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Brandenburg/Havel Kita in Hohenstücken wird reaktiviert
Lokales Brandenburg/Havel Kita in Hohenstücken wird reaktiviert
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00:20 10.11.2017
Angela Pietzsch vom GLM und Ingenieur Jörg Geiger vom Büro SEW studieren die Baupläne. Quelle: Ruediger Boehme
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Brandenburg/H

Die ehemalige Kindertagesstätte in der Sophien-/Ecke Reuscherstraße wird wiederbelebt und soll ab dem kommenden Frühjkahr wieder Platz für 180 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren bieten. Es ist allerdings kein Neubau – obwohl fast 1,3 Millionen Euro aufgewendet werden, handelt es sich um eine reine Wiederherrichtung.

„Wir haben bereits einen Großteil der Fenster ausgetauscht und werden vor allem Heizungs- und Sanitäranlagen sowie Elektroinstallationen und Beleuchtung komplett neu einbauen“, sagt Projektleiterin Angela Pietzsch vom Gebäude- und Liegenschaftsmanagement GLM der Stadt. Außer in den Sanitärbereichen gibt es keine Grundrissänderungen, auch die Fassade bleibt weitgehend unberührt.

Sie soll in einigen Jahren erneuert werden, wenn sich herausstellen sollte, dass die Kita dauerhaft gebraucht wird. Wegen des aktuell großen Bedarfs an Betreuungsplätzen musste eine schnelle und relativ preiswerte Lösung her.

Das Gebäude wurde in den 1970er-Jahren als DDR-Plattenbau in Stahlbetonmontagebauweise errichtet, es gibt Deckenspannweiten von bis zu sechs Metern, sagt Ingenieur Jörg Geiger vom Planungsbüro SEW. Deswegen verbieten sich auch größere Eingriffe in die Statik. Die Kita war zuletzt 2016 als Übergangswohnheim für geflüchtete Familien genutzt worden. Im Erdgeschoss sind drei Sportvereine heimisch, sie dürfen auch bleiben – ist vertraglich geregelt.

Die Kinder bekommen Räume im ersten und zweiten Obergeschoss, deshalb werden auch nur Mädchen und Jungen ab einem Alter von zwei Jahren untergebracht. Den vorhandenen Fahrstuhl in den Betrieb zu integrieren, wäre zu aufwendig und teuer gewesen, deshalb werden nur die beiden Treppenhäuser genutzt. Zudem gibt es bereits eine barrierefreie Kindertagesstätte ganz in der Nähe in Hohenstücken.

Die Wiederherrichtung soll bereits im April fertig sein, es ist ein ambitioniertes Vorhaben angesichts der guten Auftragslage und geringen freien Kapazitäten bei den Handwerksfirmen. „Wir schreiben acht Firmen an und freuen uns, wenn wir drei, vier Angebote bekommen. Dann sind die Preisspannen aber ganz weit“, sagt Geiger. Dennoch sind er und Angela Pietzsch optimistisch, den Termin halten zu können. „Schön wäre es gewesen, wenn wir bereits wüssten, wer Betreiber der Einrichtung wird. Dann hätten wir beim Ausstatten, bei der Farbgebung und bei den Bodenbelägen ein paar Wünsche berücksichtigen können“, sagt die GLM-Expertin.

Es ist aber schwierig, alles langfristig zu planen, weil die Kommune von Fördermitteln abhängig ist. Von den rund 1,26 Millionen Euro Investitionssumme kommen knapp 920.000 Euro aus dem Bundesinvestitionsprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung“. Das Geld wird aber erst im kommenden Jahr zur Verfügung gestellt. So musste die Kommune beim Land, das die Fördermittel verteilt, erst einen „vorgezogenen Maßnahmebeginn“ beantragen. Dieser ist erst vor wenigen Tagen genehmigt worden, nachdem feststand, dass die Kommune das Geld auch wirklich bekommt.

Aus diesem Grund kann das Jugendamt erst jetzt das Betreiben der Kindertagesstätte ausschreiben, sagt Fachbereichsleiterin Kerstin Schöbe. „Wir werden es jetzt schnell ausschreiben. Es gibt bereits einige Interessenbekundungen von potentiellen Betreibern, die auch bereits in der Stadt aktiv sind. Doch die Ausschreibung ist gesetzlich vorgeschrieben.“

Von André Wirsing

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