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Veranstalter für Buga-"Neustart" in Rathenow

Toter nach Unwetter in Rathenow Veranstalter für Buga-"Neustart" in Rathenow

Der Buga-Zweckverband übernimmt nicht die Verantwortung für den Unfall auf dem Rathenower Weinberg, der einem 49-jährigen Rathenower das Leben kostete. Die Frage, ob den Veranstalter angesichts der Unwetterwarnungen eine Schuld trifft, ließ Brandenburgs Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) bei einer Pressekonferenz am Dienstag unbeantwortet.

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Die Buga-Verantwortlichen auf der Pressekonferenz am Dienstag.

Quelle: J. Lauterbach

Brandenburg an der Havel. Das Leben gehe nun weiter, allerdings sei die sonst so fröhliche Bundesgartenschau überschattet, erklärte sie auch im Namen ihres Rathenower Amtskollegen Ronald Seeger (CDU) und des Buga-Geschäftsführers Erhard Skupch.

Rathenow, 13. Juni 2015: Über die Buga-Stadt Rathenow (Havelland) zieht ein schweres Unwetter hinweg. Es hinterlässt nicht nur eine Spur der Verwüstung, sondern fordert auch ein Todesopfer. Die beiden Buga-Kulissen müssen eine Woche lang geschlossen bleiben, um die schweren Schäden zu beheben.

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Tiemann: „Es ist ein ganz fürchterliches Ereignis eingetreten, das unvorhersehbar und aus unserer Sicht unvermeidbar war.“ Der Zweckverband habe in der Kürze der Zeit gar nicht reagieren können, pflichtete ihr Skupch bei. „Die Stadt Rathenow befindet sich in einem Schock- und Trauerzustand“, fasste Bürgermeister Seeger die aktuelle Stimmung angesichts des Unglücks zusammen, das am Montag noch für einige Irritationen sorgte.

Trauerflor an der Stadtfahne

Der 49 Jahre alte Buga-Gast war mit seiner Frau am Sonnabend um 17.50 Uhr auf dem Weinberg unterwegs, als ihn herabfallende Äste eines großen Baumes erschlugen. Rathenows Bürgermeister hat der Familie inzwischen einen Kondolenzbesuch abgestattet. An der Stadtfahne Rathenows wehe nun bis Freitag ein Trauerflor.

Zur Unglückszeit hatte der Zweckverband nur die Buga-Standorte in Havelberg und Rathenow offen gehalten, wo der RBB das Andreas-Bourani-Konzert veranstalten wollte. Dagegen seien Brandenburg, Premnitz und später Stölln geschlossen, aber nicht evakuiert worden, sagte Buga-Chef Skupch auf Nachfrage.

Niemand der drei Buga-Verantwortlichen erklärte sich dafür zuständig, dass sich tausende Konzertbesucher, darunter auch Kinder, klatschnass regnen lassen mussten, weil sie während des Unwetters zunächst keine Zuflucht im Mühlengebäude fanden. Dort fand zeitgleich ein Empfang für geladene Gäste statt. Die Verantwortung dafür trage der Veranstalter, also der RBB, hieß es am Dienstag.

Zahlreiche Gäste berichteten der MAZ, dass erst Helfer des Roten Kreuzes dafür sorgten, dass die Wachleute die Türen verspätet doch noch öffneten, so dass sich die nassgeregneten Gäste dann unterstellen konnten.

Neustart am Wochenende

Buga-Chef Skupch möchte an diesem Sonnabend den „Neustart“ der Buga in der Stadt Rathenow einleiten. Um 10 Uhr morgens wird die Eröffnung mit geladenen Gästen offiziell im Optikpark gefeiert, mit einer Schweigeminute soll an den Todesfall erinnert werden.

Anschließend soll „der normale Bugabetrieb“ auch in Rathenow wieder einsetzen und mit dem Rathenow-Tag am folgenden Sonntag seine Fortsetzung finden. Wie hoch der Schaden durch das Unwetter ausfällt, lasse sich erst in etwa vier Wochen sagen, meldete Skupch. 20 bis 25 große Bäume seien umgefallen, die Zerstörungen seien im Optikpark sogar größer als auf dem Weinberg.

Von Jürgen Lauterbach

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