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Kita- und Schulessen bald frisch gekocht

Grünes Licht für Umstellung der Essensversorgung Kita- und Schulessen bald frisch gekocht

Mit Beginn des Schuljahres 2014/15 sollen alle sechs kommunalen Kitas und die beiden Grundschulen in Jeserig und Groß Kreutz die warme Mahlzeit nicht mehr von Caterern beziehen, sondern frisch gekocht aus Jeserig.

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Die Essensversorgung an Kitas und Grundschulen in Jeserig und Groß Kreutz wird umgestellt: Ab dem kommenden Schuljahr wird frisch gekocht.

Quelle: dpa

Jeserig/Groß Kreutz. Einen entsprechenden Grundsatzbeschluss zum Umstellen der Essensversorgung haben die Gemeindevertreter von Groß Kreutz (Havel) am Dienstagabend gefasst. Und zwar einstimmig – vorbehaltlich der Haushaltmittel im nächsten Jahr. Die Ende 2001 geschlossene Schulküche in der Schulstraße soll ertüchtigt werden, wofür nach einer Kostenschätzung rund 300.000 Euro veranschlagt werden. Für die Ausstattung mit Technik sorgt der künftige Betreiber dagegen selbst.

Wie Vize-Bürgermeister Wolfgang Kania erklärte, seien die hygienischen Anforderungen sehr hoch. Das Gebäude werde komplett entkernt und neu aufgeteilt. Der jetzige Speisesaal rücke in den hinteren Bereich und die Küche nach vorn. Außerdem werde Platz für Nebengelass vom Aufenthaltsraum bis zur Spüle sowie für separate Toiletten geschaffen. Den erstmals im Juni im Bau- und Sozialausschuss vorgestellten Entwurf hatte die Wusterwitzer Planerin Monika Siemer im Auftrag der Gemeinde erarbeitet. Mit dem Grundsatzbeschluss geben die Volksvertreter grünes Licht, um parallel zum beim Landkreis gestellten Bauantrag, mit dessen Genehmigung noch in diesem Jahr gerechnet wird, die Ausschreibung auf den Weg bringen zu können. Laut Kania wird ein knappes halbes Dutzend Anbieter angeschrieben, mit denen die Verwaltung bereits im Gespräch war.

Vorerst sollen täglich 500 Portionen zubereitet werden. Wert wird unter anderem darauf gelegt, dass zweimal pro Tag frisch gekocht wird und regionale Produkte verwendet werden. Die Ausgabe des Essens soll mit eigenen Kräften aus der Gemeinde erfolgen, wodurch auch Mehrwertsteuer gespart werde. Beim Portionspreis liegt die Schmerzgrenze aus Sicht der Verwaltung bei 2,25 Euro. „Wir prüfen, ob es eine gesetzlich festgelegte Obergrenze gibt, dann hätte die Kommune die Differenz zu tragen“, erklärte Kania. Voraus ging eine Befragung zur Qualität des Essens. Bei 500 verteilten Zetteln habe es von 380 Elternhäusern eine Rückmeldung gegeben, davon seien etwa 70 Prozent bereit gewesen für gute Qualität einen höheren Preis zu zahlen.

Anlass für die ab August 2014 geplante Umstellung waren die virenverseuchten Erdbeeren aus China eines großen Caterers, die vor einem Jahr an Schulen und Kitas in Ostdeutschland eine Krankheitswelle auslösten. „Eine eigene Schulküche könnte zudem ein gutes Argument sein, um unsere Standorte zu erhalten“, so Kania.

Von Claudia Nack

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