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Brandenburg/Havel Kirche im Angebot
Lokales Brandenburg/Havel Kirche im Angebot
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18:31 19.02.2013
BRANDENBURG/H.

Stimmt. Es ist ja eine Kirche, die angeboten wird. Das Erzbistum Berlin will die Kirche Sankt Bernhard der Katholischen Gemeinde „Heilige Dreifaltigkeit“ veräußern. Als Makler wurde Torsten Lubinsky vom örtlichen Welu-Immo-Büro gewonnen. Der hat schließlich Erfahrungen, vor genau drei Jahren brachte er das Gotteshaus der Neuapostolischen Kirche in der Packhofstraße an den Mann.

Pfarrer Matthias Brühe bestätigt die Verkaufsabsicht des Bistums: „Mittelfristig können wir uns die laufenden Kosten nicht mehr leisten. 1993 hat mein Vorgänger Richard Rupprecht die Nikolaikirche übernommen, so dass wir als Gemeinde mit der Dreifaltigkeitskirche über drei Kirchen verfügen.“

Sankt Bernhard in der Thüringer Straße 68 ist noch in Betrieb, donnerstags gibt es katholische Gottesdienste für die älteren Bewohner der Walzwerksiedlung, denen der Weg in die Stadt zu weit ist – 20 bis 30 Gemeindemitglieder kommen da. Sonntags wird die Kirche von der Russisch-orthodoxen Gemeinde „Gottesmutter – Freude aller Betrübten“ genutzt, die kein eigenes Gotteshaus hat.

„Meldet sich ein Interessent, kommt ein Kaufvertrag nur zustande, wenn die Kirchenaufsicht des Bistums Nutzungskonzept, Vereinbarkeit mit kirchlichen Zielen, Seriosität und Liquidität des möglichen Erwerbers geprüft und dem Veräußern zugestimmt hat“, beschreibt Brühe das Verfahren. Insofern könne man nicht von „Verhökern“ sprechen, wie es jüngst ein Boulevardblatt tat.

Allerdings findet sich das Verkaufsangebot auf mehreren Immobilien-Internetplattformen wie Immobilienscout oder Immonet – dort hat Lubinsky inseriert. Ein paar Tage lang soll die Anzeige auch bei Ebay gestanden haben, gestern war der Eintrag allerdings verschwunden.

Das Berliner Erzbistum will sich derzeit von knapp zwei Dutzend Kirchen trennen. So viele hat die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg Ekbo in den vergangenen 20 Jahren insgesamt weggegeben. „Wir haben 1600 Dorfkirchen, davon waren 800 gefährdet. Jetzt sind es noch 200, alle anderen sind zwischenzeitlich saniert. An Verkäufe denken wir derzeit nicht, wir setzen auf Nutzungserweiterungen sowie auf die Zusammenarbeit mit Förder- und Kirchbauvereinen“, sagt Ekbo-Sprecher Volker Jastrzembski. Ein gelungenes Beispiel dafür gibt es auch in der Stadt. In Wust wurde mit Hilfe des Vereins Kulturwust die Kirche zum Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens im Ortsteil.

Nur in einem Fall hat die Ekbo eine Kirche in der Region verkauft: Ende 2003 musste die Briester Kirche wegen Baufälligkeit gesperrt werden, die erwarb Anfang 2006 eine junge Filmemacherin. (Von André Wirsing)

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