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Brandenburg/Havel 24-Stunden-Kita soll im Mai 2020 fertig sein
Lokales Brandenburg/Havel 24-Stunden-Kita soll im Mai 2020 fertig sein
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17:59 12.12.2018
Diese Kita hatab dem Jahr 2020 täglich 24 Stunden geöffnet: Erste Entwürfe für das Lebenshilfe-Haus mit Krippe, Kita, Hort und Übernachtungsplätzen am Gallberg werden nun bald umgesetzt . Quelle: RAP Ryl & Arnold/Tinius Architekten
Brandenburg/H

Nach vier Jahren Planung soll es nun ganz schnell gehen: Am 19. Dezember werden die Stadtverordneten den Bebauungsplan für das neue Quartier am Gallberg festsetzen, der Hauptausschuss hat bereits einmütig dafür votiert.

Auf dem Areal des ehemaligen Verwaltungssitzes und des Lehrlingswohnheimes entstehen eine Serviceeinrichtung des Therapiezentrums Promnitz, ein Wohnprojekt für Senioren der Senioren- und Pflegezentrum gGmbH sowie eine 24-Stunden-Kita mit Hort der Lebenshilfe Brandenburg-Potsdam e.V.

Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU) bezeichnet die Pläne als „sehr schöne Entwicklung für das Quartier“. Die Stadt habe mit den Vorhabenträgern bereits einen Erschließungsvertrag unterschrieben, nachgereicht werden müssten lediglich noch die Bankbürgschaften.

Mehr als 500.000 Euro fürs Erschließen

Die drei Projektträger teilen sich alle Erschließungsmaßnahmen, haben unter anderem dafür eine Gesellschaft brügerlichen Rechts gegründet.

1780 Kubikmeter Erdreich müssen für den Straßen- und Wegebau bewegt werden.

1500 Quadratmeter Straße entstehen, dazu 930 Quadratmeter Parkflächen und 1025 Quadratmeter Gehwege.

14 Lichtmasten werden gesetzt, für zwei zu fällende Bäume kommen vier neue.

Mehr als 500.000 Euro beträgt das Investvolumen für die Erschließung.

Das Vorhaben ist ein gutes Jahr gegenüber früheren Plänen im Rückstand. Das hatte verschiedene Ursachen. Die reichen vom Streit über die einst städtischen Garagen, über diverse Planungsschwierigkeiten bis hin zu Forderungen des Eisenbahnbundesamtes: Weil die Bauherren auf Wunsch der Stadt nicht nur das Quartier an die Straße Am Gallberg erschließen, sondern auch einen Fuß- und Radweg von der August-Bebel-Straße nach Nord integrieren.

Die Bundesbehörde hat ihre notwendige Zustimmung davon abhängig gemacht, dass an der Kreuzung der Industriebahn, die einst WBK, Tiefbau und Stahlwerk verband, die Straße verbreitert und eine Aufschüttung angelegt wird.

Doch blieb so auch die Zeit, um einige Änderungen vorzunehmen. So bat die Stadt die Lebenshilfe darum, zusätzlich zu Krippe und Kindergarten Hortplätze zu schaffen, weil laut Kita-Bedarfsplan es noch nicht genügend Kapazitäten gibt. Lebenshilfe-Vorstand Matthias Pietschmann konnte flexibel reagieren: „Wir hatten ohnehin neben dem Kita-Komplex einen autarken Anbau geplant für unsere Verwaltung und beispielsweise für Schulungen. Darauf verzichten wir nun zugunsten des Hortes, können in ein paar Jahren, wenn der Bedarf nicht mehr so hoch ist, mit einem überschaubaren Aufwand wieder Büros herstellen.“

Jetzt entstehen erst einmal Plätze für 168 Kinder – 50 in der Krippe, 64 im Kindergarten und 54 im Hort. In einer separaten Wohnung können bis zu zwölf Kinder übernachten.

Bis dahin dauert es noch knapp eineinhalb Jahre. Wird der Bebauungsplan am Mittwoch Gesetz, gibt Pietschmann im Januar den kompletten Bauantrag ab, von April bis September erfolgen die Erschließungsarbeiten, also der Bau der Ver- und Entsorgungsleitungen sowie von Straßen, Wegen, Parkplätzen. Parallel dazu soll ab Juni mit dem Lebenshilfe-Projekt begonnen werden, damit der Bau bis Ende 2019 soweit fertig ist, dass die Handwerker geschützt im Winter den Innenausbau vornehmen können. Im Mai 2020 werden die Häuser ausgestattet.

Mit Betriebserlaubnis vom Landesjugendamt können die ersten Kinder schrittweise aufgenommen werden. Volle Leistungsfähigkeit soll zum Schuljahresbeginn 2020/21 erreicht sein. Mehr als fünf Millionen Euro einschließlich der Finanzanteile an den Gemeinschaftsflächen wendet der Verein auf. Die Kindereinrichtung setzt Schwerpunkte in naturwissenschaftlicher und sportbetonter Erziehung. So wird es unter anderem auch zwei Bolzplätze geben, die auch öffentlich zugänglich sein sollen.

Die anderen beiden Bauherren beginnen mit ihren Vorhaben etwas zeitversetzt, die SPZ muss warten, bis ihr „abgelegenes“ Baugebiet erschlossen ist, damit die Baufahrzeug rankommen.

Die Bauherren sind nun vertraglich gebunden, sie haben eine GbR gegründet, die sich nicht nur ums Erschließen, sondern künftig auch um die Pflege der gemeinsamen Flächen kümmert.

Von André Wirsing

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