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Brandenburg/Havel Kita-Kinder wollen gar nicht mehr nach Hause
Lokales Brandenburg/Havel Kita-Kinder wollen gar nicht mehr nach Hause
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18:04 23.03.2018
Bloß nicht verlieren: Bürgermeister Rainer Britzmann (r.), Amtsdirektor Guido Müller und Kita-Leiterin Monika Hödtke bei der Schlüsselübergabe. Quelle: JAST
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Brielow

Sie wollen am Nachmittag gar nicht mehr nach Hause gehen. So gut gefällt den Mädchen und Jungen die neue Kita.

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Schlüsselübergabe im Neubau der Brielower Kita.

Als Dankeschön gab es vom Brielower Nachwuchs Rosen für die Handwerker, Bauleute, Planer, Ingenieure und Verwaltungsmitarbeiter, die sich am Freitag zur offiziellen Schlüsselübergabe an das Kita-Team um Leiterin Monika Hödtke zusammenfanden. Eine Blume nahm ein ganz besonderer Gast in Empfang.

Plumpsklos auf dem Hof

Mit 92 Jahren war Annemarie Ströde die älteste Teilnehmerin des Festaktes. Mit dem Besuch der Seniorin wurde plötzlich Brielower Kita-Geschichte wach, die bereits 1948/49 begann. Vor gut 70 Jahren übernahm nämlich Annemarie Ströde die Leitung der ersten nach dem Krieg errichteten Kindertagesstätte im Dorf.

Steter Materialmangel begleitete den Aufbau des Kindergartens auf einem Werkstattgelände an der selben Stelle, wo sich heute der fast zwei Millionen Euro teure Neubau erstreckt.

„Wir hatten nur Plumpsklos auf dem Hof. Zum Händewaschen musste eine Schüssel Wasser reichen“, erinnerte sich Brielows älteste noch lebende Kita-Erzieherin.

Bis heute unvergessen ist der Schreck, den Annemarie Ströde bekam, als ihre Schützlinge von damals auf dem Kita-Gelände mit Handgranaten hantierten. Das Kriegsende lag ja erst wenige Jahre zurück.

Das alles ist lange her, doch Spuren von Kampfhandlungen aus den Tagen des Einzuges der Roten Armee in Brielow Ende April 1945 entdeckten sogar die Bauleute von heute. Zum Glück konnte die Messinghülse einer Panzergranate das Kita-Projekt nicht mehr aufhalten.

Ausnahmegenehmigung für drei Jahre

Dagegen waren es drei Wassereinbrüche nach Starkregenfällen, die im Sommer 2017 zu Verzögerungen bei den Roh- und Ausbauarbeiten führten, wie Bürgermeister Rainer Britzmann in seiner Festrede erinnerte.

Das Gemeindeoberhaupt würdigte die Arbeit der Firmen und des Architektenbüros Fleege +Oeser beim Bau der Kita, die auf einer barrierefreien Nutzfläche von rund 900 Quadratmetern Platz für 74 Kinder vom Krippenkind bis zum Vorschulalter bietet.

Die Gasheizung wird durch eine Luft-Wärme-Pumpe ergänzt. Dank einer zunächst auf drei Jahre befristeten Ausnahmegenehmigung darf die Brielower Kita „Lindwürmer“ zehn zusätzliche Plätze vergeben. „Wir sind eine wachsende Gemeinde und sind zur richtigen Zeit in den Kita-Bau eingestiegen“, so Britzmann.

Er dankte Bund und Land, die sich über die Förderung für die ländliche Entwicklung mit 1,2 Millionen Euro an der Investition beteiligten.

Für Heiko Bansen von der Lokalen Aktionsgruppe Fläming-Havel (LAG), die die Weichenstellung für eine Förderung einleitete, ist das Geld in Brielow „gut und nachhaltig“ angelegt.

Architektin Heidrun Fleege erläuterte den Grund für die Verwendung von Backsteinen für das Sichtmauerwerk an der Fassade des Vorderhauses. „Damit wurden typische Bauweisen an historischen Nachbargebäuden wie die Dorfschule, die Kirche aber auch an alten Scheunen aufgenommen“, sagte die Architektin.

Im Beisein von Amtsdirektor Guido Müller übergab Bürgermeister Britzmann an Kita-Leiterin Monika Hödtke einen überdimensionalen Sicherheitsschlüssel mit den besten Wünschen für eine gute Zukunft im neuen Haus.

Die Lindwurm-Kita hatte bereits am Montag nach dem Umzug aus der benachbarten Dorfschule ihren Betrieb aufgenommen.

Von Frank Bürstenbinder

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