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Brandenburg/Havel Kita kommt, „Schwedenlinde“ muss warten
Lokales Brandenburg/Havel Kita kommt, „Schwedenlinde“ muss warten
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15:04 11.03.2016
Seit 1986 hat die alte Schule in Brielow als Kita gedient, in diesem Jahr wird neu gebaut. Quelle: Volkmar Maloszyk
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Beetzsee

Eine Entscheidung über den Ankauf der inzwischen geschlossenen Brielower Traditionsgaststätte „Schwedenlinde“ durch die Kommune wird nun erst im April erwartet. Dann soll den Kommunalpolitikern eine Wirtschaftlichkeitsberechnung mit verschiedenen Varianten des Projektes vorliegen. So hat es Amtsdirektor Guido Müller in dieser Woche in der Gemeindevertretersitzung angekündigt. Das Papier soll Aufschluss darüber geben, ob eine Refinanzierung der Ankauf-, Abriss- und Neubaukosten über die Vermietung von barrierefreien Wohnungen realistisch ist. Eigentlich sollten die Berechnungen schon zum Jahreswechsel vorliegen. Doch der Teufel steckt im Detail, wenn es nämlich um die Genehmigungsfähigkeit geht. Dabei spielen unter anderem die Anzahl der Geschosse eine Rolle.

Im gerade beschlossenen Haushaltsplan für 2016 ist das Geld für einen möglichen Immobilienankauf jedenfalls eingeplant. Danach ist vorgesehen, die Gaststätte samt Saal abzureißen und durch seniorengerechte und barrierefreie Wohnungen samt Gemeinschaftsräumen zu ersetzen. Nun muss das letzte Wort darüber weiter warten. Derweil wird Schwedenlinde-Inhaber Horst Berger ungeduldig. „Statt als Gemeinde gemeinsam etwas zu bewegen, werden Ängste gegen das Projekt geschürt“, beklagte sich Berger in der Einwohnerfragestunde.

Weiter mit Jugendklub

Die Gemeinde Beetzsee leistet sich auch im neuen Haushaltsjahr als eine der ganz wenigen Kommunen in Potsdam-Mittelmark einen Jugendklub mit einer kommunalen Angestellten. Die jährlichen Gesamtaufwendungen betragen rund 55 000 Euro. Im Zuge des Kita-Neubaus wird der jetzige Jugendklub abgerissen. Seinen zukünftigen Platz erhält er in der alten Schule.

Die Beschlussfassung zum Haushaltsjahr 2016 erfolgte nicht einhellig. Gegen den Etat stimmten Manfred Gorecki und Ingrid Feuerherd. Vor allem die eingestellte Summe zum möglichen Ankauf des Gaststättengrundstücks „Schwedenlinde“ ist heftig umstritten. Die Einstellung verpflichtet aber nicht zur Ausgabe.

Mit Sicherheit steht dagegen fest, dass im laufenden Jahr mit dem Neubau einer Kindertagesstätte in der Brielower Hauptstraße begonnen wird. Für das 1,6 Millionen Euro teure Vorhaben auf dem bestehenden Kita-Gelände sind die ersten Bäume gefällt worden. Anschließend erfolgt die Umsetzung von Spielgeräten. Der Jugendklub muss für den Neubau weichen. Bürgermeister Rainer Britzmann (CDU) versicherte, dass es für die Jugendlichen ein Ausweichquartier geben wird. Deutlich mehr als die Hälfte der Kita-Kosten werden über Investitionszuwendungen des Landes finanziert.

Geld für Gehwegbau

Wofür gibt die Gemeinde Beetzsee 2016 noch ihr Geld aus? Die Kita Radewege bekommt ein neues Häuschen für Gerätschaften. Außerdem gehen in Radewege die Arbeiten zur Oberflächenentwässerung weiter. Und zwar oberhalb der Brielower Straße. Der Fennweg wird mit zwei Rinnen ausgestattet, um Regenwasser in die neuen Versickerungsflächen nördlich der Radeweger Siedlungskante abzuleiten. 130 000 Euro hält die Gemeinde pauschal für Gehwegbauten in der Brielower Ortslage vor. Konkrete Vorhaben entlang der Chausseestraße sind aber noch unklar, weil Realisierungen nur in Abstimmung mit dem Landesbetrieb Straßenwesen möglich sind. Manfred Gorecki (Bürgerliste) meinte: „Wir müssen endlich was gegen den Flickenteppich bei Geh- und Radwegen tun.“

Mehr Licht für Brielow

Es gibt mehrere Straßenbeleuchtungsprojekte: Zusätzliche Lampen kommen in der Brielower Hauptstraße auf der Kita-Seite. Eine Beleuchtung erhält der Feldweg von der Chausseestraße bis zum Buchenweg. Weitere Lampen sind vom Amtsgebäude bis zum Feldweg geplant. Mit rund 50 000 Euro schlägt der Parkplatzneubau an der Radeweger Schule zu Buche. Und im Frühjahr soll nun endlich für rund 30 000 Euro der Spielplatzbau am Brielower Buchenweg beginnen. Insgesamt sieht der Haushaltsplan über zwei Millionen Euro für Baumaßnahmen vor.

Von Frank Bürstenbinder

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