieb durch den Kauf einer im Jahre 1820 gegründeten Orgelbaufirma in Potsdam. Erst im Oktober übernahmen die Brüder Michael und Johannes Schuke die Geschäftsführung des Familienbetriebes in vierter Generation von Vater Matthias Schuke.

„Ich freue mich besonders, dass ich meinen Söhnen das Unternehmen mit einem solch herausragenden Projekt übergeben kann“, sagt der 63-Jährige stolz. Es sei schön, dass in der Region solch umfangreiche Orgelprojekte realisiert werden. „Diese ermöglichen den Organisten erweiterte Interpretationsmöglichkeiten im Orgelspiel, und den Zuhörern die Wahrnehmung neuer klanglicher Dimensionen“, ergänzt Michael Schuke.

Finanzierung in Rekordzeit

Vor der Vertragsunterzeichnung überreichte die Brandenburgische Kultur- und Wissenschaftsministerin Martina Münch (SPD) zudem einen Förderbescheid zur Restauration der Orgel in Höhe von 411 000 Euro an Pfarrer Jonas Börsel. Somit hat der etwa 50-köpfige Freundeskreis des Instrumentes innerhalb nur eines Jahres das geschafft, was in dieser Zeit wohl die Wenigsten vermutet hätten.

Durch die Förderung vom brandenburgischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur, der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, durch Bereitstellung eines Eigenanteils der Gemeinde sowie der hohen Spendenbereitschaft von Privatpersonen und regionalen Unternehmen konnte die Finanzierung in Höhe von etwa 800 000 Euro gesichert werden. „Ich habe nicht gedacht, dass wir das Geld für die Restaurierung so schnell zusammen bekommen“, gesteht Börsel.

Umfangreiche Sanierungspläne versprechen Innovatives

Die geplante Sanierung der 1726 durch Joachim Wagner erbauten Orgel soll eine sinfonische Klangvielfalt und damit Zugang zu einem wesentlich breiterem Repertoire ermöglichen. Diese Erweiterung bietet neue und vielfältige Möglichkeiten eines Zusammenspiels beispielsweise mit einem Orchester oder mit mehreren Organisten.

Durch das geplant Hinzufügen von Spieltischen können so zusätzlich erstmals von der Sängerempore aus ein Chor oder ein kleines Orchester begleitet werden. Ein fahrbarer Spieltisch soll zudem sicher stellen, dass der Organist vom Publikum gesehen werden kann. Dies steigere das Live-Erlebnis.

Ebenfalls Teil der Sanierung ist das Ergänzen der Hauptorgel um ein zusätzliches Orgelwerk. Dieses sogenannte Auxiliar, welches auf der Empore unter dem barocken Orgelgehäuse untergebracht werden soll, enthält Klangfarben, die den bestehenden Instrumenten bisher fehlten.

Durch die 25 zusätzlichen Register gewinnt die Wagner-Orgel ein sinfonisches Klangbild. Das Zusammenspiel der beiden Orgeln mit der neuen Erweiterung stellt eine den Denkmalcharakter wahrende Innovation dar: es ist in dieser Form bisher weder in Ostdeutschland noch in Berlin möglich.

Von Tobias Wagner

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