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Kirschgarten zur Herbstspielzeit

Theater auf dem Lande Kirschgarten zur Herbstspielzeit

Es war eine Wiederaufnahme Und deshalb geriet die Aufführung des Stückes „Der Kirschgarten“ von Anton Tschechow auf der Lehnschulzenhofbühne in Viesen zu einem Treffen alter Freunde.

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„Der Kirschgarten“ wurde auf der Lehnschulzenhofbühne gezeigt.

Quelle: Ann Brünink

Viesen. Ein bisschen war es so wie bei einem Treffen mit alten Freunden. Man ist vertraut miteinander und erzählt sich immer wieder gern die alten Geschichten von früher. Etwa so konnten sich die Zuschauer fühlen, die sich am Donnerstagabend in der Lehnschulzenhofbühne eingefunden haben, um die Wiederaufnahme des Stückes „Der Kirschgarten“ von Anton Tschechow zu erleben, das im Mai 2013 in Viesen Premiere hatte.

Die Lehnschulzenhofbühne strebe künftig eine Herbstspielzeit an, sagt Sprecher Horst Vogelsang. Da zur Zeit Proben für eine Aufführung des Stückes im „Theater am Rand“ in Viesen stattfanden, habe man die Gelegenheit genutzt, um die Resonanz hier zu prüfen. Sie war sehr gut.

Unverändert spritzig und ausgefeilt

Die Inszenierung von Fanny Staffa wirkt unverändert spritzig und psychologisch ausgefeilt. Die Regisseurin hatte den Mut, das Vielpersonenstück – im Original treten 14 Personen auf – zu straffen und die Rollen auf drei Schauspieler zu verteilen, ohne dass das Stück an Authentizität verloren hätte. Sogar die Pferde des Lehnschulzenhofes beteiligten sich mit zustimmendem Schnauben am Spiel.

Die Schauspieler wussten zu überzeugen

Die Schauspieler wussten zu überzeugen.

Quelle: Ann Brünink

Das Wiedersehen mit den Schauspielern Cornelia Heyse, Jannek Petri und Fabian Oehl war Freude pur. Temperamentvoll, feurig und mit schäumender Lust am Spiel warfen sich alle drei in ihre Rollen. Herrlich wie Cornelia Heyse die hochnäsige, verwöhnte Gutsbesitzerin Ranjewskaja gab, die – inzwischen verarmt - einfach nicht in der Lage ist sich einzuschränken oder gar zu sparen. Und wie sublim sie mit minimalen Gesten ihren Dünkel ausdrückt gegenüber Menschen von niedrigerem Stande, wie Kaufmann Lopachin.

Fabian Oehl überzeugt trotz Dreitagebart

Jannek Petri in der Rolle des Lopachin - „kleiner Bauer“ nannten ihn die Gutsbesitzerkinder einst - ist jetzt ein erfolgreicher Geschäftsmann, der sich auf das Vermehren von Geld versteht. Beeindruckend, wie Petri sichtbar macht, wie sehr ihn trotz all seiner Erfolge die Herablassung der Gutsbesitzerin Ranjewskaja nach wie vor zu kränken vermag. Bravourös die Raserei, mit der er den Kirschgarten zerstört, nachdem er das verschuldete Gut ersteigert hat.

Trotz Dreitagebart überzeugt Fabian Oehl in der Rolle der verschämten, schüchternen Tochter der Gutsbesitzerin, um sich gleich darauf in den gebrechlichen Bruder der Ranjewskaja zu verwandeln. Kennzeichen seiner dritten Rolle als ewiger Student ist eine Nickelbrille.

Für die gelungene Inszenierung gab es Applaus

Für die gelungene Inszenierung gab es Applaus.

Quelle: Ann Brünink

Von Ann Brünink

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