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Kerstins neues Kraftzentrum hält mollig warm

Turbinentausch im Brandenburger Kraftwerk Kerstins neues Kraftzentrum hält mollig warm

Kerstin hat in zwanzig Jahren gut 50 000 Stunden gearbeitet und ist etwas müde geworden. In diesen Tagen bekommt die Gasturbine der Stadtwerke Brandenburg/Havel (StWB) daher eine Art Frischzellenkur. Ihre Brennkammer wird ausgetauscht. Das ist der Teil der Maschine, in dem ähnlich dem Zylinder im Auto die Kraft entsteht, die die Brandenburger im Winter warm hält.

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Um dieses Teil geht es. Kraftwerkleiter Ronald Peters, hier mit Gunter Haase, zeigt auf die Brennkammer der Gasturbine namens Kerstin.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Brandenburg/H. Kerstin hat in den vergangenen zwanzig Jahren gut 50 000 Stunden gearbeitet und ist etwas müde geworden. In diesen Tagen bekommt die Gasturbine der Stadtwerke Brandenburg/Havel (StWB) daher eine Art Frischzellenkur. Ihre Brennkammer wird ausgetauscht. Das ist der Teil der Maschine, in dem ähnlich dem Zylinder im Auto die Kraft entsteht, die die Brandenburger im Winter warm hält.

Untersuchung brachte Unerfreuliches zutage

Damit die Fernwärmekunden des städtischen Energieversorgers unternehmens im Winter nicht eiskalt erwischt werden, durchleuchten Spezialisten Kerstin und ihre gleich alte Turbinenschwester Marion regelmäßig. Bei der sogenannten Boruskopie im Herbst 2016 trat Unerfreuliches zutage, berichtet Geschäftsführer Gunter Haase, der vor zwanzig Jahren als Techniker beide Turbinen mit installiert hat.

Marions Brennkammer wies so erhebliche Risse auf, dass Kraftwerkleiter Ronald Peters diese Gasturbine sofort herunterfuhr und sich erst mal mit Kerstin begnügte, deren Risse noch tolerabel waren.

Dieser Satz Düsen kostet so viel wie ein Oberklasse-PKW

Dieser Satz Düsen kostet so viel wie ein Oberklasse-PKW: 30 Stück sind 48000 Euro wert.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Marion hat inzwischen längst eine neue Brennkammer erhalten. Kerstin bekommt in diesen Tagen im Kraftwerk in der Upstallstraße ihr ein generalüberholtes Kraftzentrum, das Spezialisten einer Fachfirma aus Ludwigsfelde einsetzen. Das ist mit einer Investitionssumme von rund 300 000 Euro deutlich günstiger als eine komplett neue Gasturbine, die auf dem Markt für neun bis zehn Millionen Euro zu haben ist..

In fünf bis sechs Tagen ist die Brennkammer wieder wie neu. Die Spezialisten tauschen jede einzelne Schraube aus“, erklärt Haase, der die Turbine auch nur selten in zerlegtem Zustand bewundern kann.

Unbefristete Dienstlaufzeit für die Turbinen

Beide Turbinen sind also in Kürze wieder energiegeladen und winterfest und können wie bisher noch lange jahrein und jahraus mit Hilfe von Erdgas jede Menge Strom und Fernwärme erzeugen. „Die Techniker und unsere Versicherung hat den Daumen gehoben“, versichert Haase.

So sieht eine Brennkammer aus

So sieht eine Brennkammer aus.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Das heißt: Kerstin und Marion sind so gut in Schuss, dass sie noch auf unbestimmte Zeit weiterarbeiten dürfen, obwohl ihr Zeit theoretisch abgelaufen wäre. Beansprucht werden sie im Winter abwechselnd für die Wärmeproduktion. Eine von ihnen läuft, die andre wird bei Eiseskälte zugeschaltet.

Die Namen sind übrigens kein Zufall. Marion Arndt war die erste Geschäftsführerin der Stadtwerke, Kerstin Diskowski ist langjährige Mitarbeiterin im Kraftwerk.

Von Jürgen Lauterbach

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