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Kita-Neubau soll mehr Kinder aufnehmen

Brielow Kita-Neubau soll mehr Kinder aufnehmen

Noch nicht fertig und schon zu klein. Wegen des Kinderbooms in der Gemeinde Beetzsee reichen die 74 Plätze im Brielower Neubau nicht aus. Die Verwaltung setzt auf größere Gruppen und hofft auf eine Ausnahmegenehmigung durch das Landesjugendamt. Doch es gibt noch ein ganz anderes Problem.

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Nach dem Auszug der Kita Anfang 2018 soll die das einstige Schulgebäude (r.) zum Bürgerhaus für die Brielower umgenutzt werden.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Brielow. Der Kita-Neubau in der Brielower Hauptstraße muss möglicherweise mehr Mädchen und Jungen aufnehmen als geplant. So kündigte Amtsdirektor Guido Müller auf der Sitzung des Bauausschusses der Gemeinde Beetzsee Gespräche mit dem Landesjugendamt über eine Ausnahmegenehmigung an. Eigentlich wird die Kita für 74 Plätze gebaut. Doch schon jetzt ist klar, dass Anträge für 13 Kinder nicht berücksichtigt werden können. Auch im Ortsteil Radewege ist die Kapazität in der Kita erschöpft.

Die Hoffnung des Amtsdirektors bezieht sich auf eine mögliche Aufstockung der Gruppenstärken. „Mit Spielflur und Bewegungsraum gibt es genug Fläche, um eine zeitweilige Kapazitätsanhebung abfangen zu können“, so Müller. Entschieden ist jedoch noch nichts. Ein ganz anderes Problem ist in diesem Zusammenhang der Mehrbedarf an Personal. Es ist für die Kommune schwierig freie Stellen zu besetzen. Kita-Erzieherinnen sind längst knapp geworden.

Umnutzung zum Bürgerhaus

Angesichts des Kinderbooms in der Gemeinde Beetzsee war auch überlegt worden, das alte Kita-Gebäude teilweise weiter für die Kinderbetreuung zu nutzen. Bürgermeister Rainer Britzmann hält dies jedoch für wenig praktikabel. Auch Verwaltungschef Müller mag sich mit dem Gedanken nicht anfreunden. Was aus dem rund 100 Jahre alten Gebäude, das einst als Dorfschule diente, nach dem Auszug der Kita passiert, ist in groben Umrissen vorgegeben. Die alte Kita soll zu einem Bürgerhaus werden. Unter anderem könnten die Senioren, die Landfrauen und der Jugendklub neben dem Kita-Neubau ein dauerhaftes Domizil finden.

Mit einer Nachnutzung durch die Öffentlichkeit rechnet Bürgermeister Britzmann nicht vor 2019. Zunächst soll im kommenden Jahr die Planung angeschoben werden. Das Geld dafür soll sich im Haushalt 2018 wiederfinden. „Jetzt kümmern wir uns erst einmal um den Kita-Neubau“, so Britzmann. Ein Verkauf der Immobilie gilt dagegen als ausgeschlossen. Im Förderantrag für die Kita verpflichtete sich die Gemeinde zur Nachnutzung der freigezogenen Einrichtung als Dorfgemeinschaftshaus.

Lieferengpässe beim Material

Auf der Baustelle für die neue Einrichtung geht es mittlerweile zügig voran. „Derzeit sind mehrere Gewerke beschäftigt. Ein Teil der Verzögerungen konnte aufgeholt werden“, teilte Bürgermeister Britzmann mit. Nach derzeitigen Berechnungen soll die Kita Ende Januar an die Kommune übergeben werden. Dann muss aber noch die Einrichtung mit Mobiliar erfolgen. Ein ursprünglicher Übergabetermin noch Ende Dezember dürfte dagegen nicht zu halten sein. Schuld daran sind mehrere Wassereinbrüche in den Rohbau bei Starkregen. Dazu kamen Lieferengpässe bei Fenster, Türen, Brandschutzkabel und aktuell bei den Klinkern für eine Außenfassade. Begonnen wurde jetzt mit dem Einbau der Fußbodendämmung. Es folgt der Estrich, die Maler stehen bereit. Es fehlt noch der Außenputz.

Neben den Restarbeiten rund um die Kita nehmen die Investitionsmaßnahmen für 2018 langsam Konturen an – zumindest auf dem Papier. In der Diskussion ist unter anderem eine Verlängerung des Radweges entlang der Chausseestraße in Höhe Spennenbusch bis Kreuzung Chausseestraße/Hauptstraße. Vorbereitet wird durch das Amt Beetzsee die Einladung für eine Anwohnerversammlung. Es geht um einen Gehwegbau entlang der Ortsdurchfahrt zwischen Mühlenweg und Bergstraße. Anlieger müssten sich mit 30 Prozent an den Kosten beteiligen. Aufgeweitet werden soll der Kurvenbereich von der Brielower Hauptstraße in die Ziegeleistraße. Thema ist auch die Regenentwässerung in der Brielower Straße in Radewege und ein barrierefreier Zugang zur Begegnungsstätte „Beetzseetreff“.

Von Frank Bürstenbinder

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