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Brandenburg/Havel Karl-Heinz Schubert ist neuer Wir-Chef
Lokales Brandenburg/Havel Karl-Heinz Schubert ist neuer Wir-Chef
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05:06 08.11.2018
Karl-Heinz Schubert ist neuer Geschäftsführer des Wir e.V. Quelle: Ansgar Nehls
Brandenburg/H

Alles könne er noch gar nicht wissen. Das sagt Karl-Heinz Schubert gleich zu Beginn. Der 55-Jährige ist neuer Geschäftsführer des Kinderfördervereins Wir, der in Brandenburg an der Havel Kitas, Kinder und Familienzentren und Erziehungshilfe-Einrichtungen betreibt. Schubert kommt von außen, war lange Geschäftsführer einer Montessori-Schule in Bayern, ist neu im Verein und der Stadt. Verständlich, dass er noch nicht alle Winkel des 150-Mitarbeiter großen Vereins kennen kann.

Er beerbt Hartmut Schultz, der nach vielen Jahren an der Spitze des Vereins in den Ruhestand geht und seinen Nachfolger vorher noch eingearbeitet hat – in die Strukturen und die vielen verschiedenen Wir-Einrichtungen.

Vom Koch zum Geschäftsführer

Doch Schubert kennt das, dieses Einarbeiten. Denn eigentlich ist der geborene Augsburger Koch und gelernter Betriebswirt, leitete vor vielen Jahren für einige Zeit die Gastwirtschaft seiner Eltern. In die Pädagogik, die Vorstands- und Geschäftsführerämter ist der dreifache Familienvater „nur so reingerutscht“. Als sein ältester Sohn in einen Waldkindergarten gekommen sei, habe er ehrenamtlich einen der Vorstandsämter angenommen. Später dann engagierte er sich in der Montessori-Schule seiner Kinder, wurde irgendwann Geschäftsführer. „Als man mich damals gefragt hat, habe ich gesagt, dass ich doch noch gar nicht wisse was ich alles zu tun habe“, sagt Schubert.

Man wollte ihn trotzdem. Also arbeitete Schubert sich ein, las viel über Pädagogik, lernte Fördergelder zu beantragen und die verschiedenen Vorschriften kennen. Und er engagierte sich. Schubert erzählt, wie er im Landesverband Bayern der Montessorischulen und im Bundesverband der freien Alternativschulen am Wochenende immer wieder zu Bundestreffen fahren musste. Die begannen in der Regel am Freitag und gingen meist bis Sonntag. Schubert aber reiste am Donnerstag an und hospitierte jeweils für einen Tag in der gastgebenden Schule. So habe er Schulformen in Offenbach, Güstrow, Bochum, auf Rügen und in der ganzen Republik kennengelernt.

Aus Bayern nach Berlin nach Brandenburg

Seit 2010 wohnt Schubert nun in Berlin. Als seine Frau ein attraktives Job-Angebot bekam, zog die Familie in die Hauptstadt. Schubert leitete einige Zeit eine zweite Montessori-Schule in Bayern. Doch die Entfernung zwischen Arbeitsplatz und Familiensitz war einfach zu groß. In Brandenburg nun ist das Familienleben besser vereinbar. Eine eigene Wohnung in der Stadt hat er trotzdem schon. „Ich will hier vor Ort sein und die Stadt kennen lernen“, sagt er.

Auch beim Wir-Verein will er sich nun zuerst einmal weiterhin ein Bild machen. An seiner Seite ist zudem Katrin Maybaum, die im Verein schon lange für die Finanzen zuständig ist, zur stellvertretenden Geschäftsführerin aufgestiegen. Gemeinsam wollen sie den Verein, der in den vergangenen Jahren immer weiter wuchs, auf dem richtigen Weg halten. „Wichtig ist, dass der Verein jetzt bei diesem Wachstum ankommen muss, dass noch mehr Routine und Verlässlichkeit Einzug hält“, sagt Schubert. Dass das klappt, daran hat er keinen Zweifel. „Wir machen hier eine sinnvolle Arbeit – zusammen mit ganz vielen engagierten Mitarbeitern“.

Von Ansgar Nehls

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