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Brandenburg/Havel Keine langen Fahrtzeiten mehr
Lokales Brandenburg/Havel Keine langen Fahrtzeiten mehr
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00:34 22.10.2015
Frauen und Männer lernen gemeinsam, wie man richtig pflegt. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Brandenburg an der Havel

Wenn es am Nachwuchs mangelt und es einen großen Arbeitskräftebedarf gibt, muss man eben vor Ort ausbilden. Auf dieses Prinzip gesetzt haben Stadt, kommunales Klinikum und die angeschlossene Medizinische Schule. Seit dem 1. Oktober werden dort Altenpfleger ausgebildet, nachdem der Kampf um die Zulassung mehr als drei Jahre gedauert hatte, sagt Klinikumsgeschäftsführerin Gabriele Wolter. „Es gab natürlich Widerstände von den etablierten Einrichtungen.“ Doch ihr Leidensdruck war auch groß, weil Pflegefachkräfte vom Klinikum immer wieder abgeworben wurden.

Zum Glück seien mit stationären und mobilen Altenpflegestationen Kooperationspartner gefunden worden, die auch selbst Interesse daran haben, dass hier in der Stadt ausgebildet wird, bestätigt Jedermann-Chef Sven Rohde. „Unsere Auszubildenden müssen nun nicht mehr nach Potsdam fahren. Ich habe großen Respekt davor, was Klinikum und Schule geleistet haben, wir hatten vergeblich versucht, eine eigene Ausbildung auf die Beine zu stellen.“ „Die eigene Ausbildung in der Stadt hat auch Wirkung nach außen, vielleicht entscheiden sich nun mehr Menschen für den Beruf“, sagt Norbert Fröhndrich, Geschäftsführer der Senioren und Pflegezentrum GmbH. So sei es auch möglich, angelernte Pfleger zu Fachkräften weiterzubilden. „Die Schüler sind schon sehr gespannt darauf, ob die hohe Qualität, die sie erwarten, nun erfüllt werden.“

Medizinische Schule

84 Ausbildungsplätze für Altenpfleger gibt es an der Medizinischen Schule, maximal 28 pro Jahrgang.

22 Auszubildende haben am 1. Oktober angefangen, elf sind Neuanfänger, die anderen elf Umschüler.

Das Alter der Frauen und Männer liegt zwischen 16 und 49 Jahren.

Kooperationspartner sind unter anderem die Senioren- und Pflegezentrum GmbH, Hauskrankenpflege Jedermann, Nora, Future Care, Renafan sowie das Marienkrankenhaus.

Zudem werden an der Medizinischen Schule für den Eigenbedarf des Klinikums jedes Jahr 35 Krankenpfleger ausgebildet, darauf gibt es bis zu 300 Bewerbungen. Früher gab es allerdings noch 1000 Bewerbungen auf 20 Lehrstellen.

Seit diesem Jahr werden auch jährlich wieder Kinderkrankenpfleger ausgebildet, zwischenzeitlich wurden nur alle drei Jahre neue Klassen aufgenommen.

Es habe schon nach wenigen Tagen positive Reaktionen gegeben, sagt Sabine Pekrul, die den Ausbildungszweig leitet. Den Auszubildenden werde nicht nur Wissen und Können abverlangt, sondern auch empathische Fähigkeiten (Einfühlungsvermögen), ein flexibler Umgang mit Patienten und mit Angehörigen, ein Gespür für die täglichen Sorgen der Alten bis hin zu einer sensiblen Sterbebegleitung.

Service

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Renate Schneider ist Vorsitzende des Seniorenbeirates der Stadt. „Wir begrüßen es außerordentlich, dass es in Brandenburg an der Havel eine solche Ausbildung gibt. Schließlich sind 30 Prozent der hier lebenden Menschen im Seniorenalter. Sie alle wollen sich wohlfühlen, das geht aber nur mit sachgerechter Pflege.“ Nach dem Motto „Einen alten Baum verpflanzt man nicht“, wollten viele Menschen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben, da käme es auch bei der ambulanten Pflege erst recht auf hohe Standards an.

Von André Wirsing

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