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Kirchturmuhr geputzt: Buckau sieht wieder klar

Mittelmark Kirchturmuhr geputzt: Buckau sieht wieder klar

Schwarz auf weiß ist die Buckauer Zeit wieder weithin sichtbar. Dafür hat Olaf Gade gesorgt. Er zieht die Kirchturmuhr jeden Sonntag auf. Jetzt hat er in luftiger Höhe die beiden Ziffernblätter gesäubert. Doch eine Sanierung der runden Scheiben ist bald unvermeidlich.

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Olaf Gade beim Reinigen eines Ziffernblattes der Buckauer Kirchturmuhr.

Quelle: Silvia Zimmermann

Buckau. Jeden Sonntag kurz vor 12 Uhr findet bei Olaf Gade das gleiche Ritual statt. Er besteigt den Kirchturm. Dort zieht er seit 2006 die Uhr auf, die den Buckauern die Zeit anzeigt. Die zwei großen Ziffernblätter sind an der West- und Südseite des Turmes angebracht. Was Gade schon lange störte, war der angesetzte Grünspan an den beiden Ziffernblättern. Regen, Wind, Hagel, Schnee, Hitze und Kälte hinterließen in all den Jahren ihre Spuren. Vor wenigen Tagen machte sich der Buckauer Uhrenwart an die Reinigung der Ziffernblätter.

In rund 14 Meter Höhe ging er mit Wasser und Bürste an die Arbeit, um das Gröbste zu entfernen. Unterstützung bekam Gade von Zimmerer Christian Güssow aus Wusterwitz, der kostenlos eine Hebebühne stellte. Güssow beförderte sich und Gade in die Höhe. „Mit der Bürste geht das nicht so leicht ab“, gab Gade zu verstehen. Beim genaueren Hinsehen wurde klar, dass sich an einigen Stellen des Ziffernblattes die Farbe löst. „Wir wollen in zwei Jahren das Ziffernblatt und die Zeiger erneuern. Hier will uns Uwe Schlimm aus Ziesar unterstützen. Gelder müssen dazu noch organisiert werden“, sagte Gade der MAZ.

Das alte Uhrwerk, dass die Zeiger in Bewegung hält, wurde vom Turmuhrbauer J. F. Weule aus Bockenem 1928 gebaut. Die Mechanik befindet sich in einem gepflegten Zustand. Die Buckauer können sich nicht daran erinnern, dass ihre Uhr einmal für längere Zeit stillstand. 1948 zur 1000- Jahr-Feier erneuerte Walter Wollschläger die Ziffernblätter. 1983 erfolgte eine weitere Erneuerung durch Herrn Pflugmacher. An der Tür der Uhrenstube ist festgehalten, wann die Reparatur stattfand. Zum Beispiel Silvester 1983. An diesem Tag wurde das Uhrwerk zerlegt und gereinigt. Ein treuer Helfer bei diesen Reparaturen ist Uwe Schlimm aus Ziesar.

Die Säuberung der Ziffernblätter ging mit einiger Kraftanstrengung weiter. Der einsetzende Nieselregen machte die Arbeit allerdings nicht leichter. Dafür ist die Buckauer Zeit jetzt wieder schwarz auf weiß weithin sichtbar.

Von Silvia Zimmermann

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