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„Kerleval“: Wilder Westen beim KCH

Narren im Stahlpalast „Kerleval“: Wilder Westen beim KCH

Ob mit oder ohne Bart: Die Mädels haben sich wild und sexy in heiße Jeans gezwängt, die Karobluse übergestreift, den Colt umgeschnallt und klar, beinahe jede von ihnen trug Freitagabend zum „Kerleval“ einen Hut. Aber auch die eine oder andere Squaw wurde beim „Kerleval“ der Brandenburger Havelnarren gesichtet – und heiße Saloon-Girls sowieso.

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Hoch das Tanzbein: Die adretten Damen zeigten auf der Bühne des Stahlpalastes viel Bein.

Brandenburg/H. Ob mit oder ohne Bart: Die Mädels haben sich wild und sexy in heiße Jeans gezwängt, die Karobluse übergestreift, den Colt umgeschnallt und klar, beinahe jede von ihnen trug Freitagabend zum „Kerleval“ einen Hut. Aber auch die eine oder andere Squaw wurde gesichtet und heiße Saloon-Girls sowieso.

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Ob mit oder ohne Bart: Die Mädels haben sich wild und sexy in heiße Jeans gezwängt, die Karobluse übergestreift, den Colt umgeschnallt und klar, beinahe jede von ihnen trug Freitagabend zum „Kerleval“ einen Hut. Aber auch die eine oder andere Squaw wurde beim „Kerleval“ der Brandenburger Havelnarren gesichtet – und heiße Saloon-Girls sowieso.

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Im Saloon „Zum frivolen Jeck“ regiert an diesem Abend Santa Maria, der Präsident der Havelnarren Hans-Günter Koch. Lässig mit Whiskyglas lehnt er am Tresen und lässt die Puppen tanzen und die Cowboys und Cowgirls singen.

Wer hat, der kann: Und der Karnevals-Club Havelnarren (KCH) hat nicht nur zwei Bühnen im Stahlpalast zur Verfügung, sondern auch fantastische Ideen und genügend talentierte Mittäter diese energiegeladen zu füllen. Ein ganzer Saloon ist auf der eigentlichen Bühne aufgebaut. Andreas Reimann gibt den Barpianisten, es wird getrunken, gefeiert, gesungen. Das ist schon ein eigenes kleines Schauspiel für sich. Immer wieder gesellen sich neue Saloongäste hinzu, derweil andere leise verschwinden, weil sie bereits bei einem anderen Programmpunkt im Einsatz sind.

Zwei Bühnen zur Verfügung

„Der wilde, wilde Westen“ singen die Hofsänger und allen ist klar, dass der direkt in Brandenburg beginnt. Ein Totengräber nimmt schon mal bei dem einen oder anderen Maß, man kann ja nie wissen. Und dann heizen die Honky Tonky Girls „Silly und Steffi Misses Sunshine“ (Gitarre, Geige, Gesang) den Partygästen mit Johny Cashs „Ring of Fire“ oder John Denvers „Country Roads“ ordentlich ein. 350 Karten habe man verkauft, berichten die Kerlevalisten am Eingang stolz: „So viele, wie noch nie“.

Im Stehen singen die gut gelaunten Besucher gerade die Countrysongs mit, da bereiten sich im Hintergrund auf der gegenüberliegenden, zweiten Bühne die BKC Senatoren vor. „Werbepause“ ruft’s von Bühne eins und schon hüpfen die Jecken vom befreundeten Brandenburger Karnevalsclub BKC in sahnigen Zott-Kostümen und als Schoko-und Milchhäppchen übers Parkett. Da kennt der Narr nichts, da ist er nicht zimperlich, da streift er die Strumpfhose und das Joghurtkleidchen über und sorgt mit „Like Ice in the Sunshine“ für einen Heidenspaß.

Gut gelaunte Besucher

Die Sheriffs Monika und Bärbel erklären mit rosa Handschellen am Gürtel, dass die Mischung von Macho und Weichei ein Mach-Ei sei und Katri Pichelbauer schießt wütend durch die Luft, weil sie lieber einen „Cowboy als Mann“ will. KCH-Schirmherr Jens-Uwe Oppenborn als fescher Nordstaatler hält die Säcke mit dem Gold in sicheren Händen, muss jedoch einen Banküberfall abwehren. Dafür hat Stuntman Barry Seward seinen Gaul „Horus“gesattelt und reitet nun quer durch den Stahlpalast. Er endet vor aller Augen am Galgen. Aber da bei den Narren alles nur Spaß ist, landet er nach einem kurzen Flug am Karabinerhaken sicher auf seinen Füßen.

Die Square-Dancer vom Brandenburger Countryclub bringen mit ihren schwungvollen Paartanz Schwung in den Saal. Als plötzlich die Musik versagt, ist das Publikum hilfreich zur Stelle und ruft: „Wir wollen Euch tanzen sehen“.

„Es läuft nicht immer alles reibungslos, aber das macht es so liebenswürdig, so menschlich, gerade das gefällt mir“, sagt Claudia Wartenberg, die nicht zum ersten Mal den „Kerleval „besucht.

Liebenswürdig und menschlich

Die Flotten Sprotten setzen noch eins drauf und zeigen Bein. Ihr Cancan löst wahre Begeisterungsstürme aus, den nur noch die Schautanzgruppe „Cube“ toppen kann. „Wir schreiben das Jahr 2216“ werden die 22 Tänzer angekündigt. Mit „Houston- Ich habe mich verliebt“ bringen sie ein atemberaubendes Spektakel auf die Tanzfläche. „Ich heb ab und seh die Welt von oben“ schallt es durch den Saal. Hannes Pichelbauer (16) wirbelt Michelle Biewald (17) durch die Luft und allen Gästen ist klar, warum „Cube“ mehrfacher Landesmeister ist.

Ronny Walter, KCH-Narr in blauem Wolkenanzug, singt „Wahnsinn, warum schickst Du mich in die Hölle“. Da bleibt nur eine Antwort: „Hölle, Hölle, Hölle“. Die prompte Antwort aus dem laut grölenden Publikum, das ganz sicher gespannt ist, was sich der KCH für den kommenden Kerleval einfallen lassen wird.

Von Ina Schidlowski

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