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Brandenburg/Havel Grundschüler laden Rathauschef ein
Lokales Brandenburg/Havel Grundschüler laden Rathauschef ein
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17:25 26.09.2018
Brandenburgs Oberbürgermeister Steffen Scheller begrüßt am 26. September 2018 kurz vor Beginn der Stadtverordnetenversammlung Sprengel-Grundschüler im Zuschauerbereich des Rolandsaals. Quelle: André Wirsing
Brandenburg/H

Pia Krüger und Ronja Krause (beide 11 Jahre alt) sind die wohl jüngsten Einwohner der Stadt, die sich in der Bürgerfragestunde zu Beginn der Stadtverordnetenversammlung am Mittwochnachmittag mit einem konkreten Anliegen an die Verwaltung gewendet haben. Und dafür auch noch Beifall aus dem Plenum bekamen.

Die beiden Mädchen sind Schülerinnen der Konrad-Sprengel-Grundschule am Fuße des Marienbergs. „Unsere Schule ist am Ende einer Sackgasse. Jeden Morgen gibt es ein großes Gedränge, weil so viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen und dann auf der Straße wenden müssen“, sagt Schülersprecherin Ronja Krause. „Wir würden den Oberbürgermeister Steffen Scheller gerne zu uns einladen damit er es sich einmal anschaut“, ergänzt Pia Krüger. „Wir wünschen uns nämlich von der Stadt einen ,Kiss & Ride-Parkplatz’.“

Der CDU-Rathauschef sagte umstandslos den Kindern seinen Besuch zu. „Das Thema Schulwegsicherung ist uns nicht unbekannt, wir beschäftigen uns mit den ständigen Änderungen in der Straßenverkehrsordnung regelmäßig mit einem Bewerten des Gefährdungspotentials für schwächere Verkehrsteilnehmer.“ Bei seinem Besuch komme er aber nicht alleine, sondern bringe seine Verwaltungsexperten mit, die sich mit dem Thema Schulwegsicherung beschäftigen.

Anett Willer unterrichtet das Fach Lebensgestaltung, Ethik und Religionskunde LER. Eines Tages gelangte sie morgens kaum auf den Lehrerparkplatz, weil durch die Elternautos alles blockiert und der Stau schwer zu entwirren war. Pia Krüger sprach es laut aus „Alter, irgendwann wird noch einer totgefahren!“ Da passte es gut, dass im LER gerade das Thema Interessenvertretung gelehrt wurde. Anett Willer als ehemalige SPD-Stadtverordnete konnte den Kindern das Instrument der Bürgerfragestunde vorstellen –und die Kinder waren begeistert. Sie hatten sich auch gut vorbereitet, die Mädchen trugen ihr Anliegen in freier Rede vor.

„Kiss & Ride“ ist ein Kunstwort, das einen Sachverhalt verkürzt wiedergibt: Im Grunde geht es um eine Vorfahrt am Schulhof mit einer Art Einbahnstraßenregelung: Auf einer Seite fahren die Elterntaxis ein, halten an, Abschiedsküsschen, und die Eltern fahren allein auf der anderen Seite wieder heraus. Dafür wird aber einiges an Platz und Geld gebraucht. In den vergangenen Jahren hat die Verwaltung immer wieder solche Projekte für einen sicheren Schulweg umgesetzt, meist in der Größenordnung von jeweils um die 50.000 Euro. Das Projekt Sprengelschule könnte durchaus das nächste sein.

Von André Wirsing

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