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Kinderlachen auf dem Bruderhof

Tagesmutter in Hohenferchesar Kinderlachen auf dem Bruderhof

Das Amt Beetzsee hat zum 1. September eine Kindertagespflege mehr. Auf dem Bruderhof in Hohenferchesar machte sich die langjährige Erzieherin Simone Sage selbstständig. Für die Kinder gibt es viel Platz zum Austoben im Freien.

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Simone Sage in ihrer Tagespflege auf dem Bruderhof.

Quelle: Bür

Hohenferchesar. Bob der Baumeister wartet schon. Eine Essecke ist eingerichtet. Wickeltisch und Schlafmatten stehen bereit. Es gibt reichlich Platz zum Spielen. Doch das Schönste wartet draußen nur wenige Meter vom Pritzerber See entfernt: Frische Luft und Natur pur zum täglichen Austoben. Ab dem 1. September gibt es im Amt Beetzsee eine Kindertagespflege mehr.

Simone Sage (49) hat sich nach über 30 Jahren als angestellte Erzieherin selbstständig gemacht. Sie kann in ihrem Wohnbereich auf dem Bruderhof in Hohenferchesar bis zu fünf ein- bis sechsjährige Kinder betreuen. Am Freitag gibt es eine letzte Abnahme der Räume durch das Jugendamt. Sind alle Steckdosen kindersicher? Wie steht es um den Sanitärbereich? Wo sind die Rauchmelder? Dass Simone Sage, die bereits 2010 eine Qualifikation als Tagesmutter ablegte, allen Vorschriften gerecht wird, gilt als sicher. Doch die in Premnitz aufgewachsenen Erzieherin will nicht nur Standards erfüllen.

Kinder sollen sich geborgen fühlen und in der Nähe zur Natur aufwachsen. Helfen sollen ihr dabei ihre vier Ziegen sowie die Andalusier-Stute Lana und der Araber-Hengst Chagal, die gleich unterm Fenster auf der Koppel stehen. Simone Sage ist leidenschaftliche Freizeitreiterin. Nun sollen es ihr die Kinder nicht gleich tun. „Aber Ängste zu Tieren abbauen gehört zum Konzept meiner Tagespflege“, sagt die Tagesmutter, die auf eine heilpädagogische Zusatzausbildung mit Pferden verweisen kann.

Simone Sage gehört zu den Mietern auf dem Bruderhof, der in der DDR als Ferienlager der Komischen Oper bekannt war. Lange Jahre war er im Besitz des Brandenburger Amtsrichters Lothar Kreyssig und später seiner Söhne Uwe und Jochen. Nach einem Besitzerwechsel wurden Ferienwohnungen in Mietwohnungen umgewandelt. Eine Kita gab es in Hohenferchesar bis 2005 auf dem Mühlenberg.

Von Frank Bürstenbinder

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