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Brandenburg/Havel Kirche geht gegen Schmuddelecke vor
Lokales Brandenburg/Havel Kirche geht gegen Schmuddelecke vor
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02:15 16.08.2015
Plastikmüll soll es in Zukunft auf dem Brielower Friedhof nicht mehr geben. Quelle: Foto: Frank BÜRstenbinder
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Brielow

Grablampen, Tüten, Eimer, Töpfe - auf dem Brielower Friedhof wird der Berg mit Plastikmüll immer höher. Was nicht mehr in den Container passt, landet daneben. Vor der Schmuddelecke steht Dietrich Schwalbe. Der Radeweger ist Vorsitzender des Gemeindekirchenrates Brielow/Radewege. „Das ist mein Sorgenkind“, sagt Schwalbe und zeigt auf den überquellenden Stahlbehälter. Dessen Bild verschandelt nicht nur den ansonsten aufgeräumten Friedhof, sondern wird der Kirchengemeinde unnötig teuer.

Denn in der Friedhofsatzung, die für alle kirchlichen Friedhöfe im gesamten Pfarrsprengel Päwesin gilt, ist eigentlich alles geregelt. Danach müssten Friedhofsbesucher alles außer Grünschnitt und Grabschmuck privat entsorgen. Dazu zählen insbesondere Pflanzgefäße, die bei über 200 belegten Erdgräbern in Brielow massenhaft anfallen. „Die Aufstellung des Containers war sicher er mal gut gedacht. Aber die Sache wächst uns über den Kopf. Unser Friedhof soll keine Mülldeponie werden. Deshalb wollen wir jetzt ein Zeichen setzen, so Gemeindekirchenratsvorsitzender Schwalbe. Bei Sturm fliegen die Hinterlassenschaften bis auf das benachbarte Kita-Gelände.

Berühmter Baum

In der Gemeinde Beetzsee gibt es einen der Kirche gehörenden Friedhof in Brielow und einen kommunalen Friedhof im Ortsteil Radewege. In beiden Fällen regeln Satzungen, was auf den Friedhöfen erlaubt und verboten ist.

Berühmtestes Gewächs und Besuchermagnet auf dem Brielower Friedhof ist die Schwedenlinde mit einem Stammumfang von fast zwölf Metern und einer Höhe von rund 24 Metern. Ketten und Stahlseile sichern den über 400 Jahre alten Baum vor dem Auseinanderbrechen.

Um den Abfällen Herr zu werden, hat das oberste kirchliche Gremium von Brielow und Radewege zwei Entscheidungen getroffen: Der Container wird ersatzlos abgeschafft. Außerdem bleiben die hinteren Tore des Friedhofs am Spennenbusch künftig geschlossen. Der Zutritt soll dann nur noch durch den Haupteingang an der Hauptstraße möglich sein. „Diese Maßnahme wird nicht jedem gefallen. Aber damit verhindern wir, dass sich Leute mal schnell durch die Hintertür ihres Mülls entledigen“, wirbt Schwalbe um Verständnis.

Doch auch die Kirchengemeinde muss ihre Hausaufgaben machen. Der Grünschnittberg neben dem übervollen Container ist ebenso angewachsen und wartet auf seine Abfuhr. Dort landen nicht nur ausgediente Grabbepflanzungen und vertrocknete Blumen, sondern auch die kompostierbare Abfälle der großen Friedhofsbäume, unter denen sich die berühmte Schwedenlinde befindet. Der dickste Baum der Mark gehört neben der gerade sanierten Kirche zu den Brielower Anziehungspunkten für Auswärtige. „Auch deshalb soll es auf dem Friedhof schöner aussehen“, findet Gemeindekirchenratsvorsitzender Schwalbe.

Von Frank Bürstenbinder

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