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Keine Langeweile in der Regenpause

Schule Wollin: Medienraum eröffnet Keine Langeweile in der Regenpause

Bücher, Laptops, Spiele – das frühere Lehrerzimmer in der Wolliner Grundschule wird von den Mädchen und Jungen ab sofort als Medienraum genutzt. An der Eröffnung nahm die Berliner Autorin Martina Streibel teil. Sie las aus bekannten Kinderbüchern. Ihr eigener Held ist „Nobbi, der kleine Nasenbär“.

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Die Berliner Autorin Martina Streibel eröffnete den Wolliner Medienraum mit einer Lesung aus bekannten Kinderbüchern.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Wollin. Am letzten Schultag vor den Osterferien durften Maximilian und Elene zur Schere greifen. Mit dem Durchtrennen eines roten Bandes gaben die beiden Erstklässler den Weg für den neuen Medienraum in der Wolliner Grundschule frei. Was früher einmal das Lehrerzimmer war, präsentiert sich heute als multimediale Lernwerkstatt. Die Gemeinde als Schulträgerin spendierte neue Tische und Stühle. Der Förderverein sorgte im Rahmen einer Spendensammlung für eine schon gut gefüllte Schulbibliothek und diverse Kleinmöbel, die Wohnzimmeratmosphäre aufkommen lassen.

Kleine Grundschule

In Wollin wird das Modell der Kleinen Grundschule auch im kommenden Schuljahr fortgesetzt. Nach den vorliegenden Zahlen erwartet Schulleiter Axel Mäske 14 Einschulungen. Die Erstklässler werden in wichtigen Fächern jahrgangsübergreifend zusammen mit den Schülern der zweiten Klasse unterrichtet.

Für die Nutzung des Medienraums bekommt jeder Schüler einen Ausweis, mit dem Bücher ausgeliehen werden können. Dabei kommt eine Bibliothekssoftware zum Einsatz. Die Kinderliteratur war von zahlreichen Familien und Freunden der Schule gespendet worden. Für die Neuausstattung mit Bänken und Stühlen sorgte die Gemeinde.

Die insgesamt 80 Wolliner Grundschüler können in diesem Raum sinnvoll Regenpausen überbrücken, sich Gäste zu besonderen Unterrichtsstunden einladen, Bücher ausleihen und auf Laptops im Internet recherchieren. „Jeder Schüler erhält einen Bibliotheksausweis. Die Ausleihe organisieren die Schülersprecher der 5. und 6. Klassen künftig in eigener Verantwortung“, berichtet Schulleiter Axel Mäske. Dass sich in dem Medienraum neben tragbaren Computern auch gedruckte Kinderliteratur und viele Nachschlagewerke befinden, ist dem Schulleiter besonders wichtig. „Kinder sollten nicht nur googeln. Nachschlagen, aufblättern und auf Seiten aus Papier lesen, gehört zum Umgang mit Medien einfach dazu“, meint Mäske.

Maximilian und Elene durchschneiden das rote Band

Maximilian und Elene durchschneiden das rote Band.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Dass die Schule jetzt über gefüllte Bücherregale verfügt ist vielen Eltern, Firmen und Freunden der Schule zu verdanken. Sie folgten einem Spendenaufruf des Fördervereins. „Die Resonanz war großartig. Es ist zwar erst ein Anfang, aber es kommen immer wieder neue Bücher hinzu“, sagte Fördervereinsvorsitzende Diana Block bei der Eröffnung des frisch renovierten Medienraums. Die nächsten Pläne gibt es schon. Ein Nebenraum, der früher das ehemalige Schulsekretariat war, soll zu einem weiteren Rückzugsort für kleinere Gruppen gestaltet werden. „Da ist noch eine Menge Arbeit nötig, die ohne Sponsoren nicht zu schaffen ist“, so die Fördervereinsvorsitzende.

Projekte rund ums Lesen haben vor den Osterferien Tradition an der Grundschule. Zur Einweihung des Medienraumes luden sich die Wolliner die Berliner Autorin Martina Streibel ein. Die Antwort auf ihre Frage, was denn am Anfang eines Buches stehe, kam von den Erst -und Zweitklässlern wie aus der Pistole geschossen – eine Idee! Genau die hatte auch Streibel, als sie den Helden für ihr eigenes Kinderbuch erfand: „Nobbi, der kleine Nasenbär“. Die Berlinerin las nicht nur einfach vor, sondern bezog die Kinder in die Geschichte des im swb-Verlag erschienen Buches und in die Kunst der Herstellung mit ein. Moritz wusste sogar, dass es auch Nasenaffen gibt.

Schulleiter Axel Mäske bedankt sich bei Diana Block vom Schulförderverein für die Unterstützung bei der Einrichtung des Medienraumes

Schulleiter Axel Mäske bedankt sich bei Diana Block vom Schulförderverein für die Unterstützung bei der Einrichtung des Medienraumes.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Zum Schreiben kam Streibel 2008. Damals war sie noch Hartz-IV-Empfängerin. Mit ihrem vom Zwang zum Sparen geprägten Kochbuch „Hartz-haft, aber lecker“ sorgte sie für einiges Aufsehen. 70 Gerichte, keines teurer als drei Euro, waren ihr Erfolgsrezept. Woher die Ideen kamen? „Ich habe in meinen Kühlschrank geschaut. Aus dem, was noch da war, habe ich das Beste gemacht“, erinnert sich die Autorin. Heute übersetzt sie für verschiedene Auftraggeber Produkttests in die Sprache der Normalverbraucher und nimmt an Autorenbegegnungen in Kooperation mit dem Friedrich-Bödecker-Kreis in Schulen teil. Die Leseprojekte werden vom Brandenburger Bildungsministerium gefördert.

Von Frank Bürstenbinder

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