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Brandenburg/Havel Kinderklinik sieht keine Schuld an später Krebsdiagnose
Lokales Brandenburg/Havel Kinderklinik sieht keine Schuld an später Krebsdiagnose
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13:24 22.02.2018
Das Städtische Klinikum definiert sich neuerdings als Konzern. Quelle: V. Maloszyk
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Brandenburg/Havel

Kinderchefarzt Hans Kössel sieht seine Klinik in Brandenburg/Havel zu Unrecht angegriffen in dem Facebook-Eintrag einer Mutter, die vor etwa fünf Jahren ihr Kind durch eine Krebserkrankung verloren hat. Der Chefarzt erkennt nach nochmaliger Durchsicht der Krankenunterlagen kein Verschulden seiner Mitarbeiter.

Brandenburg, die Gesundheitsstadt an der Havel wächst und wächst. Das Städtische Klinikum sieht sich an der Spitze.

Gepostet von MAZ Brandenburg am Sonntag, 18. Februar 2018

Die Facebook-Nutzerin hat am Montag auf der MAZ-Brandenburg-Facebookseite ihre Erinnerung an das schreckliche Geschehen im Jahr 2013 gepostet. Nach ihren Angaben war sie seinerzeit mehrmals mit ihrem Sohn im Klinikum. Sie sei mit der Bemerkung, „der Hals ist rot“, nach Hause geschickt worden, obwohl sie um weitere Untersuchungen gebeten habe.

Kinderarzt spricht der Mutter sein Beileid aus

Erst, als die eigene Kinderärztin den Jungen zu einem späteren Zeitpunkt in die Klinik überwiesen habe, stellten die dortigen Ärzte die schlimme Diagnose. Acht Monate später starb das Kind an Krebs.

Hans Kössel ist Chefarzt der Brandenburger Kinderklinik. Quelle: MAZ-Archiv

Chefarzt Kössel möchte der Mutter wegen dieses größten Leides, das ein Mensch erleben kann, nicht zu nahe treten. Er möchte schon allein deshalb keineswegs belehrend auftreten. Doch die Vorwürfe sind dem Kinderarzt so wichtig, dass er sich die Patientenakte noch einmal durchgelesen hat.

Ultraschall sei in solchen Situationen nicht üblich

Daraus ergebe sich, dass der Junge vor der Krebsdiagnose nur ein Mal in der Klinik gewesen sei. Der Grund sei bei diesem Krankenhausaufenthalt ein grippaler Infekt mit entsprechend gerötetem Rachenraum gewesen. In solchen Fällen sei es nicht üblich, außer den Mund und den Rachen zu untersuchen auch ein Ultraschall vom Bauchraum anzufertigen.

Weil zum damaligen Zeitpunkt kein anderer Verdacht als der auf einen grippalen Infekt bestanden hat, habe kein Arzt in dem Moment eine Veranlassung gesehen, in anderen Körperteilen des Kindes nachzuschauen, ob dort alles in Ordnung ist. Die Verzweiflung der Mutter, die ihren Sohn verloren hat, sei gleichwohl nur zu verständlich, betont der Arzt.

Von Jürgen Lauterbach

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